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Fundgrubenartikel

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Bei einer Linde (Baum des Jahres 2016)

Seh ich dich wieder, du geliebter Baum,
In dessen junge Triebe
Ich einst in jenes Frühlings schönstem Traum
Den Namen schnitt von meiner ersten Liebe?

Wie anders ist seitdem der Äste Bug,
Verwachsen und verschwunden
Im härtren Stamm der vielgeliebte Zug,
Wie ihre Liebe und die schönen Stunden!

Auch ich seitdem wuchs stille fort, wie du,
Und nichts an mir wollt weilen,
Doch meine Wunde wuchs – und wuchs nicht zu,
Und wird wohl niemals mehr hienieden heilen.
(Joseph von Eichendorff)

Die Winterlinde ist ein stattlicher Großbaum mit breit kegelförmiger, dichter Krone, später hoch gewölbt-rundlich. Im Alter auseinanderstrebend und im Außenbereich der Krone überhängend, trägwüchsig bis mittelstark wachsend. Ihre Heimat hat die Linde in Mitteleuropa von der Ebene bis in die Alpen. Die Winterlinde ist völlig hart und industriefest. Wuchshöhe: 20-25m; Wuchsgeschwindigkeit: 30cm/Jahr. Besonders gern wird ihr Holz zum Schnitzen genommen, da es sehr weich ist. Bei Anfragen für größere Stückzahlen und andere Größen, wenden sie sich bitte direkt an unseren Service.

Weitere Infos zum Baum des Jahres 2016

Mehr Informationen zu dieser Pflanze

Standort:
sonnig, halbschattig
Verwendung:
Park-, Straßen-, Alleebaum, auch für Hof und größere Gärten, das Holz findet oft bei Schnitzarbeiten Verwendung.

Steckbrief

Blattwerk

rundlich bis breit herzförmig, bis 6 cm lang, im Herbst gelblichgrün

Laubkleid / Nadelkleid

laubabwerfend

Wuchsform

Baum 8 m und höher

Besonderheit

hitzetolerant, sehr gute Bienenweide, Blüte duftet süßlich

Blütenfarbe

gelblichweiß

Laubfarbe

dunkelgrün, im Herbst gelb

Blühzeit

Juni bis Juli

Boden

nicht zu feucht, tiefgründig und nährstoffreich

Wurzeln

Herzwurzler

Blüte

unscheinbar

Duft

Familie

Tiliaceae, Lindengewächse

Wuchsbreite

1000 bis 1500 cm

Wuchshöhe

15,00 bis 30,00 m

Zuwachs

0,25 bis 0,50 m / Jahr

Blütenform

trugdoldenförmig
23530 | 3 | 0

Wurzelsystem

Herzwurzler

Hebt Beläge an?

selten
kräftig

Einschütten, Überfüllen?

nicht möglich
gut vertragend

Verhalten bei Eingriffen

tolerant

Eindringen in Entsorgung?

nie
häufig

Farbe des Herbstlaubs

gelb

Verhalten bei Überschwemmung

Nässe vertragend
auch langanhaltende Überschwemmung

Industriefestigkeit

maximal industriefest

Verbreitung

regionale Vrebreitung

Bienenweide

check

Nektar

sehr gut geeignet

als Landeplatz verwendet

häufig aufgesucht

Dorf- und Hofbäume

gelbe doldenartige Blüten mit angenehmen Duft

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Unsere Empfehlung
30 - 50 cmContainer

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Freiland

Topfpflanzen

Sondergrößen XXL

Hoch- und Halbstämme


Freiland-Wurzelware sind wurzelnackte Pflanzen, die ohne Erdballen um die Wurzel geliefert werden. Die beste Pflanzzeit für diese robusten Pflanzen - direkt vom Feld - ist von Oktober bis Mai. Wurzelnackte Pflanzen sind in der Produktion pflegeleicht und unkompliziert. Dadurch können wir unserem Kunden die beste Qualität zu außerordentlichen Preisen anbieten. Die Lagerung sowie der Versand sind unproblematisch, lediglich die Wurzeln müssen feucht gehalten werden und vor Sonne und Wind geschützt sein. Freilandpflanzen werden komplett ohne Torf produziert und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Moore. Durch ihr geringes Transportgewicht steuern sie einer ausgezeichnete CO2 Bilanz bei.

Topfpflanzen werden im Container geliefert oder kommen mit Erdballen zu Ihnen. Topfpflanzen werden von Beginn an im Plastiktopf gezogen. Ballenware hingegen wächst natürlich im Boden und ist so optimal mit Nährstoffen und Wasser versorgt. Vor dem Versand werden die Ballenwaren-Wurzeln je nach Größe mit einem Wurzeltuch oder Drahtkorb vor dem Austrocknen geschützt. Topf- und Ballenpflanzen sind ideal geeignet für die ganzjährige Pflanzung, also nicht nur im Frühjahr und Herbst, sondern auch im Sommer.

Unser ganz besonderer Tipp für eine perfekte Gartenanlage: Pflanzen, die schon alle Charakteristika der ausgewachsenen Pflanzen besitzen, einfach einzusetzen und die Gartenanlage ist fertig gestaltet. Die Pflanzen kommen in XXL-Sondergrößen, entweder im Großcontainer oder als Solitärballenpflanzen - Einpflanzen, wässern, genießen.

Für eine leichtere Ernte im Garten, wurde die Zucht von Halbstämmen perfektioniert. Diese sind genau so ertragreich wie ihre großen Pendants, die sich wiederum für Streuwiesen eignen, aufgrund des gegeben Platzes. Wir bieten diverse Qualitäten an: Halb- oder Hochstämme der Ziergehölze und Obstgehölze. Stämmchenformen in unterschiedlichen Maßen, besonders bevorzugt bei Rosen oder Beerenobst.

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Hintergrundinformationen zur Winterlinde

Die Linde ist, neben dem Ahorn, der am weitest verbreitete Baum in den Städten und der Landschaft Deutschlands und ganz Mitteleuropas. Die Gattung Winterlinde ist in unseren Ebenen genauso wie in Flussauen und in Bergregionen bis zu 1500 Metern Höhe in reicher Zahl zu finden. In Deutschland wächst sie bspw. sowohl an den Flüssen Oder und Elbe als auch im Erzgebirge, im Harz oder sogar in den Alpen. In unseren Städten wird die Winterlinde oft zur Lärmminderung eingesetzt, säumt als Alleen die Straßen oder schmückt Parks, Friedhöfe oder Kirchplätze. Der Halbschattenbaum gehört zur Gattung der Lindengewächse, die wiederum zur Familie der Malvengewächse zählt. Erstaunlich ist das hohe Alter, das Linden erreichen können: 1000 Jahre Lebensdauer sind keine Seltenheit. In England gar steht eine Winterlinde, die bereits seit über 2000 Jahren dort wachsen soll! Kein Wunder also, dass die Tilia schon lange ihre Spuren in unserer Kulturgeschichte hinterlassen und unter anderem Wappen, Familien- oder Ortsnamen geprägt hat. Selbst der Name der Stadt Leipzig soll ursprünglich, aus dem Slawischen stammend, den Ort bezeichnen, „an dem die Linden wachsen“. Nicht umsonst wird dessen bis heute mit den Leipziger Lindentalern gedacht, einer Praline mit Lindenblütenhonig-Füllung. Der Name „Linde“ ist ein Begriff des Mittelhochdeutschen, der auf das Westgermanische zurückgeht. „Lind“ bedeutet „weich“ oder „geschmeidig“ und charakterisiert das Holz aller Linden. Die botanische Bezeichnung „Tilia“ geht auf das griechische „tilos“ zurück, übersetzt „Faser“, was sich auf den faserigen Bast der Linden bezieht. „Cordata“ bezeichnet die herzförmige Form der Winterlinden-Blätter. Ihres Namens nach gedeiht die Winterlinde jedoch nicht nur in der kalten Jahreszeit – sie blüht lediglich später als die Sommerlinde und erhielt deswegen ihre Benennung. Als Bienenweide und Lieferant des köstlichen Lindenblütenhonigs wird die Linde heute noch hochgeschätzt. Wie kaum ein anderer Baum aber hat die Tilia auch unser Brauchtum, unsere Mythologie und Naturheilkunde bereichert. Mit der Benennung zum Baum des Jahres 2016 hat die Winterlinde viele dieser Traditionen wieder in unser Bewusstsein gerückt.

Die Winterlinde – Ein Schutzbaum der Geselligkeit und der Liebe

In der europäischen Mythologie kam der Linde die Bedeutung eines Baumes der Liebe und der Liebenden zu. Gerade die Winterlinde verkörpert diese Symbolik mit ihren herzförmigen Blättern sowie mit der Form ihrer Krone, die ebenfalls zuweilen an ein Herz erinnert. Diese Bedeutung geht wohl noch auf die Zeit der Germanen zurück, welche die Tilia der Göttin Freya (Frigga) in ihrer Eigenschaft als Schutzpatronin der Fruchtbarkeit und der Liebe weihten. Die Slawen verehrten die Linde sogar mit einer ganz eigenen Göttin, „Libussa“, eine Orakelgottheit. Die Griechische Mythologie ist ebenfalls reich an Geschichten und Bräuchen, die in Verbindung mit diesem Baum gebracht werden. So verwundert es nicht, dass das Aufhalten unter Linden bei allen frühen Völkern Europas als glücksbringend und stärkend galt, zumal der Schutzbaum Unheil, Blitze und böse Geister abwehren sollte. Bei den Germanen war die Tilia gar Sitz der guten Geister, die von dort Signale an die Sterblichen senden konnten. Bei den Kelten begrenzten Linden ihre Kultstätten. Befand sich in der Nähe einer Linde ein Gewässer, so galt dieses lange Zeit oftmals als heilig. Logisch ist es daher, dass die Linde Eingang in unseren reichen Lieder-, Gedichte- und Sagenschatz gefunden hat. Am bekanntesten sind in unseren Breiten wohl Franz Schuberts Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ sowie natürlich die Nibelungensage, welche der Linde ein beständiges Denkmal gesetzt haben. Wie in den Nibelungen finden wir übrigens auch heute noch besonders viele Linden und auch Winterlinden nahe des Rhein. Auch in Brauchtum und Verwendung hat die Tilia Eingang gefunden. Während die Überlieferung, dass mit dem Bast des Baumes Geister und Teufel gebunden und mit seinen Zweigen Hexen verjagt werden, in das Reich des Aberglaubens verortet werden können, haben andere Praktiken tatsächlich Tradition: Der Rindenbast ist besonders reißfest und wurde so in früheren Zeiten zur Herstellung von Schuhen, Kleidern, Behältern und Schnüren verwendet. Die Samen der Linde wurden früher einmal als Kaffeeersatz erprobt, die Blätter zwischenzeitlich wie Tabak geraucht. Besonders aber ist es das biegsame Holz, das schon seit Jahrhunderten in der Schnitzkunst eingesetzt wird, bspw. in der Fertigung leichter Musikinstrumente. Als „Lignum sanctum“, also als „Heiligenholz“ ist in es aus dem Bereich der sakralen Kunst nicht mehr wegzudenken, etwa aus den berühmten Altarbildern des Tilman Riemenschneider. An vielen zentralen Orten besonders im ländlichen Raum finden wir auch heute noch alte Linden, die früher als Grenzbäume, öfter aber als dörfliche Versammlungsorte und Gerichtsplätze dienten, wo das nach ihnen benannte „Tilialgericht“ stattfand. In den Tanzlinden wurden früher sogar Tanzböden eingezogen. Die Feste in und unter Linden waren so verbreitet, dass das bayerische Örtchen Limmersdorf heute ein Tanzlindenmuseum beherbergt und noch heute jährlich dort die Lindenkirchweih gefeiert wird. Noch heute tragen viele dieser geschichtsträchtigen Bäume stolze Eigennamen. Nicht zuletzt kommt der Tilia in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle zu. Besonders bekannt ist der Lindenblütentee, der bei Husten oder Magenverstimmungen getrunken wird. Ebenso soll er das Blut reinigen und die Abwehrkräfte stärken. Wirksam ist das Lindenblütenöl, das auch Verwendung in der Naturkosmetik findet. Und selbstverständlich ist auch der Lindenblütenhonig reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. So sind ihre Pracht und Nützlichkeit auch heute noch gute Gründe, eine Winterlinde zu pflanzen.

Charakteristika, Pflanzung und Pflege

Die Winterlinde ist ein pflegeleichter Großbaum und eignet sich deshalb hervorragend zur Kultivierung in größeren Gärten. Im Unterschied zur Sommerlinde benötigt die Winterlinde eine geringere Versorgung mit Nährstoffen, Wasser und Licht, bringt dafür aber eine größere Anzahl an Blüten und Früchten hervor. Ihre Genügsamkeit beeinträchtigt auch nicht die Wuchsfreude der Tilia cordata. Selbst wenn sie bis auf den Stamm zurückgeschnitten wird, gedeiht die Winterlinde durch einen Stockausschlag junger Triebe weiter. Reißt bei alten Bäumen der Stamm auf oder wird er hohl, ernährt sich der Überlebenskünstler mit Innenwurzeln vom eigenen Holz. Für die Pflanzung der Winterlinde sollte ein sonniger bis halbschattiger Standort gewählt werden. Jungbäume sind noch empfindlich gegen Sonnenbrand, weswegen sie im städtischen Bereich oft mit einer ungiftigen weißen Farbe angepinselt werden. Die Äste junger Winterlinden wachsen zunächst schräg aufgerichtet dem Licht entgegen, im Alter wölbt sich die Krone dann deutlich runder. Die mittel- bis stark wachsende Tilia cordata gewinnt in den ersten zehn bis zwanzig Jahren jährlich 30-50 Zentimeter an Höhe dazu, danach sind es im Jahr etwa zehn bis zwanzig, in der Breite 25 Zentimeter. Der Stamm einer älteren Linde kann einen mächtigen Umfang von bis zu sechs Metern erreichen, inklusive der typischen Stammknollen.Der Untergrund für die Pflanzung der Winterlinde sollte ein durchlässiger, mäßig trockener bis frischer nährstoffreicher humoser Ton-, Lehm- oder Lößboden sein. Ideal sind schwach saure bis alkalische Böden. Allerdings ist die Winterlinde sehr anpassungsfähig und toleriert auch einen nährstoffärmeren Untergrund mit einem höheren pH-Wert (über 7), solange er nicht zu trocken ist. Sie wurzelt besonders gut auf flach- bis tiefgründigen Böden und bildet dort ein Herzwurzelsystem mit einem besonders hohen Feinwurzelanteil. Empfindlich ist sie dabei nur gegen eine Bodenverdichtung.Die Winterlinde ist wärmeliebend und auch stadtklimaverträglich, wenn auch salzempfindlich. Im Sommer zeigt sie ihre dunkelgrünen, herzförmigen Blätter mit den charakteristischen rotbraunen Achselbärten. Im Juli locken die gelblich weißen, vormännlichen Blüten in Trugdolden mit ihrem honigsüßen Duft. Die Winterlinde blüht in der Regel zwei Wochen später als die Sommerlinde und wird daher als Spätblüher oder sogar als „Spät-Linde“ bezeichnet. Nach dem Blühen bilden sich die Früchte; kleine ovale bis kugelige, behaarte Nüsschen. Sie bleiben oft bis in den Winter hinein hängen und sind eine beliebte Futterquelle für Kleinsäuger und Vögel, die deswegen auch bevorzugt in der Winterlinde nisten. Ab Oktober bis in den November zeigt sich dann die prachtvolle goldgelbe Herbstfärbung der Tilia cordata. Rund ums Jahr ist der Halbschattenbaum dabei nicht nur windfest, sondern zeigt sich im Winter auch sehr frosthart. Wie eingangs erwähnt, ist die Winterlinde äußerst schnittverträglich bis ins alte Holz hinein und eignet sich deswegen auch zur Pflanzung als Hecke oder als Baumwall. Der Schnitt sollte dabei im Juli oder August vorgenommen werden. Einen besonderen Nutzen bringt die Winterlinde allen (Hobby-)Imkern, aber auch allen, die der heimischen Fauna Gutes tun wollen. Eine einzige Winterlinde kann pro Blühsaison die sehr große Menge von zweieinhalb Kilogramm Lindenblütenhonig liefern. Dabei wird sie nicht nur von Bienen, sondern auch von Hummeln befruchtet. Der Tilia cordata kommt so eine wichtige Rolle in der Hummel-Hilfe zu. Wurde ihr Nektar in diesem Zusammenhang früher als giftig erachtet, hat sich dies unterdessen als falsch erwiesen: Die Tatsache, dass unter der Winterlinde vermehrt sterbende Hummeln gefunden werden, rührt nur daher, dass sie als Spätblüher erst in der natürlichen Sterbezeit der Hummeln Blüten trägt. Insgesamt ist die Winterlinde somit nicht nur ein prachtvoller Großbaum, sondern besticht auch durch seine reiche Kulturgeschichte und bringt als Honigbaum noch heute großen Nutzen für Mensch und Tier.

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Tilia cordata
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Tilia cordata
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am 12. Oktober 2017
Tilia cordata
von: Mayer
Sie ist angewachsen. Danke
am 11. Oktober 2017
Alles wunderbar!
von: Benny K.
Sehr schön gewachsener Baum; ist gut angegangen und wird zukünftig ein schöner Blickfang werden. Danke!

Meisterfragen zum Thema:


Frage Nr. 15196: Winterlinde Hochstamm ohne Ballen, Stammumfang 8 bis 10 cm

Hallo, wie groß muss ich das Pflanzloch für die Winterlinde Hochstamm ohne Ballen, Stammumfang 8 bis 10 cm ( Artikelnummer 87448 ) machen ? Gruß

Antwort: Hier sollten sie ein Pflanzloch mit ca 80cm Durchmesser einplanen.


Frage Nr. 27157: winterlinde

Möchten gerne Winderlinden als Allee pflanzen, welchen Pflanzabstand brauche ich? kann ich die Bäume nach Lieferung ein paar Tage lagern, bis wir einen Bagger bekommen?

Antwort: Ja die Lagerung ist kein Problem, solange sie immer mal etwas Wasser bekommen. Den Abstand müssen sie selbst nach ihrem Geschmack und ihren Vorstellungen bestimmen. In der Regel geht man von etwa 7 Metern aus.


Frage Nr. 27140: Winterlinde

Hallo. Wie muss ich mir den Unterschied zwischen Heister/Freilandwuchs vorstellen? Mit freundlichen Grüßen https://www.pflanzmich.de/produkt/23530/winterlinde.html

Antwort: Die Heister auf die sie hier anspielen, sind auch Freilandware. Freilandware wird ohne Erde an den Wurzeln, wurzelnackt geliefert. Hilft ihnen das so?


Frage Nr. 26182: Winterlinde sieht krank aus

Hallo, wir sind vor kurzem in unser Haus mit Garten gezogen. Was den Garten betrifft, sind wir noch ziemliche Newbies. So haben wir auch vor einigen Wochen einige Bäume bei Pflanzmich.de gekauft und eingepflanzt, so auch eine Winterlinde (Tilia cordata; Höhe 1,20 m). Anfangs hat sie sich noch gut entwickelt und die Blätter sind gerade so rausgeschossen. Wir haben auch immer fleißig gegossen (morgens und abends, je ca. 10 Liter). Doch so langsam machen wir uns Sorgen, ob ihr nicht etwas fehlt, denn die Blätter werden anscheinend immer blasser und welk. Sie haben auch ihre anfängliche Geschmeidigkeit verloren und werden etwas starrer. Außerdem sind lauter schwarze Punkte auf den Blättern und es bilden sich Risse in den Blättern. Irgendwie sieht sie krank aus. Der Boden ist ein typischer Moosboden aus dem Donaumoos. Vielleicht können Sie sagen, was der Linde fehlt oder ob das völlig normal ist. Ich habe einige Bilder hochgeladen.

Antwort: Leider hat es mit den Bildern nicht geklappt. Bitte versuchen sie es doch erneut.


Frage Nr. 24841: LINDE CORDATA

HALLO;ICH HABE ZWEI WINTERLINDEN BESTELLT;HOCHSTAMM 2 BIS 3 METER UND SIE KAMEN WURZELNACKT UND WAREN IM WURZELBEREICH SO ARG EINGEKÜRZT UND BESCHNITTEN;DASS SIE RECHT ERBÄRMLICH AUSSAHEN;SO UM 25 CM STANDEN SIE NOCH AB;DIE EINE HATTE NOCH EINIGE FEINERE WURZELN;DIE ANDERE FAST KEINE:WIR HABEN SIE TROTZDEM EINGESETZT:MEINE FRAGE IST;OB DAS SO ÜBLICH IST UND DEM BAUM NICHT EHER DEN GARAUS MACHT?DANKE EDDA FÖRSTER

Antwort: Das ist bei kleineren Bäumen (Stammumfang) so üblich und auch kein Problem. Es gibt Arten die vertragen es ohne weiteres und es gibt Arten da geht es so allerdings nicht. Bei der Linde ist das kein Problem. Da wissen wir dank unserer langjährigen Erfahrung schon was wir tun, ansonsten würden wir ja auch keine Anwachsgarantie geben ;-) Wichtig ist nur das die "Krone" eben auch zurück geschnitten wird.


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