+++ 10% auf Freilandpflanzen +++ Code: COUNTDOWN +++ close

Lavendel im Garten: mediterranes Flair in Violett-blau

Lavendel erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Kein Wunder: Der Halbstrauch ist nicht nur wunderschön und einfach dufte, sondern kommt zudem bestens mit Trockenheit klar. Auch sonst ist er recht anspruchslos und lässt sich vielfältig einsetzen.

Lavendel ist Sommerglück und Urlaubsstimmung, violette Blüte und betörender Duft. Aus dem Mittelmeerraum stammend, ist der mehrjährige Halbstrauch inzwischen auch in unseren Breiten etabliert und findet sich in vielen Gärten.

Lavendel im Garten

Mal steht er in Töpfen auf der Terrasse, wächst in Kräuterspiralen oder dient als bienenfreundliche Alternative zur klassischen Buchsbaum-Beetbegrenzung. Manchmal wächst er reihenweise an Mauern entlang, was seiner grundsätzlichen Wärmebedürftigkeit entgegenkommt. Oder er ist der violett-blaue Farbklecks in kunterbunt gemischten Blumenbeeten. Gut zum Lavendel passen neben vielen anderen Thymian, Salbei, Zierlauch, Zistrosen und Rasselblumen. Oft wird Lavendel auch in Kombination mit Rosen gepflanzt. Das ist allerdings nur eine begrenzt gute Idee. Der Gedanke, der hinter dieser Kombination steckt, ist einfach: Der Duft des Lavendel soll den Läusen den Appetit auf die Rosen verderben. Das Problem dieser Beetpartnerschaft liegt in den Bodenansprüchen. Während Rosen einen nährstoffreichen Boden brauchen und sowohl gedüngt als auch gewässert werden, liebt der Lavendel einen trockenen und nährstoffarmen Boden. Möchte man die beiden Pflanzen dennoch im Beet verpartnern, dann ist eine entsprechende Bodenvorbereitung und ein angemessener Abstand zu empfehlen.

Übrigens: Dem Lavendel wird nicht nur eine vertreibende Wirkung auf Läuse zugeschrieben, sondern auch auf Ameisen (-> weitere Pflanzen, die Schädlinge in die Flucht schlagen sollen).

Lavendelarten

Über 30 Lavendelarten sind bekannt, zu den hier gängigsten zählen der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia), der Speik-Lavendel (Lavandula latifolia), der Schopflavendel (Lavandula stoechas) und der Lavendin (Lavandula x intermedia), der eine Kreuzung aus dem Echten Lavendel und dem Speik-Lavendel ist. Er wächst häufig auf riesigen Feldern in der Provence, die auf Postkarten und Postern Sehnsüchte wecken. Sein Öl gilt zwar als weniger wertvoll, die Parfum-Industrie liebt diese Pflanze dennoch. Sie ist sehr ertragreich, robust und kann wegen ihrer langen Stiele deutlich besser maschinell geerntet werden.

Für Bienen und andere Insekten spielt die Art des Lavendels keine Rolle. Alle werden sehr oft angeflogen.

Der Echte Lavendel

Der Echte Lavendel ist ein halbkugelförmiger, etwa 30-60 Zentimeter hohe Strauch mit einer Hauptblütezeit, die von Juli bis in den September hinein reicht. Nur diese Art gilt auch als Heilpflanze und wird deshalb auch oft als Lavandula officinalis bezeichnet.  Aus dem Echten Lavendel sind viele verschiedenfarbige Züchtungen entstanden, wie Nana Alba, Cecilia, Mustead, Hidcote Blue, Royal Purple.

Der Speik-Lavendel oder der Große Lavendel

Er ist wärmebedürftiger und duftet nicht ganz so blumig: der Speik-Lavendel. Dafür wächst er etwas höher und hat deutlich längere Blütenähren.

Schopflavendel (Lavandula stoechas)

Den Schopflavendel erkennt man an seinen Blütenständen, die sehr auffällige Hochblätter haben. Zudem unterscheidet er sich in seiner Winterhärte: Die ist nämlich nicht gegeben. Manche Gärtner kultivieren ihn daher von vornherein einjährig, andere überwintern ihn im Haus.

Standort und Schnitt

Die Standortwünsche aller Lavendelarten sind ähnlich: Sie wollen vollsonnig, trocken und warm stehen in kargem, durchlässigem und sandigem Boden. Nur in Sachen Kalkgehalt tanzt eine Art aus der Reihe: der Schopflavendel. Der bevorzugt nämlich im Gegensatz zu den anderen Arten, die kalkliebend sind, einen neutralen bis sauren Boden.

Zweimal im Jahr braucht der Lavendel einen Schnitt. Im Frühjahr noch vor der ersten Blüte wird er stark zurückgeschnitten, um Wuchs und Verzweigung anzuregen. Dabei sollte man darauf achten, nur die krautigen Teile zu schneiden und nicht bis ins alte Holz hinein, denn aus dem alten Holz treibt der Lavendel oft nur schlecht wieder aus. Im Herbst reicht es aus, die verblühten Blütenstiele entfernen.

Verwendung in Küche und Medizin

Der Lavendel wird sowohl in der Küche als auch in der Medizin genutzt. Schon in der römischen Badekultur spielte er eine wichtige Rolle, daher auch der Name: „lavare“ bedeutet nämlich waschen. Im späten Mittelalter wurde Lavendel als Heilmittel beliebt. Damals wurde er gegen Kopfschmerzen und Schwindel eingesetzt und als harntreibendes Mittel und gegen Blähungen verwendet. Heutzutage liegt der Fokus bei der Verwendung von Lavendel auf seiner günstigen Wirkung auf das Nervensystem. Er wirkt beruhigend, krampflösend, entspannend und stärkt die Nerven.

In der Küche lässt sich Lavendel sowohl für Süßes wie Eis, Gebäck und Marmeladen verwenden als auch zum Aromatisieren von Essig oder Fleischgerichten.

Ernte

Die beste Erntezeit für Lavendelblüten ist, wenn fast alle Blüten eines Blütenstandes geöffnet sind. Erntet man am frühen Morgen, ist der Duftgehalt am höchsten. Damit die Farbe der Blüten erhalten bleibt, sollte das Trocknen im Schatten vonstatten gehen. Entweder gebunden zu lockeren Büscheln oder auf Trockensieben.

Falls ihr euch auch mediterranes Flair in Violett-blau in den Garten oder auf die Terrasse holen wollt, schaut mal in diese Auswahl rein. Auch ein paar gute Beetpartner hätten wir parat: