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Vögel als Helfer im Garten

Vögel in den Garten zu locken und zum Bleiben zu animieren führt zu einer klassischen Win-win-Situation. Denn Amseln, Meisen und viele andere Gartenvögel sind die perfekten Gartenhelfer. Sie fressen Läuse, Larven, Unkrautsamen und tun das alles für lau. Und dazu zwitschern sie fröhlich vor sich hin.

Je naturnäher ein Garten eingerichtet ist, desto attraktiver wird er für viele Vögel. Denn in Wildobsthecken, auf Blumenwiesen oder im Mulch finden die Vögel genau das, was sie brauchen: Futter, Schlaf- und Nistmöglichkeiten sowie Schutz. Der Nutzen für den Gärtner ist groß, denn die Vögel sind sehr effektive Schädlingsbekämpfer. Besonders in der Zeit, in der die Jungvögel ihre hungrigen Schnäbel aufreißen, ist proteinreiche Kost gefragt.

Was unsere häufigsten Gartenvögel fressen
Zu den häufigsten Vogelarten in Deutschland zählen Amseln, Sperlinge, Stare, Kohl- und Blaumeisen. Sie fressen allerlei Schädlinge und teilweise auch Unkrautsamen.

Amseln ernähren sich vorwiegend von Würmern und Insekten. Besonders hilfreich im Garten sind sie, weil sie auch schädliche Käfer wie Rüsselkäfer, Engerlinge, Schnecken, Ameisen und mitunter auch Blattläuse und Zecken fressen. Allerdings gehen sie bei der Nahrungssuche nicht gerade zimperlich vor. Sie wirken wie die Rambos unter den Gartenvögeln, wenn sie auf rabiate Weise herumliegendes Laub umpflügen oder zentimetertiefe Löcher in den Boden hacken.

Haussperlinge, auch als Spatzen bekannt, sind im Garten nützlich, weil sie das Unkraut fressen, noch bevor es entsteht. Unkrautsamen stehen bei ihnen nämlich hoch im Kurs. Insekten, Käfer, Raupen, Larven, Blattläuse, Ameisen und anderes kleine Getier werden auch gerne genommen.

Feldsperlinge ernähren sich hauptsächlich von Sämereien, unter anderem von Gräsersamen, Jungvögel bekommen Blattläuse, Raupen, Käfer und kleine Insekten.

Stare helfen im Garten, weil sie im Frühjahr und Frühsommer überwiegend Insekten und kleine Schnecken fressen – später im Jahr aber leider auch sehr gerne Kirschen…

Auch Meisen sind effektive Mitarbeiter im Garten. Kohlmeisen fressen alle möglichen Insekten, deren Larven und Eier. Besonders nützlich sind sie, weil sie Raupen von Eulenfaltern und Spannern, aber auch Asseln und Blattläuse vertilgen. Die Blaumeisen haben es besonders auf sehr kleine Beutetiere abgesehen. Ganz weit vorne auf der Liste ihres Lieblingsfutters stehen Blattläuse.

Einen vogelfreundlichen Garten anlegen
Wer Vögel dauerhaft in seinen Garten locken möchte, muss ihren Bedürfnissen entsprechen und ihnen Nahrung und sichere Plätze anbieten. Ist darüber hinaus auch Wasser vorhanden und vielleicht noch eine gute Sitz- und Singwarte, dann dauert es nicht lange, bis die Vogelschar sich ein Stelldichein gibt.

Hecken aus heimischen Gehölzen
Besonders beliebt sind Hecken, vorzugsweise aus heimischen Gehölzen. Denn sie bieten Nahrung, an die die heimische Tierwelt am besten angepasst ist. Vögel finden in ihnen nicht nur Beeren, sondern auch Insekten, die sich auf den Blüten, Blättern und Früchten einfinden. Zusätzlich dienen Hecken den Vögeln als Schlaf- und Nistplätze, aber auch als Schutz vor Katzen, Elstern und anderen Fressfeinden. Gut angenommen werden unter anderem Berberitze, Weißdorn, Vogelbeere, Holunder, Pfaffenhütchen, Liguster, Wildrosen, Schlehe, Schneeball und Kornelkirschen.

Fassadengrün, Sandbadestellen und Totholz
Mit einer Fassadenbegrünung lassen sich Amseln anlocken, die gerne im Efeu oder Wilden Wein ihr Nest bauen. Haussperlinge, die als typische Kulturfolger in der Nähe der Menschen leben, kommen gerne in den Garten, wenn sie Nischen und Höhlen an Gebäuden oder Bäumen vorfinden, denn das sind ihre bevorzugten Nistplätze. Außerdem sehr beliebt bei den Spatzen: Sandbadestellen mit feinem, trockenen Sand. Hier nehmen die geselligen Vögel gerne gruppenweise ein ausgiebiges Bad, um ihr Gefieder von Parasiten zu befreien. Ein gut überschaubarer Platz ist für so ein Sandbad wichtig, denn nur so können die Spatzen halbwegs katzensicher ihrem Badespaß nachgehen. Auch Totholzhecken oder kleinere Altholzhaufen sind mit ihrem großen Insektenangebot und ihren Versteckmöglichkeiten für viele Vögel attraktiv.

Nistkästen
Höhlenbrütende Vögel wie Sperlinge, Stare, Meisen, Kleiber und Hausrotschwänze nehmen gerne passende Nistkästen an. Diese sollten nicht nur katzensicher angebracht werden, sondern auch so, dass die Öffnung von der Wetterseite abgewandt ist und nicht direkt von der vollen Sonne getroffen wird. Dran denken: Nistkästen sollten im Herbst oder Winter gereinigt werden.

Wasser: Gartenteich oder Vogeltränke
Vögel brauchen Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Pflege ihres Gefieders und an heißen Sommertagen zur Abkühlung. Ideal ist ein Gartenteich mit Flachwasserzone, aber auch eine Vogeltränke kann helfen. Aufgestellt werden sollten sie möglichst an gut überschaubaren Plätzen, so dass potenzielle Angreifer früh genug erkannt werden können. Auch hier ist eine Reinigung wichtig – und zwar täglich, damit Krankheitserreger keine Chance haben sich auszubreiten. Übrigens: Auch Insekten brauchen Wasser. Finden sie sich an den Wasserstellen ein, haben die Vögel gleich beides – Futter und das passende Schlückchen.

Nicht so viel aufräumen
Naturnahe Gärten, die immer auch vogelfreundlich sind, kommen nicht so aufgeräumt daher wie konventionell gepflegte. Hier bleiben Stauden- und Blumenbeete im Herbst und Winter stehen, so dass Vögel die ganze Zeit über Samen oder Insekten absammeln können. Auch viele Wildblumen und Wildkräuter, oft als Unkräuter bezeichnet, bieten Vögeln wertvolle Nahrung. Hirtentäschel etwa oder Johanniskraut, Nachtkerze, Beifuß, Brennnesseln und Wegericharten. Wer diesen Pflanzen hier und da ein Bleiberecht einräumt, dient seinen gefiederten Gartenhelfern. Und wird es doch einmal zu viel mit dem ganzen Wildkraut, kann der Komposthaufen helfen – auch ein guter Nahrungslieferant für viele Gartenvögel. Denn hier tummeln sich massenweise Regenwürmer, Engerlinge und viele andere Köstlichkeiten für Amseln und andere. 

Den Überblick behalten
Viele Vögel nutzen so genannte Sitzwarten für ihre Revier- und Balzgesänge, aber auch für die Nahrungssuche. Solche exponierten Plätze können hervorstehende Äste sein genauso wie Zäune, Pfähle oder Baumstümpfe – von denen aus die Vögel ihr kleines Vogelparadies gut überblicken können.

Wenn ihr euch zwitschernde Helfer in den Garten locken wollt, dann versucht es doch mal mit einer Hecke. Folgende Pflanzen eignen sich besonders.