Monat April

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Themenübersicht:


Gartenarbeit im Überblick

  • Wässern Sie weiterhin bei Trockenheit neu gepflanzte Bäume und Sträucher
  • Pflanzen Sie immergrüne Gehölze und stellen Sie an exponierten Standorten Windschutz auf
  • Spritzen Sie Rosen gegen Sternrußtau
  • Stutzen Sie graulaubie Sträucher zur Förderung von buschigem Wuchs
  • Binden Sie die Jungtriebe von Kletterern an
  • Beschneiden Sie früh blühende Sträucher
  • Teilen Sie Stauden
  • Stützen Sie hohe Stauden
  • Schützen Sie Junpflanzen vor Schnecken
  • Topfen Sie aus Selbstaussaat hervorgegangene Sämlinge ein oder pflanzen Sie um
  • Merzen Sie Unkraut aus. Einjährige Arten werden ausgezupft, ausdauernde ausgegraben
  • Entfernen Sie verwelkte Narzissenblüten
  • Säen Sie einjährige Kletterpflanzen und Gräser
  • Setzen Sie neuen Wasserpflanzen in Gartenteiche
  • Säen oder legen Sie Neurasen aus
  • Düngen Sie gut aufgebaute Rasenflächen
  • Schneiden Sie bei Stauden und insbesondere Gräsern abgestorbene letzjährige Triebe ab, bevor sie den Neuastrieb verletzten
  • Pflanzen Sie sommerblühende Zwiebeln

Setzen Sie immergrüne Hecken

Für die Pflanzung von Koniferen sind die Bedingugen inzwischen so günstig wie für Laubgehölze.

Die meisten vertragen einen Formschnitt, können aber auch weitgehend sich selbst überlassen werden. Eisige Temperaturen bilden jetzt nur noch ein geringes Risiko, trotzdem brauch sie weiterhin einen gewissen Schutz.

Denn starke Winde entziehen den Blättern die Feuchtigkeit mitunter schneller, als die Pflanze sie aus der Erde aufnehmen kann. Falls Ihre Gehölze immer wieder Gefahr laufen auszudörren, sorgen Sie in Ihrem Garten für Windschutz oder weichen Sie auf Arten und Sorten aus, die Wind und Zugluft verkraften.


Kletterrosen erziehen

Mitte März können Sie beruhigt den Winterschutz Ihrer hoffentlich sorgfälltig eingewinterten Pflanzen entfernen. Halten Sie Fliese und Folien tortzdem Griffbereit, falls das Wetter doch nocheinmal umschlagen sollte.
Länger sollten Sie dennoch nicht mit dem Entfernen warten, da den Pflanzen sonst zu warm wird und junge Knospen faulen.

Die Rosen können jetzt abgehäufelt werden. Entfernen Sie erst vorsichtig das gröbste an Erde. Nehmen Sie dann eine Gießkanne und spülen Sie den Rest einfach weg. Passen Sie auf die neuen Knospen auf, diese brechen beim wühlen gerne ab.


Rosen vorbereiten

Spritzen Sie Rosen jetzt mit einem bewährten Fungizid gegen Sternrustau. Diese Erkrankung wird durch einen Pilz verursacht und färbt die die Blätter der Rosen mit schwärzen Felcken ein. Da er nur schwer in den Griff zu bekommen ist, müssen Sie regelmäßig spritzen.
In dem Bestreben, den Einsatz von Spritzmitteln zu reuzieren, wurden inzwischen zahlreiche, resistente Sorten gezüchtet.

Bei Ihren Arbeiten im Rosengarten sollten Sie die Rosen auch direkt auf Blattlausbefall untersuchen. Solange sich noch keine Kolonien gebildet haben, können Sie inzelne Exemplare absammeln oder abbrausen. Alternativ setzt man beim ersten Anzeichen zunächst geziehlt eine Spraydose ein, anstatt gleich alles einzunebeln.


Schnitte und Erziehung

Wenn Sie im Februar noch nicht dazu gekommen sind, sollten Sie Winterheide jetzt mit der Schere stutzen. Die ungepfelgt aussehenden, abgeblühten Triebe werden entfernt damit der Neuaustrieb mehr Platz hat und schön buschig wird.

Beschneiden Sie jetzt auch Sträucher mit dekorativer herbstfärbung wie Holunder oder Perückenstrauch. Dadurch entwickelt das Laub eine besonders intensive Herbstfärbung. Sollen die Sträucher noch etwas in die Höhe wachsen, lässt man 2-3 Zweige ungestört wachsen.

Frühjahrsblüher wie Zierquitten und Forsythien werden ebenfalls im April geschnitten. Die Sträucher entwickeln im Sommer die Blütenansätze für das nächste Jahr und sollten daher nicht im Herbst geschnitten werden. Sonst kann es passieren das die Blüte im nächsten Jahr recht schmächtig ausfällt. Kürzen Sie also die abgeblühten Triebe bis auf 2-3 Knospen über dem Ansatz ein. Bei älteren, eingewöhnten Sträuchern können Sie 1/3 der älteren Triebe bis zur Basis auschneiden um den Neuaustrieb anzuregen.

Regelmäßiges Wässern auch nach dem Schnitt nicht vergessen. Geben Sie ruhig direkt nach dem Schneiden etwas Dünger in die Erde und gießen Sie alles ordentlich an.



Vermehrung von Koniferen

Reißen Sie etwa 7-10cm lange Seitentriebe Ihrer Lieblingskonifere ab. Entfernen Sie an der Basis alle Nadeln sowie die alte Rinde, so dass das innere des Holzes freigelegt ist.

Tauchen Sie die Risslinge mit dem Ende in Bewurzelungshormone wenn Sie diese besorgen können und stecken Sie in Töpfe mit einer 1:1 Mischung aus torffreier Erde und Perlit.

Nach dem Wässern stellt man die Mini-Bäumchen in einem schattigen kalten Kasten oder an den Fuß einer geschützen Wand. Wenn sie nach etwa acht Wochen bewurzelt sind, können sie umgetopft oder ausgepflanzt werden.


Obstgehölze pflegen

Ein stickstoffhaltiger Dünger wie unser Beerendünger tut schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren und Hybriden jetzt besonder gut, denn diese Pflanzen produzieren im Verlauf der Saison viel Wuchs. Beachten Sie jedoch die auf der Packung angegebenen Dosierung, da eine Übersusiereng die Bildung weicher Triebe verusracht und die Pflanzen empfindlich für Krankheits- und Schädlingsbefall macht.

Beschneiden Sie jetzt auch Steinfrüchte wie Kirschen, Pflaumen und Nektarienen.

Belassen Sie vorerst noch den Frostschutz an Ihren Obstbäumen. Trotz der milderen Witterung ist die Frostgefahr noch nicht gebannt.

Untersuchen Sie ihre Obstgehölze auf Schädlinge und Erkrankungen. Gespitz werden sollte allerdings nur in den Abendstunden um bestäubende Insekten zu schützen.

Typische krankheiten sind bei Obstgehölzen Mehltau und bei der schwarzen Johannisbeere auch die Milben, wobei hier eine infektion durch die Milbe nicht auszuschließen ist. Ein Indiz für Milben sind geschwollene Knospen im Spätwinter. Betroffene Johannisbeeren blühen übrigens rot statt grau. Wenn das passiert sollten Sie die Pflanze sofort ausgraben und in der Biotonne (nicht Kompost) entsorgen um weitere Infektionen zu verhindern.


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