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Mischkultur im Gemüsebeet

  Gute Gesundheit durch gute Nachbarschaft

Haben Sie nette Nachbarn, die Ihnen bei Bedarf ein Ohr, eine Hand oder einen Spaten leihen? Dann wissen Sie ja, wie wichtig das für ein angenehmes Miteinander ist. Man hilft sich gegenseitig, überwindet kleine und große Schwierigkeiten, lacht und hat jede Menge Freude zusammen. Diese Summe aus alltäglichen Kleinigkeiten erleichtert den Alltag ungemein. Ähnliches gilt für Pflanzen. Wobei die richtige Nachbarschaft für diese sogar noch wichtiger ist: Gemüse kann nicht einfach umziehen, wenn die Gegend oder die Nachbarschaft nicht gefällt. 

Traditionelles Gärtner-Wissen und neue Wissenschaft bestätigen, dass nebenstehenden Pflanzen sehr wichtig sind und wesentlich über Gesundheit und Ernteertrag entscheiden. Ob Sie schon Selbstversorgung im großen Rahmen betreiben oder gerade erst klein mit einem Hochbeet beginnen, auf dieser Seite finden Sie tolle Tipps und Anleitungen, welches Grün gern nebeneinander existiert und voneinander profitiert.

Die Vorteile einer Mischkultur sind vielfältig:

1. Die Beetflächen werden besser abgedeckt, dadurch wird die Feuchtigkeit besser reguliert und 

    2. unerwünschtes Unkraut unterdrückt. 

    3. Durch die Vielfalt der Blüten werden mehr Insekten angelockt und die Bestäubungsrate erhöht. 

    4. Einige Pflanzen verbessern aktiv den Boden, z.B. die Stickstoffsammler. 

    5. In Partnerschaften werden gezielt und ohne Pestizide Krankheiten und Schädlinge reduziert bzw. abgeschreckt.

    6. Mischkulturen sind optisch ansprechender und richtige Partner

    7. können zudem oft enger beieinander und somit platzsparender gepflanzt werden.

Es wird also insgesamt ein höherer Ernteertrag erzielt und nebenbei auch der Pflegeaufwand reduziert. Was will ein glücklicher Gärtner mehr?

Im Folgen stellen wir einige besonders erfolgreiche Nachbarschaftspartnerschaften und deren Mehrwert vor. Selbstverständlich gibt es noch weitere Pärchen, die nebeneinander stets eine gute Figur machen.

Gurke liebt Dill  

Nicht nur als Salat zum Fischgericht passen diese beiden Pflanzen gut zusammen. Die Liebe geht sogar so weit, dass der Dill auch 'Gurkenkraut' genannt wird. In dieser Partnerschaft profitiert die Gurkenpflanze enorm, denn ihr Begleiter fördert die Keimfähigkeit des meist stark rankenden Gemüses (je nach Sorte). Auch Dill gedeiht besonders gut umrankt von Gurkenpflanzen. Optisch harmonieren die beiden im Beet ebenso perfekt und teilen sich gern einen sonnigen und warmen Standort. Soll die Liebe länger als eine Saison halten, legen Sie Ihre Gurken mit reichlich Dill ein. Eingekocht und fest verschlossen halten sich die Dillgurken monatelang und sorgen auch im Winter für frischen Sommergeschmack auf dem Tisch.

  Kartoffeln und Koriander - solide Partnerschaft

Koriander, der neben Kartoffeln wächst verbessert den Geschmack der Erdäpfel deutlich. Dieser Bonus im Geschmack gilt im Wesentlichen für das Kartoffelwachstum und die Geschmacksbildung in der Erde. Denken Sie daran, dass Sie Ihr Kartoffelbeet jährlich versetzen, damit der Boden sich von diesen Starkzehrer erholen kann. Auch Koriander gedeiht besonders gut in der Nähe der geliebten Knolle. In der Küche hingegen ist die Partnerschaft reine Geschmackssache und sorgt nicht immer für freudige Ausrufe beim Verzehrer - nicht jede Partnerschaft kann rundum perfekt sein! Um diesen Beetpartnern auch in der Küche etwas Nähe zu bieten, reichen Sie doch einen Koriander-Tomatensalat zum Kartoffelgratin.

Schnittlauch schützt Möhre  

Die flachen Wurzeln des Schnittlauchs kommen sich mit den tiefen Wurzeln der Möhren nicht ins Gehege. Gleichzeitig schützt der Eigengeruch des Lauches die zarte Möhre vor einem Befall mit der gefürchteten Möhrenfliege. Der recht robuste Schnittlauch ist - ebenso wie die Möhre vielseitig verwendbar und gibt jeden Gericht ein würzig, frisches Aroma. Lässt man Allium zur Blüte kommen, freuen sich auch die Bienen und andere Insekten über ein leckeres Mahl. Eine Augenweide sind die hübschen lila Kugelblüten inmitten des feinen Möhrenkrautes allemal. An einem lauen Sommerabend zum Knabbern oder als Grillbeilage kommen Möhren mit Schnittlauchquark nicht nur bei Kindern gut an.

  Bohnen und Bohnenkraut - der Name ist Programm

Bohnen und Bohnenkraut gehören untrennbar zusammen. Nicht nur der Name verbindet sie, sondern auch die Umstände. Denn die Aromen des Krautes befeuern die Geschmacksentwicklung der Hülsenfrüchte und halten die Schwarze Bohnenlaus auf Abstand. Auch auf dem Teller bilden die beiden z.B. in Form von marinierten Bohnen mit etwas Zwiebel und Knoblauch eine hervorragende Figur. In dieser Partnerschaft läuft es wirklich rundum harmonisch. Ganz und gar nicht austehen können sich hingegen Bohnen und die verwandten Erbsen. Beide zählen zu der Gattung der Hülsenfrüchte und beeinflussen das Wachstum des Anderen eher negativ.

Zucchini und Borretsch - Freundschaft-Plus  

Zucciniblüten müssen - wie auch Gurkenblüten - für schmackhafte Frühte anständig bestäubt werden. Borretsch lockt mit seinen verführerischen blauen Blüten zahlreiche Insekten an, die die Bestäubung der benachtbarten Nutzpflanzen gleich mit übernehmen. So profitieren beide Pflanzen, die Insekten und auch der Mensch von dieser wunderbaren Freundschaft-Plus. Nicht nur oberirdisch bietet Borretsch einen Mehrwert, auch gibt dieser sogenannte Saponine in den Boden ab und unterstützt so das gesunde Wachstum seiner Nachbarn. Diese positiven Stoffe wehren Pilze und schädliche Fremdorganismen ab. 

  Erdbeere und Knoblauch - süß und würzig

Knoblauch tut für Pflanzen, was er auch für Menschen tut: Er hält natürlich Vampire fern, aber auch Pilze und Bakterien fürchten seinen Geruch. Der Duft beeinflußt den süßen Geschmack der Erdbeere nicht, aber fördert die Gesundheit der recht empfindlichen Früchte doch außerordentlich. Alternativ kann man statt des Knoblauchs auch die mildere Zwiebel einsetzen, erzielt denselben Effekt. Wer in der Küche offen für besondere Geschmackserlebnisse ist, darf dieses Pärchen gern auch dort kombinieren z.B. in Form von Erdbeer-Bruschetta. Ebenfalls gesundheitsfördernd für die knallig roten Erdbeeren und optisch als schöne Ergänzung wirkt der lila blühende Schnittlauch. Erdbeeren mögen es eben würzig.

     Salat und Ringelblumen - Tradition mit Bestand  

Zwei Klassiker treffen aufeinander und bringen Mehrwert für Gesundheit, Auge und Gaumen. Ringelblumen schützen den Salat gegen Nematoden und Drahtwürmer, erhöhen den Ernteertrag und fördern die Bodengesundheit. Natürlich sehen sie dazu noch schön aus und können für die hausgemachte Ringelblumensalbe verwendet werden. 100% biologisch aus dem Garten Ihres Vertrauens! Die traditionellen Ringelblumen sind zudem eine wertvolle Quelle für Schmetterlinge, Biene und Co. Auch zum Verfeinern und Aufhübschen von Salaten und anderen Speisen eignen sich die leuchtenden Blütenblätter hervorragend. Ringelblumen sind übrigens sehr gesellige und harmoniebedürftige Nachbarn: Auf nahezu alle Gemüseesorten haben die Schönheiten einen durchweg positiven Einfluss.

  Kürbis und Kapuzinerkresse - Harmonie pur

Kapuzinerkresse löst für den Flachwurzler gleich mehrere Probleme: Durch die großen Blätter unterdrückt sie zuverlässig das lästige Unkraut und schützt gleichzeitig auch noch vor Austrocknung durch intensive Sonneneinstrahlung im Sommer. Kapuzinerkresse ist nicht nur nützlich für den Kürbis, sondern beeindruckt auch den Menschen mit Optik und Geschmack. Die hübschen Blüten verzieren Salate und geben Speisen einen leicht scharf-würzigen Pfiff. In eher milden Wintern hält diese Freundschaft gut und gerne bis in den späten Herbst hinein und strahlt nicht nur farblich Harmonie aus.

      Porree und Wermut - keine Chance der Motte  

Früher wurde Wermut als Grundstoff für den berühmten Absinth viel angebaut, aber auch als Tee ist er für den unruhigen Magen wertvoll. Darüberhinaus schützt er durch seinen eigenwilligen Duft den Porree gegen die gefürchtete Lauchmotte, die oft recht unbemerkt die Ernte gefährdet. Martini - der den klassichen Wermutgeschmack beinhaltet - ist eben nicht jeder Mottes Ding. Obwohl Wermut hauptsächlich in Nordafrika beheimatet ist, fühlt er sich an einem sonnigen Standort auch bei uns heimisch. Die Liebe zur Sonne teil er sich mit dem im Mittelmeerraum heimischen Porree. Gemeinsamkeiten und Fürsorge verbinden.

  Erbsen und Borretsch - vielseitige Partner

Borretsch lockt mit seinen verführerischen Blüten Insekten an, die zur Bestäubung der davon abhängigen Pflanzen dienen.Gerade Erbsen sind auf die Bestäubung angewiesen - ohne Pollen keine Erbsen. Er ist ebenfalls ein guter Partner für Gurken, daher auch der Name 'Gurkenkraut'. Geschmacklich ist Borretsch der Gurke recht ähnlich. Möglich ist auch eine Nebenpflanzung von Gurke als dritter Nachbar. Auch ohne nennenswerten positiven Mehrwert können Erbsen und Gurken nebeneinander stehen, denn einander stören oder negativ beeinflussen tun diese sich nicht. Generell ist Borretsch ein sehr vielseitiger und wertvoller Partner für fast alle Gemüsesorten. Mit seinen außergewöhnlichen sternenförmigen blauen Blüten zieht er nicht nur Insekten an, sondern auch alle Blicke auf sich.