+++ 10% auf Freilandpflanzen +++ Code: COUNTDOWN +++ close

Blumen im Gemüsegarten - farbenfroh und nützlich

Viele Gärtner setzen auf eine klare räumliche Trennung von Gemüse und Blumen. Dabei gibt es eine Menge Gründe dafür, Blumen und Gemüse gemischt zu pflanzen. Besonders gut im Gemüsegarten machen sich Tagetes, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Borretsch und Lavendel. Sie bringen nicht nur mehr Farbe ins Beet, sondern auch reichlich weiteren Nutzen.

Ein vielfältiger Gemüsegarten ist immer auch ein Augenschmaus. Noch schöner wird er, wenn Blumen ins Spiel kommen. Kapuzinerkresse, Borretsch und einige andere dienen mit ihren knalligen Blüten und starken Düften im Gemüsebeet nicht nur dazu, Bestäuber anzulocken, sondern haben auf das benachbarte Gemüse stärkenden Einfluss. Sie vertreiben Schädlinge, schützen vor Krankheiten und verbessern den Geschmack.

Tagetes (Tagetes)

Viele empfinden die Tagetes als ein bisschen old-fashioned. Wer sich aber genauer mit ihr beschäftigt, merkt schnell, dass die Pflanze es in sich hat. Im Gemüsegarten bringt sie als Beipflanzung gleich mehrfachen Nutzen. Ihr spezieller Duft, der ihr den Spitznamen Stinkerblume eingebracht hat, ist nicht nur für viele Menschen abschreckend, sondern auch für die Kohlmottenschildlaus, auch bekannt als Weiße Fliege. Ihre Lieblingspflanzen – Kohl und Tomaten – verlieren für sie an Attraktivität, wenn Tagetes in der Nähe wächst. Bei manchen Sorten, besonders bei Tagetes patula, wirken Duftstoffe auch im Boden. Dabei lockt die Tagetes über ihre Wurzeln Fadenwürmer (Nematoden) an, die bei vielen Gemüsesorten Schaden anrichten. Sobald die Nematoden in die Wurzeln eindringen, produziert die Tagetes Giftstoffe, um die Nematoden abzutöten. Manche Gärtner pflanzen Tagetes außerdem, um Schnecken vom Gemüse abzulenken. Denn noch lieber als zarte Salate fressen Schnecken Tagetes. Natürlich ist es auch möglich, die Schnecken an der Tagetes abzusammeln und wegzubringen. ( -> weitere Tipps zum Schnecken-Management: Was hilft gegen Schnecken im Garten?)

Ringelblumen (Calendula officinalis)

Ringelblumen sind sehr verträgliche Partner im Gemüsebeet. Sie gelten allgemein als wachstumsfördernd und vertragen sich mit allen Gemüsesorten. Besonders oft werden sie mit Erbsen, Kartoffeln, Tomaten und Kohl, aber auch mit Bohnen und Kürbis kombiniert sowie auf Baumscheiben gepflanzt. Wie ihre Verwandte, die Tagetes, reduzieren auch Ringelblumen die Nematoden im Boden. Zudem wirken sie abwehrend auf Erbsenwickler, Bohnenblattläuse, Blutläuse und Drahtwürmer. Verstärken lässt sich der Effekt, wenn man zusätzlich Kapuzinerkresse pflanzt. Auch der Weißen Fliege kann man mit Ringelblumen zu Leibe rücken. Denn sie locken Schlupfwespen an, die zu den Fressfeinden der Weißen Fliege zählen.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum)

Manche Gärtner haben gute Erfahrungen damit gemacht, Kapuzinerkresse und Kohl auf einem Beet zu kombinieren, andere Gärtner warnen davor. Denn genauso wie der Kohl zieht auch die Kapuzinerkresse die Weiße Fliege an. Ob der Kohl verschont bleibt, weil sich die Kohlweißlinge nur auf die Kapuzinerkresse stürzen oder ob der Kohl gleich mitbefallen wird, darüber gehen die Meinungen und Erfahrungen auseinander. Als Bodendecker, der vor Verdunstung und vor einem Übermaß an Unkraut schützt, ist Kapuzinerkresse allemal zu empfehlen. Die flächige Abdeckung des Bodens hat bei den Tomaten einen weiteren Nutzen: Sie schützt die Blätter der Pflanzen vor Bodenkontakt und Spritzwasser kann damit die Ausbreitung von Kraut- und Braunfäule verlangsamen. Weitere günstige Beetpartner für die Kapuzinerkresse sind Bohnen, Zucchini, Erbsen, Erdbeeren und Sellerie.

Borretsch (Borago officinalis)

Der wohl größte Nutzen, den Borretsch, auch Gurkenkraut genannt, im Gemüsegarten hat, sind seine Blüten. Sie locken massenhaft Bestäuber an und steigern damit den Ertrag von Gurken, Zucchini und Paprika. Borretsch passt aber auch gut zu Kartoffeln, Bohnen, Salat und Erdbeeren. Auf Kohlrabi und andere Kohlarten soll Borretsch schädlingsabwehrend wirken, soll beispielsweise vor dem Kohlweißling schützen. Außerdem wird ihm nachgesagt, den Geschmack von Blattsalaten positiv zu beeinflussen.

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)

Bienen und Schmetterlinge lieben die violettblauen Blüten des Lavendel. Ameisen und Läuse hingegen mögen den duftenden Halbstrauch gar nicht und meiden seine Nähe. Lavendel soll als Mischkulturpartner von aromatischen Kräutern deren Gehalt an ätherischen Ölen erhöhen. Gute Kombinationsmöglichkeiten sind Thymian, Oregano, Salbei, Rosmarin und Bohnenkraut.

Wenn ihr eurem Gemüsegarten auch einen knallig-bunten Gesundheitskick verpassen wollt, dann schaut doch mal in diese kleine Auswahl an attraktiven Helferpflanzen rein: