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Fundgrubenartikel

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Pflanzen Sie eine oder mehrere der folgenden von uns empfohlenen Befruchtersorten in die Nähe, so ist ein besonders hoher Ertrag gesichert.

Freiland-Wurzelware sind wurzelnackte Pflanzen, die ohne Erdballen um die Wurzel geliefert werden. Die beste Pflanzzeit für diese robusten Pflanzen - direkt vom Feld - ist von Oktober bis Mai. Wurzelnackte Pflanzen sind in der Produktion pflegeleicht und unkompliziert. Dadurch können wir unserem Kunden die beste Qualität zu außerordentlichen Preisen anbieten. Die Lagerung sowie der Versand sind unproblematisch, lediglich die Wurzeln müssen feucht gehalten werden und vor Sonne und Wind geschützt sein. Durch ihr geringes Transportgewicht steuern sie einer ausgezeichnete CO2 Bilanz bei.

Topfpflanzen werden im Container geliefert oder kommen mit Erdballen zu Ihnen. Topfpflanzen werden von Beginn an im Plastiktopf gezogen. Ballenware hingegen wächst natürlich im Boden und ist so optimal mit Nährstoffen und Wasser versorgt. Vor dem Versand werden die Ballenwaren-Wurzeln je nach Größe mit einem Wurzeltuch oder Drahtkorb vor dem Austrocknen geschützt. Topf- und Ballenpflanzen sind ideal geeignet für die ganzjährige Pflanzung, also nicht nur im Frühjahr und Herbst, sondern auch im Sommer.

Unser ganz besonderer Tipp für eine perfekte Gartenanlage: Pflanzen, die schon alle Charakteristika der ausgewachsenen Pflanzen besitzen, einfach einzusetzen und die Gartenanlage ist fertig gestaltet. Die Pflanzen kommen in XXL-Sondergrößen, entweder im Großcontainer oder als Solitärballenpflanzen - Einpflanzen, wässern, genießen.

Zwiebel- u. Knollenpflanzen werden als Zwiebel oder Knolle in die Erde gesetzt. Sie suchen sich ihren Weg durch die Erde ans Tageslicht und begleiten durch das ganze Pflanzenjahr von Frühjahr bis Herbst. Als Winter- und Frühlingsblüher schon im Herbst in den Boden zu setzen; als Sommer- und Herbstblüher werden sie im Frühjahr eingepflanzt.

Beetpflanzen sind einjährige Pflanzen oder auch als Saisonpflanzen bekannt, die i.d.R. im Frühjahr ausgesät werden, um dann während des Sommers bevorzugt diese wunderbare Blütenpracht zu entwickeln. Auch die große Gruppe der einjährigen Kräuterpflanzen gehört dazu.

Großer, repräsentativer Deko-Topf. Extra starke Pflanzen. Ideal als Geschenk für Gartenliebhaber. Diese Pflanzen im Deko-Topf einfach auf Terrasse oder Balkon stellen und Sie genießen ohne Ein- und Umtopfen das Ambiente, das Sie auch für die richtige Garten-Entspannung auch benötigen!

Sparen Sie sich grün! Die Sparpacks enthalten soviele Pflanzen wie sie perfekt in eine Versand-Palette passen.

Für eine leichtere Ernte im Garten, wurde die Zucht von Halbstämmen perfektioniert. Diese sind genau so ertragreich wie ihre großen Pendants, die sich wiederum für Streuwiesen eignen, aufgrund des gegeben Platzes. Wir bieten diverse Qualitäten an: Halb- oder Hochstämme der Ziergehölze und Obstgehölze. Stämmchenformen in unterschiedlichen Maßen, besonders bevorzugt bei Rosen oder Beerenobst.

Hier finden Sie Pflanzen aller Art, die auf einem Stämmchen veredelt wurden. Sie bilden eine niedliche kleine Krone und geben jeder Gartenidee einen speziellen Pfiff.

Inkarho-Rhododendren haben den Vorteil, sehr kalktolerant zu sein. Sie gedeihen auch auf normalen und/oder schwierigen Gartenböden ohne Torfzugabe oder Rhododendron-Erde ganz ausgezeichnet

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Pflanzen in besonders großen Containern, die in extra weitem Stand für höchste Ansprüche gezüchtet werden

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Diese Pflanzen sind Saisonale Pflanzen und Zwiebelgewächse. Sie können nur bei Frostfreiheit von ca. Mitte Januar bis Ende März geliefert werden.

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Schlehe

Prunus spinosa


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Prunus spinosa ()JE

30 - 50 cm

Container

EUR 3,29

Menge:
Aufnahme Anfang Juni

40 - 60 cm

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EUR 4,99

Expresslieferung möglich
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Die Schlehe (Prunus spinosa), auch Schlehendorn, Heckendorn oder Schwarzdorn genannt, ist ein vielseitig einsetzbares Landschaftsgehölz. Sie ist ein sommergrüner, dichtverzweigter dorniger Strauch. In der Schlehenhecke nistet bekanntlich der Neuntöter, der seine Beute auf die Dornen der Schlehe aufspießt. Im März bringt die Schlehe unzählige kleine weiße Blüten hervor, die zart-erfrischend, leicht mandelartig duften. Die Schlehenblüten sind aus der traditionellen Volksheilkunde nicht wegzudenken, aber auch in der modernen Pflanzenheilkunde werden Stoffe der Blüten als Radikalfänger geschätzt. Die charakteristischen blauen sauren Steinfrüchte reifen im Spätsommer bis Frühherbst. Prunus spinosa wächst auch auf normalem Boden ausgesprochen gut. Das stark verzweigte Reisig wird z.B. beim Bau von Gradierwerken benötigt. Nach dem ersten Frost können die Beeren geerntet werden und zu Gelee, Saft, Marmelade oder Likör verarbeitet werden. Möchte man nicht so lange warten, kann man die Früchte auch für ca. 2 Tage einfrieren.

Weitere Infos

Standort:
sonnig, halbschattig
Verwendung:
Knickbepflanzung, Rekultivierungsmaßnahmen, Kiesgruben, Böschungsbefestigung, Windschutz, wichtiges Vogelschutzgehölz, Pionierpflanze.
Steckbrief

Blattwerk

klein

Wuchsform

sommergrüner, sparrig- und dicht verzweigter Strauch, bildet Ausläufer

Besonderheit

einheimisches Wildgehölz mit großer ökologischer Bedeutung

Blütenfarbe

weiß

Laubfarbe

grün

Blühzeit

April bis Mai

Früchte

schwarze, blau bereifte Schlehen, können erst nach dem Frost weiterverarbeitet werden z.B. zu Marmelade, Gelee und Likör

Boden

anspruchslos, humos

Wurzeln

Boden wird sehr intensiv durchwurzelt, weittreichendes Wurzelwerk

Blüte

einfach, zahlreich

Pflanzen pro Meter

2-3 pro Meter für eine dichte Hecke, locker gepfla

Genussreife

September

Befruchtersorten

selbstbefruchtend

Wuchshöhe

3,00 bis 4,00 m

Zuwachs

20 bis 50 cm / Jahr

20920|23|521|283494

Wurzelschlussverkauf (WSV) Bis 31. Mai

WSV-Alarm für ausgewählte Freiland-Heckenpflanzen und Blühsträucher!!! Die kann man noch im Mai ganz vorzüglich pflanzen, wenn es sich um frische Pflanzen fresh vom Feld handelt. Das ist bei uns noch z.B. bei Hainbuchen, Liguster und Eiben und vielen anderen heimischen Gehölzen der Fall Es handelt sich dabei um vorzüglich buschige Heckenqualitäten (Heisterqualität). Sparen Sie sich grün!
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Die Schlehe als Geheimfavorit der Heckenliebhaber

Die Schlehe (prunus spinosa), auch Schlehdorn oder Heckendorn genannt, zählt zur Gattung Prunus und ist ein Mitglied der Rosenfamilie (Rosaceae), wodurch sie in enger Verwandter der Kirsch-, Pflaumen-, Aprikosen-, Zwetschgen- und Mandelbäume ist. Das Epitheton spinosa bezieht sich auf die scharfen Stacheln oder Dornen, die für die Pflanze charakteristisch sind. Die schwarze Rinde der Schlehe verleitete ihr den Namen der Schwarzdorn, unterm welchem sie hauptsächlich im Englischen (Blackthorn) auch bekannt ist. Die Pflanze entwickelt sich teilweise als Baum, wenn man die Möglichkeit nutzt diese so zu erziehen.

Die Schlehe findet sich in fast ganz Europa wieder und kommt teilweise in Kleinasien sowie in nahöstlichen und nordafrikanischen Ländern, die am Mittelmeer liegen, vor. Auch findet man sie hin und wieder in Neuseeland oder aber auch im östlichen Teil Nordamerikas. Sie besiedelt ausschließlich Waldränder sowie dünn bewachsene und lichterfüllte Laubwälder. Da sie relativ langsam wächst und sehr spitzige Dorne trägt, wird sie oft in der Funktion als Hecke bzw. natürliche Mauer angepflanzt. Nicht ohne Grund trägt sie heute den Namen „lebender Stacheldraht“.

Die Schlehe bevorzugt einen kalkhaltigen Boden, welcher im besten Falle lockerer und humusreicher bzw. durchaus steinig sein sollte, da dieser ein gutes Wachstum ermöglicht. Sie wächst sehr dicht und üppig und es bedarf keiner besonderen Pflege. Um sie im Zaun zu halten, muss die Schlehe regelmäßig angeschnitten werden.

Die Schlehe ist eine stachelige, stark verzweigte und sommergrüne Pflanze, die manchmal als Strauch oder oft aber auch als mehrstämmiger Baum wächst. Ihre Rinde ist recht dunkel und kann in manchen Fällen eine Schwarzfärbung annehmen. Die jungen Zweige wachsen sehr tief und bilden gerade Triebe, die mit der Zeit nach Außen wachsen und sich zu typischen Dornen formen. Die Blätter sind oval, kegelförmig, spitz am Blattende und haben einen gezahnten Blattrand.
Der Schlehdorn ist eine Zwitterblüte: sie weist eine perfekte Blüte auf, mit beiden Geschlechter in einer Pflanze. Die zwittrigen Blüten wachsen entweder einzeln oder paarweise auf kurzen Stielen im Frühjahr und erreichen einen Durchmesser von bis zu 1,5 cm. Sie sind bekannt für ihren Mandelduft, den sie ausbreiten. Darauf erfolgt die Wachstumsphase der Blätter. Diese sind weiß, fünfblättrig (5-8mm) mit langen Staubgefäßen und werden in einer reichlichen Menge produziert, sodass sie den Strauch in ein weißes Blütenmeer verwandeln.
Ihre Früchte präsentiert die Schlehe erst im Herbst. Diese können nach dem ersten Frost dann gesammelt werden. Die Früchte tragen eine blauschwarze Farbe, sie sind kugelförmig, werden bis zu 15mm lang und sind sehr zusammengezogen. Der Schlehdorn ist extrem insektenbestäubt.
Die Schlehe kann eine Höhe von bis zu sechs Meter erreichen und abhängig vom Standort ein Alter von 60 bis zu 100 Jahren erreichen. Man findet sie heute noch in Mittelgebirgslagen bis zu 1.500 Meter Höhe.


Ihre Namensherkunft findet die Schlehe aus dem altdeutschen Begriff „sleha“. Dieser bezeichnete damals den typischen Geschmack ihrer unreifen Früchte und stammt aus dem altslawischen Wort „sliva“, welches heute noch in Bezug auf den Pflaumenschnaps Slivovitz seine Bedeutung wiederfindet und auch weil unteranderem die Schlehenfrüchte wie kleine Pflaumen aussehen. Die Schlehe wurde in der arabischen Antike als auch in mittelalterlichen Kräuterbücher immer wieder lobend erwähnt. Auch heute findet sie in der Medizin eine wichtige Bedeutung.

Die magische Bedeutung der Schlehe

In der keltischen Baumlehre aus den altirischen Schriften hatte der Schlehdorn den unheimlichsten Ruf und wurde mit dem Begriff „straif“ bezeichnet. Aus diesem lässt sich das deutsche Wort „Streit“ ableiten und wurde oft mit Kriegen, Auseinandersetzungen und Verwundung in Verbindung gebracht. Ein langer und harter Winter wurde oft vermutet, wenn viele Früchte der Schlehen am Strauch wuchsen, wodurch der Begriff des Schlehdorn Winter in Volkserzählungen entstand. Aus diesem Grund wurde die Schlehe in vielen Kulturen Europas in den Märchen als Baum der Krankheiten bzw. bevorstehende schwere Zeiten beschrieben.

Im christlichen und britischen Volkstum wurde die Schlehdorn als ein düsterer Baum beschrieben und oft mit Hexerei verbunden. Stöcke mit Dörner einer Schlehe am Ende wurden als eine Art Zauberstab verwendet, um anderen Schaden zuzufügen. Andersherum glaubte man aber auch, dass ein aus der Schlehe gefertigter Zauberstab die Kraft hätte, Wünsche zu erfüllen oder einem Menschen beim Erreichen seiner Ziele unterstützen könnte. Hexer bezeichneten den Schlehdorn als Antreiber und Hüter dunkler Geheimnisse.
Für Hellseher hatte die Schlehe ebenfalls eine starke Wirkungskraft. Sie nutzten die Symbolik des Dornes, um Gefühlszustände der Menschen zu steuern oder aber auch Träume zu deuten.
Aus englischen Erzählungen hörte man oft von Hexern, welche mit einem Stock aus Schlehdorn rumliefen und viel Unheil anrichteten. Deswegen waren aus christlicher Sicht Hexer und Ketzer Teufels Anbeter und man verbrannte diese auf Schlehdorn-Scheiterhaufen. Im Mittelalter glaubte man daran, dass wenn man vom Dorn einer Schlehe gestochen wurde, man ein treuer Anhänger des Teufels war. Aus dem Glauben heraus, dass der Schlehbusch eine Art symbolischen Schutz bietet, pflanzten Bauern Schlehenhecken um deren Weiden und Häuser herum, um das Vieh vor wilden Tieren oder deren Familie vor Hexern oder Krankheiten zu schützen.

Auch zu Neujahr bastelten Farmer früher Kronen aus Schlehdorn, welche sie im Neujahrsfeuer verbrannten und deren Asche für die Befruchtung der verwendeten.

Aus Erzählungen symbolisierte die Schlehe den Baum der schwarzen Wintergöttin bzw. der Todesgöttin, dessen Verwandlung in eine jungfräuliche Göttin durch die Blütezeit der Schlehe im Frühling erfolgte. Auch wurde sie als der Baum der Feen bezeichnet und es hieß, dass wenn sich jemand an den Früchten vergreift, dies eine Sünde war und eine Rache der überirdischen Wesen mit sich brachte. Man glaubte, dass die Schlehe die Kraft von Licht und Erde vereint. Dadurch, dass über Nacht die hellen und weißen Blüten aus dem kahlen, lebloswirkenden und schwarzen Holz sprießen, entstand allgemein der Aberglaube, dass die Schlehe in Bezug auf gegensätzliche Prinzipien zwischen Winter und Frühling, Leben und Tod, Gut und Böse stehe.

Eine Legende besagte, dass einst der Kreuzdorn der Schlehe ihre Zweige für die Krone Jesu hergab und Gott die Unschuld des Strauches bewies, indem er nachts unzählig viele weiße Blüten über den Schlehdorn ausschüttete.

Auch als Heilpflanze wurde die Schlehe im Altertum verwendet. Es hieß, dass man die ersten drei Schlehenblüten, die man am Busch sah, verspeisen sollte, um sich vor Fieber und anderen Krankheiten zu schützen.

Die Schlehe als Grundnahrungsquelle und Heimat für viele Insekten und Vögel

Die Schlehe trägt einen besonderen Beitrag zur wilden Tierwelt bei. Ihre frühen Frühlingsblumen bieten Nektar und Nahrung für frühaufkommenden Insekten, und seine Zweige schaffen ein stacheliges Dickicht, welches als sicherer Nistplatz für Vögel aller Art dient. Die amselgroße Vogelart der Grauwürger nistet sich häufig in der Schlehe ein und spießt oft Lebensmittel und Beute auf die großen Dornen auf. Daher trägt die Vogelart auch umgangssprachlich den Namen des Metzgers.
Der Schwarzdorn gilt als eine hochwillkommene Nahrungsquelle für viele Mottenarten, darunter der Schattenbinden-Weißspanner (Lomographa temerata), die Violettbraune Ulmeneule (Cosmia pyralina), die Dreizack-Pfeileule (Acronicta tridens) und die Weißdorneule (Allophyes oxyacanthae). Besonders für gefährdete Insektenarten, wie die Motten des Schlehenhecken-Grauspanners (Aleucis distinctata), gilt die Schlehe als einzige Nahrungsquelle. Auch für den sehr selten aufzufindenden Goldglänzenden Rosenkäfer dient die Schlehe als seine Nahrungsgrundlage.

Die frühe Blüte der Schlehe liefert eine wertvolle Quelle aus Nektar und Blütenstaub für Bienen im Frühling. Ihr Laub dient als Nährpflanze für die Raupen vieler Mottenarten, wie diese des Ringelspringers, des Gebüsch-Grünspanners oder des Frühlings-Wollafters. Auch die Schmetterlingsarten des Pflaumen-Zipfelfalters und des Nierenfleck-Zipfelfalters nutzen den Laub als Nahrungsquelle.
Vögel nisten unter dem dichten, dornigen Dickicht, essen Raupen sowie andere Insekten von den Blättern und erfreuen sich im Herbst an den Beerenfrüchten als Mahlzeit.

Der große Nutzen der Schlehe

Im Mittelalter stellten Menschen aus der Rinde der Schlehe Tinte her, welche beispielsweise für Schriften in der mittelalterlichen Klosterschreibstube von Mönchen verwendet wurde. Da die Dornentinte nicht wirklich lichtbeständig war, verlor sie an Bedeutung in der Schriftkunde und deren Herstellung geriet in Vergessenheit. In den Blättern der Schlehe fand man einen Ersatz für Tabak.
Das Holz der Schlehe gilt als strapazierfähig und zäh und wurde aus diesem Grund traditionell für die Herstellung von Spazierstöcken und Werkzeugteilen verwendet. Da es gut und stark brennt, wird es oft auch als Brennholz genutzt.
Der Strauch der Schlehdorn dient nicht selten als Sicherheit, vor allem in Naturgärten. Die Frucht der Schlehe wird für die Herstellung von Wein und häufig als Aromastoff für die Produktion von Gin verwendet. Des Weiteren nutzte man die Früchte der Schlehe um Likör, Marmelade oder aber auch Kompott, Saft und Schnaps herzustellen.
Die Blüten der Schlehe enthalten Inhaltsstoffe und Fruchtsäuren sowie Vitamin-C und Mineralien, welche das Immunsystem der Menschen stärken, vor Erkältungen schützen und Energie liefern. Ein aus den Blüten hergestellter Tee reinigt das Blut, Stärkt den Magen und verbessert die Verdauung.
Bei Ausgrabungen wurden neben dem Leichnam immer wieder Schlehenkerne gefunden, was darauf hindeutet, dass Menschen die Schlehenfrucht gerne aßen. Selbst im Beutel von Ötzi, den Alpenwanderer, der vermutlich zwischen 3359 und 3105 v. Chr. starb, fand man Schlehenfrüchte in seinem Beutel als Vorrat.

Bedrohung der Schlehe

Die Schlehe gilt im Allgemeinen nicht als bedroht, da sie sehr weit verbreitet ist und oft wild auf dem Land und in Hecken gedeiht. Doch kann der Schlehdorn anfällig für Pilzerkrankungen sein, welche eine Verwelkung während der Blütezeit mit sich bringt und die Früchte manchmal durch einen gallenförmigen Pilz, den Taprirna pruni, verzerrt werden.

Weitere Varianten:



 
 

 

Bewertungen von Kunden für das Produkt:

Prunus spinosa

Mehr Bewertungen
am 27.04.2017
Prunus spinosa
von: Schreiber
10 Schlehenbüsche waren bestellt, 12 wurden geliefert. Alle sind gut angewachsen, danke!
am 10.04.2017
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am 10.04.2017
Prunus spinosa
von: Metting
am 04.04.2017
Prunus spinosa
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Alles super .
am 02.04.2017
Prunus spinosa
von: Dengler
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Meisterfragen zum Thema:


19.03.2017

Frage Nr. 19538: Schlehen

Hallo Herr Meyer, ich bin auf der Suche nach einer, Schlehe mit "großer Frucht". Habe gehört das diese Sorte meistens in Norddeutschland zu finden ist, wir wohnen hier in NRW. Können sie mir ihren Botanischen Namen nennen, damit ich dann auch die richtige bestellen kann ?? Herzlichen Dank.

Antwort: Guten Tag, es gibt die Sorten Merzig und Nittel , aber leider kenne ich keinen Züchter der Sorten. Meyer


06.03.2017

Frage Nr. 19406: Ideensuche Waldrand

Guten Tag! Wir haben am Waldrand gebaut. Die Landschaft bis zum Wald ist sehr karg. Vorallem im Winter. Haben Sie eine Idee, wie man Diese verschönern kann? Am besten natürlich mit möglichst wenig Arbeit und kostengünstig. Wir würden die Pflanzen gerne wieder über pflanzmich.de beziehen. Wir waren letztes Jahr sehr zufrieden. Mit hoffnungsvollen Grüßen Marina Bischoping

IdeensucheWaldrand
IdeensucheWaldrand

Antwort: Guten Tag, da lässt sich einiges Zaubern. Bei den meisten Blühsträuchern haben wir die leichten Sträucher als 40 bis 70 cm Sortierung im Programm. Die Pflanzen sollten im ersten Jahr aber mit Wasser versorgt werden. Auch mit Wild verbiss ist zu rechnen. Der Boden sollte auf jeden Fall mit Nährstoffen versorgt werden. Euonymus und Prunus spinosa sind Pioniergehölze und sollten mit dabei sein. Meyer


21.12.2015

Frage Nr. 15349: Schlehe

Sehr geehrter Herr Meyer, ich habe letztes Jahr eine Schlehe erworben die allerdings noch nicht sehr groß ist. Geblüht hat sie in diesem Frühjahr gar nicht. Sie macht sonst aber keinen unzufriedenen Eindruck. Woran kann es liegen, daß sie nicht geblüht hat? Blühen Schlehen erst, wenn sie größer sind? ab wann würde sie dann blühen? Vielen Dank für Ihre Arbeit hier!

Antwort: Ja der Schlehen nur am mehrjährigem Holz blühen, lassen die ersten Blüten immer etwas auf sich warten. Zudem setzt die erste Blüte oft erst nach etwa zwei Jahren am neuem Standort ein.


20.12.2015

Frage Nr. 15343: Balkon bepflanzung

Hallo Herr Meyer Ich möchte meinen sehr großen prall sonnigen Balkon in 40x80cm Kübeln bepflanzen. Ursprünglich war kirschlorbeer geplant aber ich würde lieber Schlehe, Weissdorn oder Haselnuss wechseln. Können Sie mir eine Empfehlung aussprechen? Ich möchte alle drei Sorten kombinieren je in einzelnen Kübel geht das BVielen Dank Nils

Antwort: Ja das geht sicher, sie sollten nur sehen das die Pflanzen nicht zu groß werden, sie sollten in diesem Fall unbedingt jedes Jahr einen Rückschnitt vornehmen damit die Pflanzen auch unten schön dicht bleiben.


23.05.2017

Frage Nr. 20799: Gartenneugestaltung

Sehr geehrter Herr Meyer, unseren Garten zierten seit 1985 als Sichtschutz zu den Nachbarbauten 3 Riesenkoniferen, die jedes Jahr mit einem Hubsteiger auf 10 m gekappt wurden. Diese mussten nun weichen und nun haben wir freie Sicht auf Plattenbauten :-( und einen nackten 2 m Zaun. Es handelt sich um eine Länge von knapp 15 m. Der Boden ist mit Lehm und Mergel durchzogen. Die alten Baumwurzeln müssen noch ausgefräst werden. Der lieben Nachbarn wegen sollte die Bepflanzung nun max 2-3 m erreichen und nicht "massiv drecken". Unsere anderen Nachbarn mussten jetzt Ihre 3 Magnolien fällen, da der "Dreck" ja unzumutbar sei. Nachbarn sind was Feines. Ich würde gerne einen Mix an den Zaun setzen, also nicht nur einfach Kirschlorbeer oder ähnliches. Vielleicht Schmetterlingsflieder, Clematis,Rhododrendron mit höherer Endgröße also so, dass es verteilt blüht (wir haben zwei Bienenstöcke) und zeitversetzt "dreckt", um nicht wieder Theater zu haben. Die Pflanzen müssen winterhart sein, stehen von morgens bis etwa 14 Uhr in der vollen Sonne, danach im Schlagschatten der Plattenbauten. Und wie gesagt, lemiger Boden. Haben sie noch Ideen für uns? Würde nämlich gerne alles aus einer Hand bestellen :-)

Antwort: Hallo, da Sie einen Sichtschutz möchten eignen sich die Buddleja nicht sehr, da sie stark geschnitten werden müssen. Ich liste Ihnen mal einige Pflanzen auf, welche für Ihren Zweck geeignet wären. In regelmäßigen Abständen Prunus laurocerasus Etna oder Herbergii (schön dicht, gut zu schneiden und immergrün). Gerne in einer ungeraden Zahl diese Kirschlorbeer. Dazwischen: Physocarpus Lady in Red, Hydrangea paniculata Limelight, Spiraea Grefsheim, Cornus Sibirica (rotes Holz für den Farbklecks im Winter), Weigela Nana Variegata. Alle Pflanzen sind nicht extrem starkwüchsig, deswegen gut zu händeln, farbig abgestimmt und immer etwas Blüte im Garten. Herzliche Grüße Meyer


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