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Aussaat im August

Feldsalat und Spinat

Die Tage werden langsam kürzer, einige Beete sind schon abgeerntet. Und auch, wenn man noch gar nicht an Herbst und Winter denken mag, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um für die dunkle Jahreszeit vorzusorgen. Feldsalat und Spinat sind leicht zu kultivieren und liefern frisches Grün für graue Tage.

Frühe Kartoffeln, aber auch Erbsen, Kohlrabi und einige andere Gemüsearten haben das Beet geräumt. Zurück bleiben freie Flächen und neue Möglichkeiten. Neben Asia-Salaten, Mangold und Kohl sind auch Feldsalat und Spinat gut für den Anbau zum Herbst hin geeignet. Damit die Ernte reichlich ausfällt, bekommt ihr hier ein paar Tipps rund um die beiden Blattgemüse.

Feldsalat: edles Blattgemüse mit fein-nussigem Geschmack

Der Feldsalat hat einen beachtlichen Imagewandel durchgemacht. Lange Zeit galt die kleine Rosettenpflanze als Unkraut. Erst seit gut 100 Jahren wird sie als Kulturpflanze angebaut und ist heute ein begehrtes Herbst- und Wintergemüse. Und das zu recht: Feldsalat hat nicht nur einen besonderen Geschmack, sondern gehört aufgrund seines Vitamin- und Mineralstoffgehalts zudem zu den gesündesten Salatsorten. 

 Ihn anzubauen ist ganz leicht. Er ist eine gute Nachkultur für Kartoffeln oder Gemüsearten wie Kohlrabi, Erbsen, Gurken oder Tomaten. Weil Feldsalat zur Pflanzenfamilie der Baldriangewächse gehört und nicht verwandt ist mit unseren klassischen Gemüsearten, fügt er sich gut in die Fruchtfolge ein. Nur zweierlei ist zu beachten: Feldsalat sollte nicht neben Baldrian angebaut werden und auch nicht auf Flächen, auf denen vorher Kopfsalat stand. Obwohl es auch Sorten gibt, die für den Anbau im Frühjahr und im Winter geeignet sind, ist der Feldsalat eine klassische Herbstkultur. 

 Feldsalat ist ein Schwachzehrer, braucht also nur wenig Nährstoffe. Am liebsten steht er vollsonnig und auf kalkhaltigem Boden. Staunässe verträgt er nicht. Für eine lückenlose Keimung empfiehlt sich die Aussaat in ein gut abgesetztes und bereits gewässertes Beet. Auch in den etwa drei Wochen, die es dauert, bis die Saat aufläuft, darf die Erde nie austrocknen. Krankheitserregern wie etwa Mehltau kann man am besten das Wasser abgraben, wenn man auf angemessene Pflanzenabstände achtet. Diese sorgen dafür, dass regennasse Blätter schneller abtrocknen können und ermöglichen es den Pflanzen außerdem, ihr volles Größenpotenzial zu entfalten. 

 Gut zu wissen: Feldsalat ist ein hervorragender Gründünger. Er entwickelt nicht nur sehr viel Wurzelmasse, sondern dringt mit bis zu einem Meter auch sehr tief in den Boden vor. So entsteht ein gut belüfteter und gelockerter, feinkrümeliger Boden, der eine gute Grundlage für die nächste Anbaurunde bildet.

Spinat: zartes Blattgemüse, das Kinder verschreckt und Sportler beglückt

Er gehört sicher zu den Top 3 der Kinder-Gemüseschrecks. Und wenn man an den Supermarkt-Tiefkühlspinat denkt, ist das auch kein Wunder. Ganz anders schmeckt das Blattgemüse, wenn es aus dem eignen Garten kommt und mal roh in den Salat gemischt, im Smoothie vermixt, zu Cremesuppe verkocht oder mit Walnüssen und Granatapfel zu Nudeln gereicht wird. 

 Manche Spinatsorten sind für den Anbau im Frühjahr geeignet, manche gedeihen im Herbst und Winter besser. Spinat zum Sommer hin anzubauen lohnt sich nicht, da er auf Hitze und Trockenheit mit schneller Blütenbildung reagiert und herb wird. Wer Mitte bis Ende August sät, kann im Herbst ernten. Die Aussaat ab Mitte September bringt das frische Grün im Winter auf die Teller. Wer auf schnelle Ernten aus ist, kann den Spinat natürlich auch dann schon ernten, wenn er noch im Baby-Leaf-Stadium ist. Dann schmeckt er noch zarter und feiner. 

 Am liebsten wächst Spinat auf humosem und durchlässigem Boden. Er kann sonnig wachsen und halbschattig, wobei die halbschattige Lage mit der Gefahr einhergeht, dass sich in den Blättern das gesundheitsschädliche Nitrat anreichert. Auch eine Düngung, die über eine Kompostgabe vor der Aussaat hinausgeht, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Anreicherung von Nitrat. Da Spinat aber, genau wie Feldsalat auch, ein Schwachzehrer ist, ist Düngen ohnehin nicht nötig. 

 Spinat gehört genau wie Rote Bete und Mangold zu den Gänsefußgewächsen. Daher sollte er im Beet nicht mit ihnen kombiniert werden. Außerdem ist eine Anbaupause von vier Jahren zu berücksichtigen. Damit lässt sich verhindern, dass sich bodenbürtige Krankheiten auf der Anbaufläche etablieren. Bleiben die Wurzeln des Spinats nach der Ernte im Boden, wirkt sich das günstig aus: Folgekulturen profitieren von dem feinkrümelig zurückgelassenen Boden. Wer Erntereste vom Spinat als Mulchmaterial verwendet, lockt damit Regenwürmer an, die zur Auflockerung und Durchlüftung des Bodens beitragen und für die Produktion von wertvollem Humus unentbehrlich sind. 

 Und wenn ihr noch ein Argument braucht, um eure Kinder zum Probieren zu verlocken, erzählt ihnen doch einfach die Geschichte von Popeye. Die stimmt nämlich tatsächlich. Eine Studie von 2019 kam zu dem Ergebnis, dass das im Spinat enthaltene Steroid Ecdysteron zu einem deutlichen Zuwachs an Kraft und Muskelmasse führt. Und zwar so sehr, dass in Erwägung gezogen wurde, den Stoff in die Dopingliste aufzunehmen.

Und los geht's: Boden vorbereiten, Saatrillen ziehen und rein mit dem Saatgut:


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