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Foto: Edita Medeina / Shutterstock.com

Clematis:

Standort und Pflege der attraktiven Kletterpflanze

Wie es sich für eine Hoheit gehört: Mit überbordender Blütenfülle, prächtigen Farben und ihrer raumgreifenden Erscheinung zieht die Clematis alle Blicke auf sich. Über die Königin der Kletterpflanzen und ihre Besonderheiten in Sachen Sonne und Schatten, Einsatzmöglichkeiten und Schnittgruppen.

Die Clematis ist eine der beliebtesten Kletterpflanzen in unseren Gärten. Kein Wunder, denn sie kann schnöde Hauswände in Blütenmeere und einfache Zäune in blühende Wälle verwandeln. Dabei ist sie auch noch unfassbar vielseitig. Die meisten Arten und Sorten sind verholzende Kletterpflanzen, einige sind Halbsträucher und ein paar gehören zu den krautigen Stauden. Der größte Teil ist sommergrün, aber es gibt auch immergrüne Arten. Manche blühen früh im Jahr, andere spät. Viele Wildarten haben riesige Mengen kleiner Blüten, während zahlreiche Hybriden gezüchtet wurden, die großblumig sind und im Extremfall sogar einen Blütendurchmesser von 20 Zentimetern erreichen können. Farblich ist von zart bis knallig fast alles dabei. Alle Rosa-, Violett- und Blautöne sind zu haben, genauso wie weiß, gelb und rot.

Eine große Gattung mit drei einheimischen Arten

Clematis, auch als Waldrebe bekannt, stellt eine eigene Gattung in der Familie der Hahnenfußgewächse. Ihr gehören rund 300 Arten an, von denen drei – nämlich die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) und die Aufrechte Waldrebe (Clematis recta) einheimisch sind. In unseren Gärten findet sich eine Vielzahl unterschiedlichster Arten und Sorten.

Die Waldrebe effektvoll einsetzen

Einige starkwüchsige Arten können bis in eine Höhe von 12 Metern klettern. Sie eignen sich für Zäune, Pergolen und zum Beranken von Bäumen. Die meisten Clematis bleiben aber mit 2 bis 8 Metern deutlich kleiner. Großblumige Arten machen sich an Spalieren, Wänden und Rosenbögen sehr gut. Kombiniert man sie mit Rosen, ist der Blütentraum perfekt. Relativ klein und daher sehr gut für Kübelbepflanzungen geeignet sind Stauden-Clematis, die zwischen 40 und 200 Zentimeter hoch werden und nicht ranken. Manche Clematis-Arten passen aber auch gut in Beete und können sogar als Bodendecker eingesetzt werden.

Clematis mag einen schattigen Fuß

In der freien Natur wachsen Clematis hauptsächlich an Waldrändern. Die dortige Kraut- und Strauchschicht erfüllt eines ihrer dringendsten Bedürfnisse –ein schattiger Fuß in ansonsten sonniger bis halbschattiger Lage. Im Garten ist es ratsam, diese Wünsche zu berücksichtigen und die unteren 30 bis 50 Zentimeter der Pflanze zu beschatten. Besonders geeignet als Schattengeber sind Stauden wie Funkien, Purpurglöckchen, Balkan-Storchschnabel, Frauenmantel oder Glockenblumen. Allerdings sind viele Clematis nicht sehr konkurrenzstark. Um ihnen trotz der Unterpflanzung eine ungehinderte Entwicklung zu ermöglichen, kann man sie durch eine Wurzelsperre schützen, um aufdringliche Stauden in Schach zu halten. Ganz dekorativ als Schattenspender können auch sehr große, schräg in die Erde gesteckte Scherben kaputter Tonblumentöpfe sein, die sonst im Müll gelandet wären.

Ausrichtung und Rankhilfen

Besser als eine nach Süden ausgerichtete Lage ist eine Positionierung der Pflanzen nach Osten oder Westen. Da Clematis keine Haftwurzeln haben, sind beispielsweise an Mauern zusätzliche Rankhilfen vonnöten. Drahtseile oder -geflechte eignen sich hier genauso wie Baustahlmatten oder Maschendrahtzäune.

Bodenansprüche

Als ursprüngliche Waldrandpflanzen lieben Clematis einen sehr humusreichen und gleichmäßig feuchten Boden. Zudem sollte er gut durchlässig sein, denn die Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe. Sehr schwere und lehmige Böden sollten daher vor der Pflanzung verbessert und mit einer ausreichend tiefen Drainageschicht ausgestattet werden.

Was man gegen die Clematiswelke tun kann

Wenn eine Clematis krank wird, liegt das häufig an der sogenannten Clematiswelke. Diese gefürchteten Pilzerkrankungen befallen besonders die großblumigen Clematis-Hybriden und lassen den oberirdischen Teil der Pflanzen absterben. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Pflanzen erhöht sich, wenn man sie mindestens eine Handbreit tiefer setzt, als sie im Container standen. Dann haben sie oft ausreichend Substanz, um nach einem Befall und dem zwingend notwendigen kompletten Rückschnitt wieder neu auszutreiben.

Pflegen und Schneiden

Jungpflanzen gedeihen besser, wenn sie in den ersten Jahren im Frühjahr mit einer Portion reifem Kompost unterstützt werden. Darüber hinaus bewahrt eine Mulchschicht im Wurzelbereich der Pflanze den Boden vor Austrocknung. 

 Clematis zu schneiden wirkt zunächst ziemlich unübersichtlich. Das liegt daran, dass die Pflanzen nach Blütezeit und Wachstumsform in drei unterschiedliche Schnittgruppen eingeteilt sind. Jede Clematis gehört einer Schnittgruppe an und muss entsprechend behandelt werden. Zu welcher Schnittgruppe eine Clematis gehört, kann man in dem jeweiligen Steckbrief der Pflanze nachlesen. 

 Schnittgruppe 1: Zu ihr gehören die von April bis Juni blühende Wildarten. Sie brauchen keinen regelmäßigen Schnitt, können aber bei Bedarf, beispielsweise wenn die Pflanze zu groß geworden ist, geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist gleich nach der Blüte. 

 Schnittgruppe 2: Zu dieser Gruppe gehören die meisten großblumigen, zweimal blühenden Clematis-Hybriden. Sie blühen oft im Mai und Juni sowie im August und September. Im November oder Dezember werden sie um etwa die Hälfte der Trieblänge zurückgeschnitten. Um dem Verkahlen vorzubeugen, sollten die großblumigen Hybriden ungefähr alle fünf Jahre im Spätherbst auf rund 50 cm zurückgeschnitten werden. 

 Schnittgruppe 3: Zu dieser Gruppe gehören die Sommerblüher wie alle Clematis viticella, einige Wildarten wie die Gold-Waldreben sowie die Stauden-Waldreben, aber auch die beliebte großblumige Hybride Jackmanii. Sie alle brauchen am Ende des Jahres einen kräftigen Rückschnitt bis runter auf 30 bis 50 Zentimeter.

Schafft heute die Grundlage für einen langjährigen Blütenzauber in eurem Garten! Unser riesiges Clematis-Sortiment bietet bestimmt genau das Richtige für euch. Und wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, dann wählt einfach zwei oder drei Pflanzen. 

Wer clever kombiniert, kann sich über viele Monate hinweg an der Blütenpracht erfreuen:


Hybride Jackmanii

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