+++ Apfel Braeburn für 4,99 € +++ Ideal für Bienen und Obstfreunde +++ close
Foto: Iva Vagnerova / Shutterstock.com

Gehölze für den Indian Summer im Garten

Wie man den Herbst zum Leuchten bringt? Mit passenden Pflanzen, die die trübe Jahreszeit verzaubern! Sie decken mit ihrer attraktiven Laubfärbung das ganze Farbspektrum zwischen Gelb, Orange und Rot ab und bringen so ein Indian-Summer-Feeling in den Garten.

Super Wetter und ein fantastisches Farbenmeer: Das ist der Indian Summer, der ab Ende September die üppigen Laubwälder Nordamerikas in buntes Licht taucht. In kleinerem Maßstab kann man sich diesen Rausch auch in den Garten holen. Bäume und Sträucher, aber auch Stauden mit attraktiver Herbstfärbung gibt es in großer Vielfalt. Kein Grund zur Traurigkeit also, wenn der Sommer sich verabschiedet. Denn wie schon der Philosoph und Schriftsteller Albert Camus sagte: „Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wobei jedes Blatt zur Blüte wird.“

Warum färben sich die Blätter im Herbst?

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, ist das für Pflanzen das Zeichen zur Einkehr. Die Photosyntheseleistung wird zurückgefahren, und das für die Photosynthese notwendige Chlorophyll, der grüne Farbstoff in den Blättern, wird abgebaut. Nun werden die gelben Carotinoide und die roten Anthozyane sichtbar. Sie waren zwar auch vorher schon im Blatt enthalten, wurden aber vom Chlorophyll verdeckt. 

 Wer Herbstzauberpflanzen an gut sichtbare Stellen im Garten setzt, kann sich auch an trüberen Tagen über kräftige Farben freuen. Besonders attraktiv wird der Indian Summer im Garten natürlich, wenn man mehrere Herbstfarben-Stars kombiniert. Ein paar Bäume und Sträucher mit beeindruckender Blattfärbung stellen wir euch hier vor. Natürlich gibt es viele weitere Arten wie beispielsweise Scharlachwein, Zaubernuss, Aronia, Ginkgo, Dreiblattspiere oder Amberbaum.

1. Korkflügelstrauch (Euonymus)

Je nach Standort wird das mehrstämmig wachsende Pfaffenhütchen zwei bis sechs Meter hoch. Seine unauffälligen gelb-weißen Blüten, die im Mai und Juni erscheinen, sind reich an Nektar und bei Bienen, Schwebfliegen und Ameisen sehr beliebt. Die orange-roten Früchte, die optisch an die Kopfbedeckung von Geistlichen erinnern, reifen ab August und werden von Vögeln wie Drosseln, Elstern, Amseln und Rotkehlchen gefressen. „Rotkehlchenbrot“ wird die Pflanze daher auch genannt. Aber nicht nur die Früchte, sondern auch das herbstgefärbte gelb-orangefarbene bis karminrote Laub machen das heimische Gehölz zu einem lodernden Eye-Catcher. Bitte beachten: Die Pflanze ist für Menschen hochgiftig!

2. Schneeball (Viburnum)

Mehr als 150 verschiedene Arten gehören zu der Gattung der Schneebälle. Bei uns heimisch sind der Gewöhnliche Schneeball und der Wollige Schneeball. In unseren Gärten finden sich aber noch viele weitere Arten, die ebenfalls winterhart sind. Die Blüten des Schneeballs sind bei vielen Sorten schneeweiß, bei einigen Sorten gehen sie ins Cremefarbene oder sie haben einen leichten Rosaton. Auch wenn manche Sorten blaue oder schwarze Früchte entwickeln, leuchten die Früchte in der Regel glänzend rot – und das noch lange nach dem Laubfall, sogar bei Schnee. Zerquetschen sollte man sie besser nicht. Sie stinken nämlich auffällig nach Schweiß. Wie beim Pfaffenhütchen auch sind im ausgehenden Jahr nicht nur die Beeren eine Zierde. Auch das Laub wirft sich in Schale und leuchtet in Orange-rot und manchmal auch in Dunkelrot. Diese Herbstfärbung gibt es aber nicht bei allen Arten und Sorten.

3. Hartriegel (Cornus)

Zur Gattung der Hartriegel gehören etwa 50 Arten, von denen die meisten als Sträucher oder kleine Bäume wachsen. Hierzulande heimisch sind zwei Arten: die Kornelkirsche und der Blutrote Hartriegel. Neben attraktiven Blüten – hier sei besonders der Blumenhartriegel erwähnt – bietet die Pflanze auch eine intensive Herbstfärbung. Bei manchen Hartriegeln färbt sich das Laub strahlend gelb, bei anderen knallig rot. Ebenfalls ein Hingucker: die Rinde der Pflanze. Die ist nämlich bei einigen Arten kräftig rot.

4. Feuer-Ahorn (Acer ginnala)

Spitzahorn, Bergahorn und einige andere Arten des Ahorns sind für viele Gärten sicher zu groß. Aber es gibt auch kleinere Arten unter den Ahornen. Auch diese erfreuen größtenteils mit einer sehr attraktiven Herbstfärbung: der Feuer-Ahorn zum Beispiel, der seinen Namen dem feurigen karmin- bis dunkelroten Herbstauftritt verdankt. Dieser Ahorn wird als Großstrauch oder Kleinbaum höchstens sechs Meter hoch.

5. Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Dem kupferfarbenen Austrieb seiner Blätter verdankt der vier bis sechs Meter hoch wachsende Großstrauch seinen Namen. Er blüht von Ende April bis Mai in überbordender Fülle reinweiß und bildet danach Früchte aus, die im Juni und Juli reifen. Die bei Vollreife blau-schwarzen Früchte sind ein köstliches Wildobst. Sie können roh gegessen, zu Marmelade der Gelee verkocht oder zu Eis verarbeitet werden. Weil die vertrockneten Früchte der Kupfer-Felsenbirne den Korinthen ähneln, wird die Pflanze auch als Korinthenstrauch bezeichnet. Vielleicht noch schöner als Blüte und Fruchtbehang ist die intensive Herbstfärbung der Blätter, die von strahlend gelb über orangerot bis hin zu rot rangiert.

6. Wilder Wein (Parthenocissus)

Eine Rakete unter den Indian-Summer-Könnern ist mit einem Jahreszuwachs von bis zu einem Meter der Wilde Wein, auch Selbstkletternde Jungfernrebe genannt. Er stammt, wie die Kupfer-Felsenbirne auch, aus Nordamerika und kann eine Höhe von 20 Metern erreichen. Aus ihren eher unspektakulären weißen Blüten bilden sich die etwa einen halben Zentimeter kleinen, dunklen, leicht giftigen Früchte. Die machen sich im Kontrast zu dem Laub, das sich vergleichsweise früh verfärbt – nämlich mitunter schon Anfang September –, besonders gut. Die Farben der Blätter reichen dann von gelb über orange hin zu knallrot.

Überleitung zu geeigneten Pflanzen


Korkflügelstrauch Fireball

Zur Pflanze

Zwerg- Schneeball

Zur Pflanze

Purpur- Hartriegel

Zur Pflanze

Feuerahorn

Zur Pflanze

Kupfer- Felsenbirne

Zur Pflanze

Wilder Wein Veitchii

Zur Pflanze