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Foto: Lisa-S / Shutterstock.com

Was hilft gegen Schnecken im Garten?

Mit ihrem großen Appetit auf Gemüse und Blumen sind sie ein Gärtnergraus: die Nacktschnecken. Kein anderes Tier im Garten, außer vielleicht die Wühlmaus, hat einen so miesen Ruf wie diese gierigen Schleimer. Wer nicht zu rabiaten Methoden greifen möchte, um die Tiere loszuwerden, kann sich auch auf schonende Weise wehren.

Das Wort „Schneckentempo“ ist echt ein Witz! Jeder, der einen Garten hat, weiß das. Denn die Langsamkeit, mit der Schnecken in Verbindung gebracht werden, endet da, wo der Salat anfängt. Nur eine einzige Nacht brauchen die Tiere, um etliche junge Salate oder auch ein frisch angelegtes Blumenbeet abzuräumen. Daher wundert es nicht, dass viele Gärtner ihnen mit Gift und Klinge zu Leibe rücken.

Wer solche Methoden ablehnt, kann den Schnecken auch auf schonendere Weise Einhalt gebieten. Dafür stehen eine ganze Menge Möglichkeiten zur Verfügung. Leider wahr: Keine dieser Maßnahmen führt mit Sicherheit zum Erfolg. Manche funktionieren bei dem einen Gärtner gut und bei dem anderen überhaupt nicht. Am besten klappt es jedoch, wenn man Methoden kombiniert und ein bisschen ausprobiert.

Schnecken, die schaden und Schnecken, die nützen

Über einen Kamm scheren kann man Schnecken nicht. Denn nicht alle Arten stellen für den Garten eine Bedrohung dar. Weinbergschnecken und Bänderschnecken beispielsweise fressen in erster Linie verrottende Pflanzenteile und mitunter auch Aas. Auch unter den Nacktschnecken ist nicht jede Art auf junges Gemüse und anderes zartes Grün aus. Tigerschnegel etwa, die zu den Raubschnecken gehören und an ihrer charakteristischen leopardenartigen Hautzeichnung zu erkennen sind, interessieren sich kaum für lebendige Pflanzenteile. Die wirklichen Rüpel im Garten sind vor allem die Spanische Wegschnecke und die Gartenwegschnecke.

Schnecken bestechen
Manche Pflanzen stehen bei den Schnecken hoch im Kurs: zarte, grüne Salate, Kohl, Zucchini, Kürbis und Erdbeeren, aber auch Zierpflanzen wie Dahlien, Lupinen, Funkien oder junge Sonnenblumen. Und ganz besonders Tagetes. Diese gelb-orangen Dauerblüher eignen sich daher gut für Bestechungsversuche. Entweder bestückt man ein ganzes Beet mit Tagetes oder man verteilt einzelne Pflanzen im Garten, um die Schnecken dort zu konzentrieren und von den anderen Kulturen fernzuhalten.

Pflanzen wählen, die Schnecken verschmähen
Auch wenn es manchmal nicht so scheint: Schnecken sind durchaus wählerisch. Rote Salate, Mangold, Chicorée, Endivie, Feldsalat, Fenchel, Porree, Artischocken, Zwiebeln und Knoblauch lassen sie in der Regel links liegen. Wer hauptsächlich diese Gemüsesorten anbaut, wird mit Schnecken weniger Ärger haben. Auch unter den Zierpflanzen gibt es eine ganze Reihe, die für Schnecken normalerweise uninteressant sind. Dazu zählen Fleißiges Lieschen, Phlox, Mohn, Rosen, Astilben, Akelei, Frauenmantel, Maiglöckchen, Sukkulenten und viele weitere.

Barrieren setzen
Schnecken können gut riechen. Viele stark duftende Pflanzen wie Bärlauch, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Lavendel und Knoblauch mögen sie gar nicht. Setzt man diese dicht an dicht rund um die zu schützenden Beete oder Kulturen, kann das die Schnecken zum Verduften bringen. Grenzen lassen sich nicht nur mit Pflanzen setzen, sondern auch mit Sägespänen, Kaffeesatz, Eierschalen, Kalk oder ausgelegter Schafwolle. Zudem gibt es käufliche Barrieren, die Schnecken die Passage erschweren: Schneckenzäune, Schneckenhütchen und Kupferbänder.

Fressfeinde anlocken
Wer Kröten, Blindschleichen, Spitzmäuse, Laufkäfer, Zauneidechsen und Frösche im Garten hat, ist im Kampf gegen die Nacktschnecken gut aufgestellt. Denn alle diese Tiere sind potenzielle Fressfeinde. In sehr aufgeräumten, konventionell gepflegten Gärten kommen sie allerdings kaum vor. Das ökologische Gleichgewicht ist hier aus den Fugen geraten. Um diese Tiere wieder in den Garten zu locken und zum Bleiben zu überreden, ist ein bisschen Wildnis nötig. Nur wer Totholzhecken, Steinhaufen, wilde Gebüsche und andere Versteckmöglichkeiten anbietet, kann auf die Mitarbeit von Kröte & Co. hoffen. Übrigens: Auch Tigerschnegel und Weinbergschnecken halten die Nacktschneckenpopulation in Grenzen. Beide Arten fressen die Gelege der Nacktschnecken, und Tigerschnegel greifen sogar ausgewachsene Nacktschnecken an.

Nicht umgraben und morgens gießen

Um Unterschlupf zu finden und ihre Eier zu vergraben, nutzen Schnecken Löcher im Boden. Da sie selber jedoch nicht graben können, ist ein feinkrümeliger Boden für sie wenig einladend. Beschränkt man die Bodenbearbeitung also auf leichtes Hacken, statt grobschollig umzugraben, ziehen die Schnecken weiter. Schnecken lieben Feuchtigkeit. Daher kann es helfen, wenn man nicht am Abend, sondern am Morgen zur Gießkanne greift und zusätzlich darauf achtet, nicht großflächig zu gießen, sondern nur rund um den Wurzelbereich. Bis zum Abend sind die Beete dann längst wieder trocken.

Schnecken absammeln

Zeitintensiv, aber erfolgversprechend ist es, die Tiere einzusammeln und weit weg vom Garten auszusetzen. Das hilft aber nur, wenn man die ganze Prozedur über einen längeren Zeitraum hinweg durchzieht. Am frühen Morgen oder am Abend ist die beste Zeit zum Schneckensammeln.

Schneckeneier beseitigen
Ist es schließlich geschafft, die Anzahl der Schnecken so zu reduzieren, dass sich der Schaden in Grenzen hält, ist Vorsorge für die nächste Saison zu treffen. Bis in den Herbst hinein legen Nacktschnecken milchig-weiße Eier – bis zu 400 Stück pro Tier. Zu finden sind diese oft unter Pflanzgefäßen und Regentonnen in Erdspalten oder unter herumliegenden Steinen. Am besten legt man die Eier einfach frei. Entweder vertrocknen sie dann oder sie enden als Vogelmahlzeit.

Es gibt eine ganze Reihe von Pflanzen, die Schnecken meist nicht schmecken. Diese hier zum Beispiel: