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Radieschen anbauen und Knollen, Blätter und Schoten ernten

Klein, rund, rot, knackig und scharf. So sind Radieschen allgemein bekannt. Wer nun aber meint, damit sei alles über Radieschen gesagt, der irrt. Denn das leckere Knollengemüse bietet noch viel mehr, nämlich Blätter und Schoten.

Radieschen sind ein tolles Gemüse für Eilige und für Schluffis. Für Eilige, weil sie eine sehr kurze Kulturzeit haben. Und für Schluffis, weil selbst diejenigen, die die Erntezeit verpassen, trotzdem noch etwas ernten können – und zwar Radieschenschoten.

Meist sind Radieschen rot und kugelig, aber es gibt sie auch in anderen Farben und Formen. Manche sind gelb, weiß oder lila, und manche erinnern mit ihrer zapfenförmigen Form an Mini-Rettiche. Kein Wunder übrigens, denn Radieschen und Rettiche sind miteinander verwandt, gehören beide zu den Kreuzblütlern, also zu den Kohlgewächsen.

Radieschen aussäen: Zeitpunkt, Saattiefe, Abstände
Radieschen können schon sehr früh im Jahr ausgesät werden. Sortenabhängig startet die Saison oft schon im März und endet mit der letzten Aussaat Anfang September. Etwas früher kann man starten, wenn man in einem Frühbeet gärtnert oder unter Vlies. Genauere Auskunft geben die jeweiligen Samentütchen. Gesät wird in der Regel direkt ins Freiland in feinkrümelige Erde, etwa einen Zentimeter tief. Der Abstand zwischen den Reihen sollte minimal 15 Zentimeter betragen, innerhalb der Reihe genügen 3-5 Zentimeter. Wenn sich nach dem Auflaufen der Radieschen zeigt, dass die Abstände sehr gering sind, kann man nachträglich ausdünnen. Wer etwa alle zwei bis drei Wochen nachsät, kann bis in den Oktober hinein ernten.

Standort, Bodenansprüche und Beetpartner
Radieschen brauchen einen sonnigen und luftigen Standort und bevorzugen humusreiche und durchlässige Böden. Eine relativ gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ist von Vorteil, weil starke Schwankungen dazu führen können, dass die Radieschen platzen oder pelzig werden. Dünger ist nicht nötig, weil die kleinen Knollen zu den Schwachzehrern zählen.

Radieschen sind sehr verträgliche Beetpartner und kommen gut mit Spinat, Feldsalat, Kresse, Bohnen, Erbsen und Tomaten klar. Auch Salat passt gut mit Radieschen zusammen. Er schützt sie sogar in gewissem Maße vor Erdflöhen, die oft über die Radieschen herfallen und unschöne Löcher in die Blätter fressen. Auch die Kombination mit den langsam keimenden Möhren ist empfehlenswert, denn Radieschen können aufgrund ihrer kurzen Keimdauer hier als sogenannte Markiersaat dienen.

Ernte und Verwendungsmöglichkeiten
In den Sommermonaten sind Radieschen schon nach vier Woche erntereif, im Frühjahr und Herbst kann es bis zu acht Wochen dauern. Gegessen werden sie meist roh als Snack, im Salat, auf Brot oder im Quark. Aber man kann sie auch dünsten oder braten. Und nicht nur die Knolle selber ist essbar, auch die Blätter haben einen kräftig-würzigen Geschmack. An das Mundgefühl müssen sich viele allerdings erst gewöhnen, denn die Blätter sind rau und leicht haarig. Man kann sie klein hacken und zusammen mit den Knollen als Salat anrichten, mit anderen Salaten mischen oder auch kochen. Radieschenblättersuppe beispielsweise mit Crème fraîche, Kartoffeln und Zwiebeln ist ein Genuss. Ebenso wie ein Radieschenblätter-Pesto, das sich mit Sonnenblumenkernen, Mandeln oder Cashewkernen zubereiten lässt.

Hat man die richtige Erntezeit für die Knollen verpasst, werden sie holzig und schmecken nicht mehr. Das ist aber nicht so schlimm, denn dann kann man eine Radieschenernte der anderen Art ansteuern. Man lässt die Pflanzen einfach im Beet stehen. In nur wenigen Wochen wachsen sie bis zu 50 Zentimeter hoch und bilden zahlreiche weiße oder weißrosafarbene Blüten aus. Die sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern sie sind auch bei Bienen, Schmetterlingen und Hummeln sehr begehrt. Nach der Blüte entstehen rund drei bis vier Zentimeter lange Schoten, in denen die Samen reifen. Die jungen, frischgrünen Schoten sind essbar und liegen geschmacklich in der Nähe der Radieschen. Auch wer dieses Stadium verpasst, hat noch eine Chance auf Ernte. Und zwar auf die Ernte von Radieschensamen. Denn wenn die Schoten mit der Zeit alt und holzig werden, reifen die Samen darin aus – und bilden die Grundlage für die nächste Runde.

Für schnelle Ernteerfolge das perfekte Gemüse: Radieschen! Probiert sie einfach mal aus!