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Tomatenanbau: 6 + 3 Tipps für eine ertragreiche Ernte

Tomaten gehören zu den Diven im Gemüsebeet. Wer das weiß und sie entsprechend behandelt, wird mit einer reichen Ernte belohnt. Über Regen, Dünger, Brennnesseln und eine verhängnisvolle Nachbarschaft.

Tomaten anzubauen ist nicht ganz einfach, ein Hexenwerk ist es trotzdem nicht. Mit folgenden Tipps und Tricks lassen sich die klassischen Probleme gut umgehen, und einer tollen Ernte steht nichts im Weg.

1. Robuste Sorten wählen

Schon die Wahl der Sorten stellt die Weichen. Um typische Tomaten-Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen oder die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens deutlich zu senken, sind robuste Sorten die erste Wahl. Das gilt besonders dann, wenn man die Tomaten nicht in einem Gewächshaus anbaut, sondern im Freiland. Am besten geeignet für den ungeschützten Anbau im Freien sind Wildtomaten wie die „Rote Murmel“. Die meisten anderen Tomatensorten sind, auch wenn sie als Freilandtomaten gehandelt werden, unter einer Überdachung am besten aufgehoben.

2. Tomaten überdachen und richtig gießen

Tomaten mögen keine nassen Blätter – weder vom Regen noch vom Gießen. Denn Feuchtigkeit auf den Blättern begünstigt die Entstehung der gefürchteten Kraut- und Braunfäule. Daher ist ein Dachüberstand an der Südseite des Hauses ein guter Standort. Genauso wie südseitig gelegene überdachte Terrassen oder Balkone. Wem solche Plätze nicht zur Verfügung stehen, kann eine Tomatenüberdachung natürlich auch kaufen oder selber bauen. Beim Gießen gilt es, die Erde um die Pflanzen herum zu wässern, so dass die Pflanze selber trocken bleibt.

3. Tomaten tiefer legen

Wenn die Tomaten nach den letzten Frösten ins Freie ziehen, sollte man sie ein paar Zentimeter tiefer in die Erde bringen als sie zuvor im Pflanztopf standen. Das hat gleich zwei Vorteile. Zum einen bekommen die Pflanzen mehr Stabilität, und zum anderen können sie mehr Wurzeln treiben und so mehr Nährstoffe und Wasser aufnehmen.

4. Auf gute Nachbarn achten

Pflanzt man Tomaten in die Nähe von Kartoffeln, ist das Ende vorprogrammiert. Denn Kartoffeln bekommen fast ausnahmslos früher oder später die Kraut- oder Braunfäule, die sich sehr leicht auf die Tomaten überträgt. Also: Nie, wirklich nie, sollten Tomaten in der Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden. Auch Erbsen, Fenchel und Gurken sind ungeeignete Partner. Eine Nachbarschaft mit Petersilie, Basilikum, Salaten, Bohnen, Sellerie, Kohl, Zwiebeln und Knoblauch hingegen bekommt den Tomaten sehr gut.

5. Tomaten düngen

Tomaten gehören zu den so genannten Starkzehrern. Das heißt, sie brauchen eine große Menge an Nährstoffen, um schmackhafte große Früchte produzieren zu können. Sie zu düngen ist daher unerlässlich. Sobald die Pflanzen anfangen Blüten zu bilden, brauchen sie regelmäßige Nährstoffgaben in Form von speziellen Tomatendüngern, Gemüsedüngern oder auch selbst hergestellten Jauchen.

6. Geiztriebe und Blätter entfernen

Wo zwei Gärtner sind, da sind auch zwei Meinungen. Das gilt ganz besonders beim Thema Geiztriebe und Blattmasse. Beim Ausgeizen werden – vor allem bei den Stabtomaten – die Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden, vorsichtig herausgebrochen. Während manche Gärtner darauf komplett verzichten, um der Pflanze keine unnötigen Verletzungen zuzufügen, nehmen es andere mit dem Ausgeizen sehr genau. Die Argumentation lautet wie folgt: Durch das Ausgeizen stellt man sicher, dass die Pflanze nur einen Haupttrieb ausbildet, der dann ausreichend Kraft für große und aromatische Früchte hat. Zum anderen sorgen das Ausgeizen und das Entfernen von zu viel Blattmasse dafür, dass die Luft besser zirkulieren kann und Krankheiten kein so leichtes Spiel haben. Wichtig: Geiztriebe entfernen, wenn sie noch möglichst klein sind, und immer nur sehr wenig Blätter pro Durchgang entfernen. Blätter, die Kontakt zum Boden haben und solche, die Krankheitszeichen aufweisen, sind immer als erstes dran.

Drei Extra-Tipps für noch bessere und noch mehr Tomaten

Neben den klassischen Tipps für den gelungenen Tomatenanbau gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Pflanzengesundheit und damit die Ernteerfolge zu steigern.

1. Dreifache Hilfe von der Brennnessel

Häufig werden Brennnesseln als lästiges Unkraut betrachtet. Zu Unrecht, denn das Kraut ist ein Tausendsassa und kann den Tomaten im Garten sehr nützlich sein. Brennnesseln sind perfektes Mulchmaterial. Auf dem Boden rund um die Tomatenpflanze ausgebreitet, schützt es den Boden vor Austrocknung und gibt zusätzlich bei der Verrottung Nährstoffe frei. Noch mehr Nährstoffe liefert die Brennnessel, wenn man sie als Jauche zum Düngen verwendet. Eine dritte Verwendungsmöglichkeit von Brennnesseln setzt etwas tiefer an. Ein paar zerkleinerte Brennnesseln ganz nach unten ins Pflanzloch gegeben und mit einigen Zentimetern Erde bedeckt, bilden für die Tomaten einen perfekten Untergrund. Die Verrottungswärme dient den Pflanzen genauso wie die frei werdenden Nährstoffe.

2. Auch Beinwell hilft

Genauso wie Brennnesseln kann auch der Beinwell zur Unterstützung der Tomatenpflanzen genutzt werden. Die Blätter der voluminösen Naturgarten-Staude können ins Pflanzloch gegeben, als Mulchmaterial verwendet und zu Jauche verarbeitet werden.

3. Geiztriebe zur Vermehrung nutzen

Wer mit dem Ausgeizen ein wenig in Verzug geraten ist und schon recht große Geiztriebe an der Pflanze entdeckt, kann sich das zunutze machen. Vorsichtig herausgebrochen können die Triebe bewurzeln und zu neuen Pflanzen werden. Dazu pflanzt man sie entweder direkt in den Boden oder man stellt sie zum Wurzeln treiben für ein paar Tage in ein Wasserglas. 

Wenn Mitte/Ende Mai kein Frost mehr zu erwarten ist, ziehen die Tomaten ins Freie. Wir haben für euch ein paar Tipps für den schonenden Umzug zusammengestellt.

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