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Erlenblättrige Felsenbirne: Augenweide mit essbaren Früchten

Die Erlenblättrige Felsenbirne ist eine Pflanze der Höhepunkte: Im Frühjahr trägt sie wunderschöne Blüten, im Sommer süß-saftige Früchten mit Mandelaroma und im Herbst strahlt das Laub in gelben und roten Tönen.

Die Erlenblättrige Felsenbirne (Amelanchier alnifolia) ist genauso wie die meisten anderen Felsenbirnen eine Nordamerikanerin. Es gibt nur eine einzige Felsenbirnen-Art, die in Europa heimisch ist: die Gewöhnliche Felsenbirne, die im Vergleich zu den anderen der rund 25 Arten der Gattung mit einer Höhe von etwa zwei Metern relativ klein bleibt. 

 Früher dachte man, die Früchte der Felsenbirne seien giftig, heute weiß man es besser. Sie sind nicht nur essbar, sondern auch ausgesprochen lecker. Gärtner schätzen die Pflanze daher nicht nur als Blütentraum und Indian-Summer-Herbstzauber, sondern auch als interessantes Wildobstgehölz. Wie viele andere Obstarten auch, gehören die Felsenbirnen zu der Familie der Rosengewächse.

Standort und Bodenansprüche

Die Erlenblättrige Felsenbirne wird hierzulande je nach Sorte zwei bis fünf Meter hoch, ist super frosthart und steht am liebsten sonnig auf nährstoffreichem und frischem Boden. Allerdings ist das alles nur „nice to have“ und keinesfalls notwendig. Die Pflanze ist nämlich sehr anspruchslos und gedeiht auch unter anderen Bedingungen. Sie kann halbschattig und auf nährstoffärmerem Boden wachsen, ist dann aber weniger blüten- und ertragreich. Außerdem kommt sie sowohl mit leicht saurem als auch mit alkalischem Boden klar. Nur Staunässe kann sie nicht vertragen.

Düngung und Schnitt

Eine Kompostgabe im Frühjahr erhöht den Ertrag. Darüber hinaus gibt es in Sachen Düngung nichts zu tun. Ein Schnitt ist nicht unbedingt nötig, kann aber bei einigen Sorten dem Verkahlen von unten entgegenwirken. Wer seine Erlenblättrige Felsenbirne also schneiden möchte, tut das am besten im Frühjahr mit einem Auslichtungsschnitt, bei dem alte, abgestorbene oder zu eng stehende Äste herausgeschnitten werden.

Blüte

Je nach Sorte erscheinen von Mitte April bis Ende Mai massenhaft weiße, manchmal ins Rosa gehende Blüten, die in Trauben von 5-15 Einzelblüten zusammenstehen. Sie verströmen oft einen angenehmen Duft und bieten zahlreichen Bienen und anderen Insekten sowohl Pollen als auch Nektar.

Früchte

Bis zur Fruchtreife, die sortenabhängig zwischen Juni und August liegt, bewegen sich die Früchte wie durch einen Tuschkasten. Anfangs sind sie grünlich, werden pink, gehen dann ins Violette und sind zur Erntezeit blauschwarz und bereift und erinnern optisch an Heidelbeeren oder Schwarze Johannisbeeren. In Nordamerika ist der Name Saskatoon oder auch Saskatoon Berry geläufig. Und auch bei uns werden die Früchte häufig als Beeren bezeichnet. Botanisch betrachtet sind es aber keine Beeren, sondern Apfelfrüchte, zu denen natürlich die namensgebenden Äpfel gehören, aber auch Birnen, Quitten oder Mispeln. In diesem Zusammenhang interessant ist der lateinische Name der Pflanze. Während wir im Deutschen von Birnen, also Felsenbirnen sprechen, kommt die lateinische Bezeichnung Amelanchier von dem keltisch-gallischen Wort amelanche, was soviel wie Äpfelchen bedeutet. Auch der zweite Teil des lateinischen Namens „alnifolia“ birgt Interessantes. Während Alnus die Gattung der Erlen bezeichnet, bedeutet folium nichts anderes als Blatt. Also: erlenblättrig!

Vögel als Erntehelfer

Vögel wie Amseln, Stare und Finken lieben die 0,5 bis 1,5 Zentimeter großen Früchte sehr und lassen langsame Gärtner mitunter leer ausgehen. Abhilfe kann man auf zweierlei Weise schaffen: Entweder man nutzt Obstschutznetze, die aber die Gefahr bergen, dass sich Tiere in ihnen verfangen, oder man schafft ein Überangebot – pflanzt also mehrere Sträucher, oder auch andere gleichzeitig fruchttragende Sträucher, die ebenfalls für Vögel attraktiv sind.

Verwendung in der Küche

Im Gegensatz zu vielen anderen Wildobstarten können Erlenblättrige Felsenbirnen roh vom Strauch gegessen werden. Sie schmecken süß und saftig und ein bisschen nussig nach Mandeln. Früchte, die es bis in die Küche geschafft haben, können von dort in die Gefriertruhe wandern oder aber in den Kochtopf. Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft aus der Felsenbirne sind wirklich etwas Besonderes. Auch getrocknet für den Aufguss von Tee oder übers Müsli oder den Salat gestreut machen die Früchte was her. Natürlich kann man die Früchte auch für Kuchen, Muffins oder Torten verwenden und – ganz super – für selbst gemachtes Felsenbirnen-Eis.

Verwendung im Garten

Genauso vielseitig wie in der Küche kann die Erlenblättrige Felsenbirne im Garten verwendet werden – sowohl im naturnahen als auch im­­ klassisch gepflegten. Sie ist beeindruckend als Einzelpflanzung, kann aber auch gut in Wildobst- oder Blütenhecken integriert werden. Weil sie mit Wind keine Probleme hat, ist sie auch als Windschutz eine gute Wahl. Und selbst wer keinen Garten hat, muss auf die Erlenblättrige Felsenbirne nicht verzichten. Einige klein bleibende Sorten machen sich auch gut im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse. Bei der Unterpflanzung etwa mit Balkan-Storchschnabel, Haselwurz, Maiglöckchen und Immergrün sollte man Vorsicht walten lassen, da die Pflanze flach und dicht verzweigt wurzelt.

Legt den Grundstein für euer Blütentraum-Wildobst-Herbstlaubwunder noch heute. Wir haben eine tolle Auswahl an Erlenblättrigen Felsenbirnen für euch parat:


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