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Frühblüher pflanzen:

Zwiebel- und Knollenpflanzen

Auch wenn die winterliche Tristesse in den ersten Wochen des Jahres kein Ende zu nehmen scheint. Irgendwann passiert es – manchmal sogar schon Ende Januar: Die ersten Frühblüher schießen aus dem Boden und kündigen mit zahlreichen bunten Blüten die neue Gartensaison an. Zwischen September und November ist die beste Zeit, um für diesen farbenfrohen Auftritt die Grundlagen zu legen: Pflanzzeit für Frühblüher!

Früher oder später kommt in jedem Jahr der magische Moment: Die Schneeglöckchen stoßen durch die Erde und nähren mit ihren kleinen, weißen Blüten die Vorfreude auf das kommende Gartenjahr. Ihnen folgen bald farbkräftige weitere Frühblüher wie Winterlinge, Blausternchen, Traubenhyazinthen und natürlich Krokusse.

Zwiebeln und Knollen sind echte Energiebündel

Wer sich diesen Genuss nicht entgehen lassen möchte, greift am besten zwischen September und November zur Schaufel, um Zwiebeln und Knollen in den Boden zu bringen. An den ersten wärmeren Tagen im folgenden Jahr geht es dann los – und zwar ratzfatz. Dieses Tempo können die Pflanzen nur vorlegen, weil sie gute Reserven haben. Die Energie, die sie zum Wachsen brauchen, ist nämlich in den Zwiebeln und Knollen gespeichert.

Vielfältige Standortmöglichkeiten

Vor dem Pflanzen sollte man den Standort genau planen, denn viele Frühblüher sind mehrjährig und zudem recht ausbreitungsfreudig. Häufig werden sie unter Laubbäume, vor Hecken oder zwischen Sträucher gesetzt. Dabei sollte man immer die Wuchshöhe der Pflanzen berücksichtigen, damit sowohl Frühblüher als auch Gehölze genug Platz haben. Ebenso wie an Gehölzen können Frühblüher auch mitten auf dem Rasen wachsen. Das sollte aber gut überlegt sein, denn breiten sich die Pflanzen stärker aus als erwünscht, ist das Ausgraben der Zwiebeln und Knollen sehr mühsam und hinterlässt dazu noch einen löchrigen Rasen. Ein beliebtes Vorgehen beim Pflanzen ist die Wurftaktik. Dabei werden verschiedene Zwiebeln und Knollen gemischt und einfach auf die vorgesehene Pflanzfläche geworfen. Genau dort, wo sie hinfallen, werden sie eingepflanzt. Das wirkt meist natürlicher als streng arrangierte Zentimetermaßpflanzungen. Aber Achtung! Mindestabstände sind trotzdem einzuhalten, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig behindern und mögliche Krankheiten kein so leichtes Spiel haben. Besonders kreative Gärtner versuchen sich im Musterpflanzen. Dabei werden die Zwiebeln und Knollen so gesetzt, dass die Pflanzen ganze Bilder, Symbole oder auch Worte bilden. Kleiner Wermutstropfen für alle Kunstpflanzer: Klar erkennbar bleiben diese Muster aufgrund der Verwilderung der Frühblüher nicht lange.

Wie wird gepflanzt?

Die Pflanztiefe bestimmt sich nach einer einfachen Faustregel: Die Zwiebeln oder Knollen sollten so tief gesetzt werden, dass zwischen ihnen und der Erdoberfläche die doppelte Zwiebelhöhe an Erde Platz findet. Das bedeutet, dass beispielsweise eine zwei Zentimeter große Zwiebel von etwa vier Zentimetern Erde bedeckt sein sollte. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass die Triebspitzen nach oben zeigen. Wird oben und unten vertauscht, haben es die Pflanzen unnötig schwer. Die Triebe müssen dann erst an der Zwiebel vorbeiwachsen, um an die Oberfläche zu gelangen. Staunässe mögen die meisten Frühblüher gar nicht, jedoch schätzen sie – zumindest im Frühjahr – einen gleichmäßig feucht-frischen Boden.

Ein heißer Trick bei Kälte und Schnee

Oft kommt es nach dem Austrieb der Frühblüher nochmal zu Kälteeinbrüchen und Schneefällen. Meist macht das den Pflanzen nichts aus, denn sie haben ihre Tricks. Laub auf dem Boden schützt sie genauso wie ihr geringes Höhenwachstum. Ist euch schon mal aufgefallen, dass von Schnee umgebene Schneeglöckchen oder auch Krokusse einen kleinen schneefreien Ring um sich herum haben? Um das zu bewerkstelligen, bedienen sich die Pflanzen eines heißen Tricks: Sie sind in der Lage, bei Bedarf natürliche Frostschutzmittel zu produzieren und können Wärme erzeugen, die den Schnee in ihrer unmittelbaren Nähe zum Schmelzen bringt.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Sie geben den Startschuss: Wenn die ersten Schneeglöckchen ihre Triebe durch den Boden schieben und ihre weißen kleinen Blüten zeigen, dann naht der Frühling. Manchmal schon im Januar, aber meist im Februar beginnt die Blütezeit. Für Wildbienen sind die rund zehn Zentimeter hoch wachsenden Schneeglöckchen eine sehr wichtige Pflanze, weil sie sowohl Nektar als auch Pollen liefert. Auf natürliche Weise vermehren sich Schneeglöckchen durch ihre Samen. Diese sind mit einem kleinen Anhang versehen, den Ameisen gerne fressen. Die Ameisen tragen die Samen umher und lassen sie dort liegen, wo sie ihre Mahlzeit beenden.

Winterlinge (Eranthis hyemalis)

Richtig Farbe kommt ins Spiel, wenn sich fast zeitgleich mit den Schneeglöckchen die Winterlinge zeigen. Direkt unter den gut zwei Zentimeter großen knallgelben Blüten sitzt ein grüner Blätterkragen, der optisch ein wenig an eine Halskrause erinnert. Winterlinge neigen dazu, mit der Zeit große Blütenteppiche zu bilden, denn sie versamen sich problemlos von selbst. Mehr noch als die Schneeglöckchen bieten die stark giftigen Hahnenfußgewächse, die mit höchsten sieben Zentimetern sehr niedrig bleiben, vielen Insekten reichlich Nahrung.

Blausternchen (Scilla siberica)

Scilla siberica ist hierzulande der am häufigsten gepflanzte Blaustern. Jede Zwiebel zeigt zwischen März und April bis zu vier leuchtend blaue Blütenstände, die zehn bis zwanzig Zentimeter hoch werden können. Wie bei den anderen Frühblühern auch, sollte das Laub der insektenfreundlichen Zwiebelpflanze nach der Blüte nicht sofort abgeschnitten werden, denn die Pflanzen brauchen noch einige Zeit, um genügend Nährstoffe für die nächste Runde im folgenden Frühjahr einzulagern. Der richtige Schnittzeitpunkt ist gekommen, wenn das Laub vertrocknet ist.

Krokusse (Crocus vernus)

Die verschiedenen Krokusarten blühen in den unterschiedlichsten Farben und bleiben mit acht bis zehn Zentimetern relativ klein. Manche strecken schon ab Februar ihre Köpfe aus der Erde, manche erst im März. Mit etwas Glück – oder vielleicht auch Pech – kann man ein ganz besonderes Krokus-Spektakel beobachten. Manchmal passiert es nämlich, dass Amselmännchen gelbe Krokusse angreifen und zerfetzen. Diese sprießen genau zur Balzzeit der Amseln und erinnern in ihrer Form an die dottergelben Amselschnäbel. Um vermeintliche Rivalen aus dem Feld zu schlagen, machen sich manche Amselmännchen über aufblühende Krokusse her.

Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum)

Die auch als Perlhyazinthen bekannten Pflanzen sind etwas später dran als die vier anderen vorgestellten Frühblüher. Die knapp zwanzig Zentimeter hoch werdenden Pflanzen haben erst im April und Mai ihren großen, blauen Auftritt. Aus den in Trauben zusammenhängenden kleinen Einzelblüten bilden sich Kapselfrüchte, in denen die schwarzen Samen reifen. Über diese und auch über Brutzwiebeln vermehren sich die bei vielen Insekten beliebten Traubenhyazinthen überaus üppig.

Heute schon an morgen denken und das Frühblüher-Glück pflanzen:


Schneeglöckchen

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Blausternchen

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Winterling

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Krokusse Mix

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Traubenhyazinthe

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