BIENEN & INSEKTEN IM GARTEN

Lernen Sie warum Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten so wichtig sind und wie Sie im Garten ein Paradies für die wichtigsten Nutztiere der Welt schaffen können

Auch wenn wir es zum Teil nicht mitbekommen, Insekten begleiten uns durch den ganzen Tag. Ihre Erscheinung könnte unterschiedlicher nicht sein, doch erfüllen SIe alle einen wichtigen Teil im Ökosystem der Natur. Sie bestäuben Pflanzen, fressen As & welke Pflanzen, sorgen für gesunde Böden und halten Schädlinge im Schach.  Doch sind die heimischen Insekten immer bedrohter, aktuelle Studien kamen zu einem Ergebnis von 75% weniger Insektenvorkommen. Diese Zahl ist erschreckend. 

Um dem etwas entgegen zu setzten, kann jeder im kleinen bei sich im Garten anfangen. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte für ein Insektenparadies zusammengestellt und einige tolle Pflanzen, die ihren Garten in eine Ausgeburt des Lebens verwandeln. Steuern auch Sie ihren Teil zum Schutz und der Rettung unserer Nutzinsekten bei!

Heimische Pflanzen für eine Vielzahl an Arten im Tierreich

Exotische Pflanzen sind oft etwas Besonderes, echte Hingucker. Ein Problem besteht allerdings darin, dass sie oft keine Nahrungsgrundlage für hier beheimatete Insekten bieten. Aushelfen können heimische Pflanzen, wie z.B. WeißdornHolunderSchlehe oder Eiche. Diese bieten eine reiche Quelle an unterschiedlicher, gesunder Nahrung für Nützlinge und machen somit ein ausgeprägtes Artenreichtum möglich. Eine gute Wahl sind auch Hecken aus Blühsträuchern, da diese wertvollen Nektar in großer Anzahl produzieren können.

Zudem bieten Blühhecken einen blühenden und damit optisch besonders reizenden Blickschutz.

Auch ein Gartenteich oder ein kleines Biotop bietet viele Möglichkeiten und liefert die Lebensgrundlage für Insekten und auch viele andere Tiere, wie Vögel, Igel und andere gern gesehene Besucher. 

Eine tolle Anleitung, wie Sie ihren eigenen Gartenteich anlegen haben wir hier übrigens auch schon für Sie:

Anleitung 'Wie lege ich einen Gartenteich an'


Schädlingsbekämpfung auf natürliche Art

Insekten im eigenem Garten zu fördern hat auch den Vorteil, dass viele Arten als Schädlingsbekämpfer fungieren. So können Sie giftige Pestizide und andere Mittel weglassen und einfach der Natur ihren Lauf lassen. Bieten Sie Insekten genügend Lebensräume, wie z.B. liegengelassene Laubhaufen im Herbst oder einen nützlichen Komposthaufen, sollten sich die meisten Probleme mit Schädlingen von ganz alleine lösen.

Damit die fleißigen Helfer einen Platz zum Überwintern haben, können Sie Insektenhotels aufhängen. Diese lassen sich einfach selber aus unbehandelten Holz herstellen oder Sie kaufen schöne, günstige Modelle direkt bei uns im Shop. Diese Unterschlupfe sollten möglichst vor Regen geschützt und sonnig platziert werden.

Haben Sie gerne Vögel in ihrem Garten? Dann sind Insekten sozusagen ein Pflichtprogramm. Sie bilden einen Großteil der Nahrung der heimischen Zwitscherer. Im Winter können Sie dann gerne noch unterstützend zufüttern.

Tatsächlich werden auch die Ziervögel in Deutschland immer weniger. Wenn Sie die Population der Insekten in ihrem Garten fördern, fördern Sie auch die Rettung der Vögel. Zwei Fliegen mit einer Klatsche, sozusagen.

Ein zu Hause für Schmetterlinge, Bienen und Co.

Viele lieben den Anblick von Schmetterlingen. Kein Wunder, mit ihren farbenprächtig gemusterten Flügeln sind Sie wohl mit die Schönsten unter unseren heimischen Insekten. Leider wird es jedoch immer seltener, dass man diese zu Gesicht bekommt. Wenn Sie ihren Garten zu der Heimat von den schönen Flattermännern machen wollen, bieten sich Pflanzen wie der Sommerflieder,PhloxFetthenneAster oder auch Thymian hervorragend an. Schmetterlinge lieben den Nektar und werden von dem herrlichen Duft dieser Pflanzen in Scharen angezogen. Damit dies aber nicht ein Einzelfall bleibt und die Tierchen sich vermehren können, brauchen sie Möglichkeiten für die Eiablage. Hier bevorzugen diese Unkräuter, wie zum Beispiel Brennnessel. 

Auch die Zahl der Bienen und anderer Nützlinge geht alarmierend runter und viele Sorten der Wildbienen sind bereits ausgestorben. Bieten Sie diesen hilfreichen Insekten ein Zuhause mit Insekten- und speziellen Bienenhotels. Eine gute Nahrungsgrundlage bieten Blumenwiesen. Diese werden im April ausgesät und sind äußerst Pflegeleicht. Es wird lediglich zweimal im Jahr gemäht.

Wenn wir schon bei Blumen sind, ist es auch wichtig darauf Hinzuweisen, das einige Blühstaudenarten und Sorten in einer Art gezüchtet worden, dass sie für Insekten nicht mal als Nektarlieferrant dienen können. Dieses betrifft vorallem stark gefüllte Blüten, wie bei Rosen. Wenn Sie den Tieren etwas Gutes tun wollen, greifen Sie doch mal auf eine ungefüllte Sorte zurück. Ein wunderschönes Exemplar ist zum Beispiel die Rose Bienenweide. Durch die ungefüllten Blüten, kommen Bienen und co. leichter an den lebenswichtigen Nektar und bestäuben zusätzlich noch weitere Pflanzen.