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Wuchshöhe cm

Sorte

Weide
Hasel
Robinie
Zubehör

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Wacholder



Den Wacholder gibt es in vielen Wuchsformen, ob als Strauch oder säulenförmiger Baum, er gibt jedem Garten ein ganz besonderes Flair. Die auch als „Zypresse des Nordens“ bekannten Pflanzen tragen stechende Nadeln und recht unscheinbare Blüten. Bekannt sind seine als Wacholderbeeren bekannten Zapfen mit ihrem typisch würzigen Geschmack die auch bei Vögeln sehr beliebt sind. Gerade die säulenförmigen Wacholder-Arten sind mittlerweile gern gewählte Einzel- oder Gruppenelemente in unseren Gärten. Die Pflanzen gelten als extrem standorttolerant und winterhart.


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Hintergrundinformationen zu Wacholder

Eine der am häufigsten vorkommenden Gattung der Pflanzenwelt ist der Wacholder (Juniperus). Die zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) zählende Pflanze kommt hauptsächlich auf der Nordhalbkugel vor, wobei sich mit dem Gemeinen Wacholder und dem Sadebaum nur zwei Arten in Mitteleuropa heimisch fühlen. Zwischen Botanikern herrscht indes Uneinigkeit im Thema Artenanzahl. Aufgrund unterschiedlicher systematischer Vorgehensweise wird heftig diskutiert, wie viele unterschiedliche Wacholder es wohl gibt. Man kann allerdings davon ausgehen, dass es wohl mehr als 50 unterschiedliche Arten gibt.. In Deutschland kommt vor allem der Gemeine Wacholder, auch Heide-Wacholder genannt, am häufigsten vor. 2002 wurde dieser zum Baum des Jahres gekürt. Den größten Wacholder weltweit kann bisher die Türkei für sich in Anspruch nehmen. So steht dort ein Syrischer Wacholder (Juniperus drupacea), welcher ca. 40 Meter hoch sein soll. Nicht erst seit heute ist der Wacholder ein wichtiger Bestandteil der Medizin. So wurde Wacholder schon sehr viel früher für viele unterschiedliche heil wirksame Methoden verwendet. Heutzutage hilft aber beispielsweise ein Wacholder-Tee bei Sodbrennen, oder auch für eine bessere Verdauung und Harnausscheidung. Viele Arten werden mittlerweile als bedroht angesehen. So warnt die Weltnaturschutzunion IUCN einige Wacholder nicht durch Abholzung und Überweidung zu gefährden. Sehr zu empfehlen sind unsere oben angezeigten Lieblinge. Zu diesen gehört beispielsweise der Raketenwacholder Blue Arrow, welcher sich als sehr schlankwachsend herausstellt und einen besonderen blauen Schimmer auf seinen Nadeln trägt. Ebenso schön sind auch der Schwedische Säulenwacholder und der Blaue Zwergwacholder.

Aussehen und Eigenschaften der Wacholder

Wacholder versetzen mithilfe ihrer Eigenschaften immer häufiger ihre Betrachter ins Staunen. Die als immergrüne Sträucher oder Bäume vorkommenden Gewächse finden durch ihr attraktives Aussehen hohen Anklang. Sie wachsen hauptsächlich säulenartig, weshalb sie zwar kräftig aussehen, allerdings nicht viel Platz einnehmen. Gelegentlich und je nach Art ist es auch möglich, dass Wacholder flachwachsend verlaufen. Ein weiteres bezeichnendes Merkmal des Wacholders ist eine extrem langsame Wachstumsgeschwindigkeit. Sträucher schaffen es so in vielen Jahren auf eine Höhe zwischen 3 und 5 Metern. Natürlich hängen die erreichbaren Höhenmeter auch von den Gegebenheiten am jeweiligen Standort ab. Ein Wacholder in Baumform erreicht in der Regel 10 bis 15 Meter Höhe, welche ein Strauch im Normalfall nicht schafft. Dabei liegt der Durchmesser des Baumstammes zwischen 30cm und 50cm. Die Rinde des Baumstammes ist in den meisten Fällen rotbraun. Manchmal kommt auch eine gräuliche Farbe zum Vorschein. Während in jungen Jahren die Rinde noch glatt ist, wird sie mit der Zeit immer rauer. Das zu erreichende Alter von Wacholder sticht viele andere Eigenschaften nochmal aus. So können sie bemerkenswerte 600 Jahre alt werden. Dennoch beweisen sie stets eine ausgezeichnete Winterhärte und Robustheit. Die Krone entwickelt sich mit der Zeit ovalförmig. Die Zweige, an denen neue Triebe entstehen und an welchen sehr kurze Blätter wachsen, sind außergewöhnlich rund. Bei den meisten Wacholder-Arten sind die Blätter nadelförmig. Einige Arten besitzen aber auch schuppenförmige Blätter. Insgesamt sind sie aber eher spitzer und stechen mehr als bei gewöhnlichen Tannen. Erkennen kann man die Nadeln von Wacholdern an ihren hellen Streifen, welche die Oberseite der Blätter zieren. Auch die Anordnung der Blätter ist abhängig von der Art. In den meisten Fällen sind sie aber gegenständig. Gegebenenfalls können sie aber auch wechselständig sein. Die Nadeln sind wie auch die Beeren leicht giftig, wobei man sagen muss, dass Wacholder keine richtigen Beeren haben. Es sind Zapfen, welche beerenförmig aussehen. Diese werden zwischen 1 und 2 cm groß und bleiben ungeöffnet. In den Zapfen befinden sich runde Samen, welche besonders hartschalig sind. Die Zeit zum Ernten erstreckt sich von April bis Juni. Dabei sammelt man hauptsächlich die schwarzen Beerenzapfen. Diese sind die ersten beiden Jahre grün, was aufzeigt, dass sie noch nicht reif sind. Außerdem besitzen Wacholder noch Blüten. Wacholder gelten als zweihäusig. Es gibt also männliche und weibliche Blüten. Während die weiblichen Blüten die Zapfen sind, geben sich männliche Blüten als Kätzchen. Genau wie die Erntezeit erstreckt sich auch die Blütezeit von April bis Juni. Abschließend zu den Eigenschaften der Wacholder kann man noch sagen, dass ihre Wurzeln bis tief in die Erde vordringen. Außerdem besitzen sie die Eigenschaft auch im Winter wachsen zu können, aber nur wenn es auch warm genug ist.

Pflege, Pflanzung und Verwendung von Wacholder

Wacholder gilt im Allgemeinen als sehr anpassungsfähig, weshalb sie mit fast allen Gegebenheiten am Standort zurechtkommt. So sind sie ziemlich anspruchslos was den Boden sowie die Pflege angeht.  Bei der Wahl des Standortes sollte man dennoch auf einen sonnigen bis halbschattigen Standort zurückgreifen, da Wacholder sich sehr über viel Sonne freut und so der große Lichtbedarf gedeckt wird. Es empfiehlt sich daher auch eher offene Standorte für den Wacholder zu wählen, wo er nicht von anderen wortwörtlich „in den Schatten gestellt wird“. Sorgen müssen Sie sich indes nicht machen, ob der durch die Sonne entstandenen Trockenheit am Wuchsort. Wacholder wird von der Trockenheit nicht beeinträchtigt und kommt deshalb auch in Steppen gut zur Geltung. Das liegt allerdings auch ein wenig daran, dass Wacholder eine nicht so dominante Pflanze ist, wie man es sich wünschen würde. Bei Konkurrenz in unmittelbarer Nähe kann es zu Beeinträchtigungen in Sachen Wuchs kommen. Deshalb ist genügend Platz zur Verfügung zu stellen. Rund 1 Meter sollte Wacholder von umliegenden Pflanzen entfernt stehen können. Neben der Steppe findet man Wacholder noch häufiger in der Halbwüste oder der Heide. Ebenso kann man Wacholder auch in Gebirgen finden und bestaunen. Die Anpflanzung erfolgt im idealen Fall im April. Wer diese Zeit allerdings „verschläft“, muss sich keine Sorgen machen. Auch im Herbst kann man Wacholder noch problemlos pflanzen. Für ein besseres Gedeihen ist es lohnenswert vor dem Pflanzen den Boden mit Kompost zu düngen. Ansonsten braucht Wacholder eigentlich keine Düngung. Auch die Pflege ist überschaubar. Neben dem angesprochenen Kompost tut auch ein gelegentlicher Rückschnitt im Frühjahr oder Herbst gut. Auf Staunässe sollte tunlichst verzichtet werden. Die Vermehrung von Wacholder erfolgt über Stecklinge. Während Wacholder für Schmetterlinge einem Paradies gleichkommen, erfreuen sich Weidetiere eher weniger an dieser Pflanze. Neben der Nutzung als Zierpflanze in irgendwelchen Parkanlagen beispielsweise als Hecke, findet man Wacholder häufig auch in anderen Einsatzgebieten vor. So dient er gelegentlich als Brotaufstrich oder wird in Sauerkraut oder bei der Fleischzubereitung verwendet. Auch das Holz des Wacholders ist vielseitig einsetzbar. So ist es ideal für den Bogen beim Bogensport, aber auch als Möbel weiß es zu gefallen. Hier kommt vor allem der attraktive Geruch des Holzes zum Vorschein. In der Medizin besitzt der Wacholder ebenso seine Einsatzgebiete. Er gilt als antibakteriell, sowie als blutreinigend und schleimlösend, um nur einige zu nennen.