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Petersilie: Aussaat, Pflege und Ernte

Obwohl die Petersilie in ihrem Keimverhalten etwas divenhaft daherkommt, sollte sie in keinem Garten fehlen. Worauf man achten sollte, damit es mit der Petersilie klappt, erfahrt ihr hier. Außerdem verraten wir euch, was es mit der Wurzelpetersilie und der Petersilienhochzeit auf sich hat.

Petersilie (Petroselinum crispum) wird hierzulande schon lange angebaut, stammt aber aus dem Mittelmeerraum. Ursprünglich gab es das würzige Kraut nur mit glatten Blättern. Um eine Verwechslung mit der giftigen Hundspetersilie zu vermeiden, züchteten Mönche im Mittelalter auch krausblättrige Sorten. Heutzutage werden diese genauso angebaut wie die glatte Petersilie.

In der Wurzel liegt die Würze: Wurzelpetersilie

Eine Unterart der Blattpetersilie ist die Wurzelpetersilie, auch Petersilienwurzel oder österreichisch Peterwurzen genannt. Bei ihr steht nicht die Ernte der Blätter im Vordergrund, sondern die der stark verdickten, sehr aromatischen Wurzel. Ihre Blätter lassen sich zwar genauso verwenden wie die der Blattpetersilie, sie sind aber weniger geschmacksintensiv. Erntet man die Blätter der Wurzelpetersilie zu oft und zu reichlich, leidet die Qualität der Wurzel. 

 Die Wurzelpetersilie sieht der Pastinake sehr ähnlich. Es gibt aber ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal: Bei der Wurzelpetersilie wölbt sich der Blattansatz nach oben, während er bei der Pastinake nach innen versunken ist. Petersilie – egal ob Blatt- oder Wurzelpetersilie – gehört genauso wie Pastinake, Möhre, Dill, Kerbel, Fenchel und Sellerie zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler.

Anbaupause und Mischkultur

Um Pflanzenkrankheiten zu verhindern, baut man Petersilie am besten auf wechselnden Beetflächen an. Hat das Kraut ein Beet verlassen, sollte hier in den folgenden vier bis fünf Jahren keine Petersilie und auch kein anderes Mitglied der Doldenblütler-Familie mehr wachsen. 

 Obwohl sie als schwieriger Beetpartner gilt, gibt es ein paar Kulturen, die die Gemeinschaft mit ihr zu schätzen wissen. Tomaten gehören dazu, genauso wie Spinat, Mangold oder Radieschen. Vermeiden sollte man hingegen Kombinationen mit anderen Doldenblütlern und mit Kopfsalaten. Mehr Infos zu Mischkulturen und Anbaupausen findet ihr hier.

Standort, Boden und Aussaat

Petersilie wächst am liebsten auf einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit einem durchlässigen, tiefgründigen und humusreichen Boden, der nicht austrocknen sollte. Pflanzt man sie in eine Kräuterspirale, ist der angemessene Platz ziemlich weit unten. 

 Je nach Sorte wird das Kraut ab März oder April direkt im Freiland ausgesät. Die Zeit bis zum Auflaufen der Saat kann sich hinziehen. Meist dauert es drei bis vier Wochen, bis sich die ersten Pflänzchen zeigen. Bis dahin gilt es, den Boden gleichmäßig feucht zu halten und aufkommendes Unkraut zu entfernen. Damit man Unkraut und Petersilie nicht verwechselt, kann man Radieschen als sogenannte Markiersaat verwenden. Legt man ein paar Radieschensamen bei der Aussaat der Petersilie mit in die Saatrillen, zeigen die Radieschen innerhalb weniger Tage den Platz der Petersilie an. Ist die Petersilie so groß, dass sie den gesamten Platz benötigt, sind die Radieschen schon lange vernascht. 

 Wer nicht direkt ins Freiland säen möchte, kann Petersilie ab Februar auch auf der Fensterbank vorziehen und später ins Freiland setzen.

Blüte

Petersilie ist ein zweijähriges Kraut. Im ersten Jahr bilden sich nur die Blätter, im zweiten entsteht zusätzlich ein Blütenstängel, der mit seinen gelbgrünen Doldenblüten einen guten halben Meter in die Höhe ragt. Sobald der Blütenstängel zu wachsen beginnt, sollte man die Ernte der Petersilie beenden, denn nun reichert die Pflanze das giftige Apiol an.

Ernte und Verwendung

Geerntet wird Petersilie laufend ab dem späten Frühjahr. Wer darauf achtet, das Herz der Pflanze, aus dem ständiger Neuaustrieb kommt, nicht zu verletzen, kann fast das ganze Jahr über frisches Grün ernten. Über Kartoffeln gestreut, im Kräuterquark, als Salatzutat und in Suppen ist das Küchenkraut besonders beliebt. Verwenden kann man es aber auch in Pestos, als Geschmacksgeber für Smoothies oder als würziges Salz. Die Herstellung von Petersiliensalz ist einfach. Das Kraut wird getrocknet, in gleicher Menge mit Salz vermischt und in luftdichte Behältnisse abgefüllt. Eine weitere Art der Konservierung ist das Einfrieren. Gewaschen, geschnitten und in Eiswürfelbehältern eingefroren, hat man jederzeit eine kleine Portion des Krauts zur Verfügung.

Die Würzkraft der Petersilie spielt auch bei der Petersilienhochzeit, die nach 12,5 Ehejahren gefeiert wird, eine Rolle. Auf halbem Weg zur Silberhochzeit soll die Petersilie, die früher als Aphrodisiakum galt, ein wenig frische Würze in die Ehe bringen.

Ran ans Kraut! Holt euch das Saatgut oder schon vorgezogene Petersilie und genießt das tolle Grün:


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