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Funkien: Blattschmuck-Stars im Schatten

Sie wirken edel und erhaben und bringen mit ihren wohlgeformten, großen Blättern Struktur in den Garten: die Funkien. Die winterharten, variantenreichen Stauden sind die perfekten Pflanzen für schattige Plätzchen. Sie fungieren gut als Einzelkämpfer, sind aber auch gute Team-Player.

Eine Funkie ist nicht nur eine Pflanze. Eine Funkie ist ein Standpunkt. Mit ihren fast stilisiert wirkenden Blättern strahlt sie Ruhe aus, Klarheit und Eleganz.

Zu den Hosta oder Herzblattlilien, wie diese Pflanzen auch genannt werden, zählen rund 4000 Sorten in etlichen Farben und Formen und oft mit bemerkenswerten Namen. Es gibt Zwergsorten wie „Blue Mouse Ears“, die nur eine Höhe von 10 bis 30 Zentimeter erreichen und Riesensorten wie die nach der chinesischen Kaiserin benannte „Empress Wu“, die rund 1,5 Meter hoch werden kann. Ihre Heimat haben die Funkien in Japan. Die meisten der etwa 40 Wildarten kommen von dort, einige auch aus China oder Korea.

Nicht umsonst zählen Funkien zu den Blattschmuckstauden. Während bei vielen Pflanzen die meist nur wenige Wochen andauernde Blüte das optische Highlight ist, zeigen sich diese Pflanzen die ganze Vegetationsperiode hindurch von ihrer besten Seite. Denn bei ihnen sind die Blätter der eigentliche Schmuck: grün, blau, gelb, weiß, ein-, zwei- oder mehrfarbig, gefleckt, gestreift oder umrandet – alles ist möglich. Und blühen können sie auch noch. Die hellvioletten oder weißen Blüten erscheinen je nach Sorte von Juni bis August und erinnern an Glockenblumenblüten.

Standort und Boden

Schattige oder halbschattige Plätze im Garten stellen für viele Gärtner eine Herausforderung dar. Funkien können hier eine tolle Lösung sein, denn sie sind im Schatten und Halbschatten am besten aufgehoben – besonders die Sorten mit blauen Blättern. Grün- und gelblaubige Sorten vertragen, wenn sie ausreichend feucht gehalten werden, zwar meist mehr Sonne, dennoch bleiben auch bei ihnen schattige Bereiche die erste Wahl. Eine Ausnahme stellt die Lilien-Funkie (Hosta plantaginea) dar. Sie gedeiht auch an sonnigeren Standorten. Ihre weißen, duftenden Blüten erscheinen im Vergleich zu anderen Funkien spät, nämlich von Juli bis in den September hinein.

Funkien brauchen einen humusreichen, frischen und gut durchlässigen Boden.

Funkien kombinieren

Ob als Solitär oder in Kombination gepflanzt: Funkien steht beides gut. Wer die schmucken Stauden nicht in Einzelstellung pflanzen möchte, kann sie gut unter Bäume und Sträucher setzen oder sie mit Gräsern vergesellschaften. Die klare Struktur der Blätter passt super zu verspielten und kleinteiligen Formen von Farnen und Schattengräsern wie den Seggen oder der Waldschmiele. Auch in Kombination mit verschiedenen schattentauglichen Stauden wie Herbst-Anemonen, Astilben, Purpurglöckchen oder Storchschnäbeln kommen die Stauden gut zur Geltung. Unterschiedliche Funkien miteinander zu kombinieren ist ebenfalls eine gute Idee und bei dem Variantenreichtum der Pflanze kein Problem.

Funkien treiben recht spät im Frühjahr aus, Narzissen und Krokusse hingegen sind früh dran. Zusammen in einen Kübel gepflanzt ergänzen sie sich perfekt. Wenn die Frühblüher abblühen, gehen die Funkien gerade erst an den Start.

Funkien pflegen und vermehren

Ein Schwung Kompost im Frühjahr, besonders bei den noch jungen Pflanzen, reicht als Dünger meist aus. Manche Gärtner schwören in der Zeit der Blütenbildung zusätzlich auf etwas Kaffeesatz, der die Pflanzen mit dem benötigten Phosphor versorgt.

Vermehren lassen sich Funkien am besten im Frühjahr durch Teilung des Wurzelstocks. Dazu benötigt man einen scharfen Spaten und ein bisschen Kraft. Die so entstandenen Wurzelteile werden an passenden Standorten unter Zugabe von Kompost wieder eingepflanzt. Das Teilen ist für die Pflanze eine Verjüngungskur, die sie robuster, vitaler und blühfreudiger macht. Dennoch ist das Teilen eher Möglichkeit als Notwendigkeit.

Schneiden muss man Funkien nicht. Die Blätter vergilben im Herbst und verrotten über den Winter an Ort und Stelle und stellen gleichzeitig einen natürlichen Winterschutz für die Pflanze dar. Bei Bedarf kann man die Reste im Frühjahr entfernen, aber nötig ist das nicht. Im Freiland sind Funkien winterhart. Nur bei sehr jungen Pflanzen ist eine schützende Schicht aus Reisig oder Laub anzuraten. Genauso bei Funkien, die in Töpfen wachsen. Dicht an die Hauswand auf Styropor- oder Holzplatten gestellt, sind die Pflanzen dann meist ausreichend vor Bodenfrost geschützt. Eine Ummantelung mit einem Vlies oder Kokosmatten schützt bei starken Frösten zusätzlich.

Schnecken

Wenn Schnecken sich ein eigenes Beet bepflanzen könnten, würden sie sich für Funkien entscheiden. Denn kaum eine andere Pflanze im Garten hat auf sie eine so große Anziehungskraft. Manchmal verschwinden über Nacht ganze Pflanzen. Junge Triebe und weiche Blätter sind besonders gefährdet. Sind die Blätter nicht weg-, sondern nur angefressen, kann man sie knapp über dem Boden abschneiden, damit die Pflanze neu austreiben kann.

Nicht alle Funkien-Sorten sind bei Schnecken gleichermaßen beliebt. Sorten, die feste, dicke und ledrige Blätter haben oder durch aufrechten Wuchs und längere Blattstiele unbequemer zu erreichen sind, werden oft gemieden. Zu diesen eher verschmähten Sorten gehören unter anderem Big Daddy, Blue Angel, Whirlwind, Devon Green, Snowden, Regal Splendor, Empress Wu, Blue Mouse Ears, El Nino, Halcyon und June.

Neben der Sortenwahl spielt auch die Zugänglichkeit eine Rolle. Während Funkien im Beet meist leicht zu erreichen sind, stellen Kübel für Schnecken größere Hindernisse dar. Mit einer schneckenunfreundlichen Platzierung der Gefäße lässt sich der abschreckende Effekt noch verstärken. Wer außerdem darauf achtet, nur morgens zu gießen, setzt den Schnecken eine weitere Hürde – im Beet genauso wie im Kübel. (-> weitere Taktiken um Schnecken zu verschrecken)

Schaut doch mal in unser großes Funkien-Sortiment rein. Vielleicht findet ihr den einen oder anderen, kleinen oder großen Blattschmuck-Star, der in eurem Garten seinen großen Auftritt haben könnte. Hier schon mal eine kleine Auswahl: