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Frühblüher pflanzen:

Stauden

Wenn in den ersten Wochen des Jahres Bäume und Sträucher noch kahl sind und auch in den Beeten nicht viel los ist, wächst bei vielen Gärtnern die Sehnsucht nach den Farben und Düften des Frühlings. Wer sich die lange Wartezeit verkürzen möchte, ist mit Frühblühern gut beraten. Wir stellen euch sechs Stauden vor, die mit ihren attraktiven, bunten Blüten schon recht früh im Jahr buntes Leben in den Garten zaubern.

Viele Gärtner denken zuerst an Schneeglöckchen, Krokusse und andere typische Zwiebel- und Knollenpflanzen, wenn sie das Wort Frühblüher hören. Dabei gibt es auch unter den Stauden eine ganze Menge mehr Pflanzen, die frühzeitig blühen – nämlich zwischen März und Mai.

Herbst: eine gute Zeit zum Einwurzeln

Für die meisten Stauden ist der Herbst eine gute Pflanzzeit. Denn während das oberirdische Wachstum bereits abgeschlossen ist, geht das unterirdische weiter. Die im Boden gespeicherte Wärme des Sommers und die zunehmende Menge an Niederschlag bieten den Pflanzen beste Bedingungen fürs Wurzelwachstum. Gut eingewurzelt kommen die Pflanzen nicht nur problemlos über den Winter, sondern haben auch optimale Voraussetzungen für einen kräftigen Austrieb im Frühjahr.

Wie werden Stauden gepflanzt?

Weitere gute Bedingungen für Stauden schafft man, wenn man die unterschiedlichen Standort- und Bodenansprüche der Pflanzen berücksichtigt. Ist die Pflanzfläche ausgesucht, sollten alle Unkräuter gründlich entfernt und der Boden gut gelockert werden. Bei Bedarf ist etwas Kompost hinzuzufügen. Das Einwurzeln funktioniert besser, wenn sich der Wurzelballen der Staude in einem Eimer mit Wasser vollsaugen kann und dieser zudem mit den Händen ein wenig gelockert wird. Nach dem Einpflanzen ist es wichtig, die Staude gut anzugießen, damit sich Hohlräume zwischen Ballen und Umgebung schließen können. Eine Mulchschicht aus Laub und Reisig schützt die Pflanzen vor starkem Frost. Manche Gärtner markieren die Pflanzstellen mit kleinen Schildchen, um den Überblick zu behalten.

Stauden mit Zwiebel- und Knollenpflanzen kombinieren

Im Gegensatz zu Schneeglöckchen, Krokus & Co. behalten die meisten Stauden ihre Blätter noch lange nach der Blüte. Sie zieren also auch noch im Sommer die Beete. Kombiniert man sie mit frühblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen, hat das zwei Vorteile. Zum einen fallen die welkenden Blätter der Zwiebel- und Knollenpflanzen nicht so ins Auge, wenn sie zwischen Stauden wachsen, und zum anderen verlängert sich die Blütenpracht auf der Fläche.

Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)

Manch einer kennt die Pflanze unter dem Namen Küchenschelle. Mit Küche oder Kochen hat die Pflanze jedoch nichts zu tun. Küchenschelle ist nichts weiter als eine Verniedlichung von Kuhschelle. Diese Bezeichnung erklärt sich durch die Blütenform, die halbgeschlossen einer Kuhglocke oder eben -schelle ähnelt. Von März bis April zeigt die bei Insekten sehr beliebte Pflanze ihre meist violetten, aber manchmal auch weißen, rosafarbenen oder roten Blüten. Sind diese verblüht, bilden sich die super attraktiven, seidig glänzenden Samenstände. Und das auch noch in exponierter Lage: Die Stängel strecken sich nämlich während der Bildung der Samenstände noch einmal um rund 20 Zentimeter, so dass die Endhöhe der Pflanze bei etwa 40 Zentimetern liegt. Früher war den Menschen die glänzende, wildhaarige Erscheinung der Samenstände unheimlich, was in den Bezeichnungen Bocksbart oder Teufelsbart seinen Ausdruck findet. 

 Die Kuhschelle bevorzugt einen normalen, aber unbedingt gut durchlässigen Gartenboden, der gerne auch etwas kalkhaltig sein darf. Beim Pflanzen sollten Handschuhe getragen werden, da die Staude giftig ist und eine stark hautreizende Wirkung hat.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Wer zwischen Februar und April einen Waldspaziergang unternimmt, stößt vielleicht auf die großen, weißen Blütenteppiche, die das Buschwindröschen in den noch unbelaubten Wäldern bildet. Als Waldbewohnerin mag die 10 bis 25 Zentimeter hoch wachsende, heimische Wildblume am liebsten einen halbschattigen Standort unter hohen Sträuchern oder Bäumen mit einem lockeren und humosen Boden. Kombinieren lässt sich die flächig wachsende Staude mit ebenfalls frühblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Krokussen, Winterlingen, Blausternchen oder Duftveilchen. Genauso gut macht sich die Pflanze auch im Zusammenspiel mit spätaustreibenden Schattenstauden wie Funkien oder Astilben. Der Name Buschwindröschen – so wird gemutmaßt – leitet sich von der Tatsache ab, dass die Blütenblätter leicht vom Wind verweht werden.

Bergenien (Bergenia)

Sie war nicht umsonst die Staude des Jahres 2017: Bergenien sind das ganze Jahr über attraktiv. Je nach Sorte zeigen sie von Ende März bis in den Mai hinein meist rosafarbene oder rote, aber manchmal auch weiße Blüten, die in Trauben an bis zu 40 Zentimeter hohen Stielen wachsen. Auch die ledrigen Blätter, die den Winter über an der Pflanze bleiben, sind ein Hingucker. Sie sind groß, rundlich und grün bis rot gefärbt. Die meisten Sorten bekommen eine beeindruckende Herbstfärbung, die von rot über bronze bis hin zu violett reicht. Am liebsten wächst die Blattschmuckstaude an sonnigen bis halbschattigen Plätzen mit einem durchlässigen, frischen und nährstoffreichen Boden. Wer kombinieren möchte, erzielt mit Gräsern und mit frühblühenden Zwiebelpflanzen gute Effekte. 

 Tipps: Sowohl Blüten als auch Blätter machen sich gut in der Vase. Und einige Sorten, wie beispielsweise die „Bergenia Herbstblüte“, bilden im Herbst zuverlässig eine zweite Blüte.

Lungenkraut (Pulmonaria)

Von März bis Mai blüht das Lungenkraut weiß, rosafarben, rot oder blau. Es wächst bevorzugt unter Sträuchern oder Bäumen in halbschattiger Lage. Es kommt zwar auch im Schatten klar, blüht dort aber weniger intensiv. Noch viel mehr Infos über die bei Hummeln und Wildbienen sehr beliebte Staude findet ihr hier.

Echte Schlüsselblume (Primula veris)

Zu ihrem Namen kam die heimische Wildstaude vermutlich, weil ihr Blütenstand eine Ähnlichkeit mit einem Schlüsselbund aufweist. Die bis 25 Zentimeter hoch wachsende Staude blüht von April bis Mai und verströmt dabei einen süßen Duft. Wächst sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoff- und humusreichem, frischem und kalkhaltigem Boden, bildet sie durch Selbstaussaat bald dichte Bestände. Auch in der Vase macht sich die gelbe Frühlingsbotin gut. 

 Übrigens: Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) blüht schon ab März.

Duftveilchen (Viola odorata)

Die wunderbar duftenden immergrünen Bodendecker blühen je nach Sorte von März bis Mai meist violett, aber auch rosa und weiß. Viele Dichter haben das romantische Blümchen in ihren Werken erwähnt. Vielleicht erinnert ihr euch an alte Schulzeiten und das Frühlingsgedicht von Eduard Mörike? „Veilchen träumen schon, wollen balde kommen…“ Die höchstens 15 Zentimeter hohe Staude bildet durch oberirdische Ausläufer an halbschattigen Orten wie an Gehölzrändern, unter Sträuchern oder Bäumen ganze Teppiche und lässt sich wunderbar mit frühblühenden Zwiebelpflanzen wie Krokussen oder Winterlingen kombinieren.

Hier findet ihr erstmal ein paar Sorten der vorgestellten Arten:


Bl. Kuhschelle

Zur Pflanze

Buschwindröschen

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BWR Robinsonian

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Bergenie Admiral

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Kuhschelle Alba

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Bergenie Baby Doll

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Lungenkraut Mrs. Moon

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Rotbl. Lungenkraut

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Duftv. Königin Charlotte

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Apotheker- Schlüsselblume

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Hohe Schlüsselblume

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