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Vogelbeere

Korallenrote Beeren und prachtvolle Laubfärbung


Die Vogelbeere (Sorbus aucuparia) ist auch als Eberesche bekannt und bezeichnet einen Laubbaum in der Gattung der Mehlbeeren. Charakteristisch für die Vogelbeere sind ihre roten Früchte die wie kleine Äpfel aussehen und für Insekten, Vögel und Säugetiere eine wertvolle Futterquelle darstellen. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind die Früchte des Vogelbeerbaums ungiftig.
Die Vogelbeere ist in fast ganz Europa beheimatet und kommt vorwiegend auf Lichtungen, in Hecken oder an Waldrändern vor. Sie wird oft im Garten- und Landschaftsbau angepflanzt und ist häufig in Städten, Parks und Gärten zu finden. Die Vogelbeere ist ein sommergrüner Baum der für gewöhnlich etwa 80 Jahren alt wird. Dabei kann sie, je nach Umfeld, eine Wuchshöhe zwischen 15 und 25 Meter erreichen. Die Eberesche hat eine zierliche Gestalt und eine oval bis rundliche Krone. Die glatte, glänzende Rinde jüngerer Bäume ist gelblich bis grünlich grau gefärbt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Rinde eine mattgraue Färbung an.
Ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren erlangt die Vogelbeere ihre Blühfähigkeit. Sie schmückt sich von Mai bis Juli mit ihren schönen weißen Blüten. Die Blüten verströmen jedoch ein unangenehmes, fischiges Aroma um Käfer und Fliegen zur Bestäubung anzulocken. Das liegt an dem Wirkstoff Methylamin. Die Früchte reifen von August bis September und hängen oft bis in den Winter hinein in dichten Büscheln am Baum.


 

Steckbrief


Name botanisch: Sorbus aucuparia
Name alternativ: Eberesche, Vogelbeerbaum, Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeere
Familie: Rosengewächse
Baumart: Laubbaum
Verwendung: Gartenbaum, Stadtbaum, Parks, Hecken
Verbreitung: hauptsächlich Mitteleuropa
Wuchshöhe: 5 - 25 m
Blatt: unpaarig gefiedert, bis zu 20 cm lang
Blattrand: gesägt
Herbstfärbung: orangerot
Blütezeit: Mai – Juni
Blüten: Trugdolden
Blütenfarbe: weiß
Früchte: apfelartig, erbsengroß; erst grün, später orange bis rot
Zweige: grau und kahl
Knospen: länglich eiförmig, zugespitzt und behaart
Rinde: glatt, grau
Wurzel: Flachwurzler mit Senkwurzeln
Standort: Sonne bis Schatten
Boden: sandig bis lehmig
Wintereignung: frosthart
Vermehrung: durch Samen

 

Standort und Pflege


In Bezug auf den Standort ist die Vogelbeere sehr anpassungsfähig und gedeiht auch im Schatten. Besser ist jedoch ein sonniger bis halbschattiger Standort, denn je dunkler die Lichtverhältnisse am gewählten Platz sind, desto weniger Blüten und Beeren bildet die Pflanze aus. Ein Kompromiss ist daher ratsam, denn die Eberesche ist auch hitzeempfindlich. Daher ist es nicht empfehlenswert den Baum in die Nähe einer Hauswand zu setzen, da diese Hitze speichern und abgeben kann und so der Pflanze schaden. Die die Eberesche wegen ihres lichten Blätterdachs nur wenig Schatten spendet ist eine Pflanzung über einem Beet denkbar. Aufgrund der aggressiven Wurzeln sollte die Vogelbeere nicht in der Nähe von Rohren und Leitungen gepflanzt werden. Notfalls kann eine Wurzelsperre hier Abhilfe schaffen.
Die Eberesche kann vom Frühjahr bis zum Herbst gepflanzt werden, eine Pflanzung im Frühjahr, nach dem ersten Frost, ist aber empfehlenswert, da die Vogelbeere, gerade in jungen Jahren, anfällig für Frostschäden ist. Zusätzlich können sich die Wurzeln im gefrorenen Boden nicht sehr gut ausbreiten.
Aufgrund ihrer Abmaße sollte ein Pflanzabstand von etwa drei bis vier Metern zu anderen Bäumen eingehalten werden. Für kleinere Büsche und andere Pflanzen gilt dies hingegen nicht. Was den Boden angeht ist die Eberesche nicht besonders anspruchsvoll. Er sollte lediglich arm an Nährstoffen und humos sein. Neigt der Boden zur Verdichtung kann zur Auflockerung Sand untergemengt werden.
Besondere Pflegemaßnahmen erfordert die Vogelbeere nicht. Gelegentliches Gießen, eine geringe Düngung und angepasstes Schneiden reichen aus, damit sich der kleine Laubbaum gut entwickelt. Ein Rückschnitt ist so gut wie nie notwendig. Lediglich wenn der Baum kleingehalten werden soll oder ein Befall vorliegt kann zur Schere oder Säge gegriffen werden. Ist ein Rückschnitt notwendig, so sollte er möglichst direkt nach der Blütezeit erfolgen.

 

Krankheiten und Schädlinge


Obwohl die Vogelbeere im Grunde ein robuster Baum ist, hat auch er einige bestimmte Krankheiten auf die er anfällig ist. So zum Beispiel der Feuerbrand. Diese Krankheit wird durch Bakterien übertragen und erfordert ein sofortiges Entfernen und Entsorgen aller betroffenen Teile. Feuerbrand zeigt sich durch dunkelbraune oder schwarz verfärbte Blüten und junge Triebe, sowie auffällig dunkle Blattadern. Auch im Herbst verbleiben die befallenen Pflanzenteile am Baum und fallen nicht ab. Erkrankte Pflanzenteile sollten immer über den Hausmüll und nie über den Kompost entsorgt werden.
Auch die Grauschimmelfäule befällt des Öfteren Vogelbeerbäume. Diese Krankheit tritt auf, wenn der Standort zu feucht und die Belüftung nicht ausreichend ist. Sie äußert sich dadurch, dass frische grüne und noch nicht verholzte Triebe der Pflanze absterben und vertrocknen oder verwelken. Für einen solchen Fall ist der Griff zu einem Fungizid die erste Wahl.
Gegenüber Schädlingen zeigt sich die Vogelbeere dagegen sehr widerstandsfähig.


 

Die Vogelbeere als Nahrungsmittel


Ein Gerücht, das sich nach wie vor hartnäckig hält ist, dass die Beeren des Vogelbeerbaumes giftig sind. Das ist jedoch nicht zutreffend. Aus den Früchten lassen sich verschiedene Lebensmittel zubereiten. So zum Beispiel Marmelade oder Gelee, Saft, Tee, Likör oder Vogelbeerwein. Roh sollten die Beeren jedoch nicht verzehrt werden. Dies liegt an der Parasorbinsäure, welche einer der Inhaltsstoffe der Früchte ist. Werden rohe Beeren in größeren Maßen verzehrt, kann es deshalb zu Magenproblemen kommen, die sich in Form von Bauchschmerzen, Übelkeit und selten auch Durchfall bemerkbar machen. Auch enthalten die Beeren reichlich Vitamin C und Provitamin A. Es sind mittlerweile auch bitterstoffarme oder sogar –freie Zuchtsorten erhältlich, welche frisch verzehrt werden können. Ansonsten sollten die Vogelbeeren gekocht werden. Dadurch wandelt sich die bittere Parasorbinsäure in verträgliche Sorbinsäure um. Eine weitere Möglichkeit ist, bis nach den ersten Nachtfrösten im Herbst zu warten. Denn sobald die Beeren den ersten Frost abbekommen, wandelt sich ebenfalls die Säure um.

 

Rezept für Vogelbeer-Gelee


Zutaten:
- 1 kg Vogelbeeren
- 1 kg Gelierzucker
- 200 – 300 ml Apfel- oder Birnensaft

Zubereitung:
Beeren waschen und abtropfen lassen. Die Beeren in einen Topf geben und Wasser hinzugeben bis die Beeren bedeckt sind. Den Inhalt zum Kochen bringen und 30 Minuten kochen lassen. In der Zwischenzeit ein Sieb mit einem Baumwolltuch auskleiden und darunter einen Topf platzieren. Nachdem die Beeren 30 Minuten gekocht haben werden sie samt Wasser mit einem Stampfer zerdrückt. Die Masse auf das Tuch geben und die Flüssigkeit abtropfen lassen. Den Brei nach dem Erkalten mit den Händen durch das Tuch auspressen. Den aufgefangenen Saft in einen Kochtopf geben und mit Apfel- oder Birnensaft auf 1 Liter Flüssigkeit auffüllen. Den Gelierzucker darin auflösen und zum Kochen bringen. Die Masse 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Das kochend heiße Gelee in Gläser abfüllen, sofort verschließen und für ca. 20 Minuten auf die Deckel stellen.


 

Vogelbeeren als Dekorationselemente


Aus den reifen und farbenfrohen Früchten lassen sich leicht herbstliche Dekorationen herstellen.
Tischdekoration: Zusammen mit Steckschaum, Blättern, Beeren und einem Windlicht lassen sich sehr schöne Tischkerzen herstellen. Ein paar Blätter außen an einem Tontopf anbringen, den Steckschaum im Topf platzieren, das Windlicht in die Mitte stellen und drum herum die Beeren und kleineren Blätter verteilen. Fertig ist die stimmige Tischdekoration.
Türschmuck: Einen alten Kleiderbügel oder etwas stabileren Draht nehmen und in die gewünschte Form biegen, etwa ein Herz, dann die Vogelbeer-Rispen mit Blumendraht daran befestigen und fertig ist der herbstliche Türschmuck.
Gedeckschmuck: Wenn der Draht schon einmal zur Hand ist, können auch noch ein paar schöne Serviettenringe hergestellt werden. Dazu werden die Vogelbeeren einfach auf den Draht gezogen und um die Servietten gebogen. Einfach und schön.