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5 perfekte Pflanzen für sonnig gelegene Trockenmauern

Mauerpfeffer, Steinkraut oder Felsenblümchen. Hier ist der Name Programm, denn steiniges Terrain, wie es etwa eine Trockenmauer bietet, ist für alle drei Stauden der perfekte Lebensraum. Auch viele andere Pflanzen fühlen sich in dieser vergleichsweise unwirtlichen Umgebung wohl. Wir stellen euch fünf Kandidaten vor, mit denen ihr eure Trockenmauer auf ein neues Level bringt.

Wer eine Trockenmauer baut, braucht nicht lange zu warten. In kürzester Zeit besiedeln Tiere und Pflanzen den neuen Lebensraum. Vögel finden sich ein, genauso wie Wildbienen, andere Insekten und Reptilien. Lässt man den Zufall gärtnern, machen sich Wildkräuter breit. Um diesen Wildwuchs zu verhindern oder zumindest zu reduzieren, empfiehlt es sich, gezielt Pflanzen zu setzen. Allerdings sind nicht alle Pflanzen für einen so speziellen Lebensraum geeignet. Oben auf der Mauer herrschen die widrigsten Bedingungen. Die Pflanzen sind Wind und Wetter besonders ausgeliefert, müssen mit Trockenheit und Hitze klarkommen, wenn die Sonne unerbittlich auf die Steine knallt und das Wasser nach unten abfließt. Polster- oder teppichbildende Stauden wie Blaukissen oder Polster-Glockenblumen sind hier eine gute Wahl.

Pflanzen setzen während des Mauerbaus

Am einfachsten ist es, die Pflanzen schon während des Mauerbaus zu setzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Fugen mit einem Gemisch aus Erde und Kies gefüllt werden, damit sich keine Staunässe bilden kann. Zu viel Wasser lässt die Wurzeln von Steingartenstauden nämlich schnell faulen. Ebenfalls wichtig ist der direkte Anschluss der Fugenfüllung an die Hinterfüllung der Mauer, damit die Pflanzen guten Halt finden. Meist reicht für die Bepflanzung eine Fugenbreite von zwei bis drei Zentimetern aus.

Eine schon fertig gestellte Trockenmauer bepflanzen

Soll eine bereits bestehende Mauer bepflanzt werden, ist das auch kein Problem. Auch hier wird ein durchlässiges Erde-Kies-Gemisch benötigt, das mit einem kleinen Löffel oder einem ähnlichen Hilfsmittel locker bis zur Hinterfüllung der Mauern in die Fugen zu geben ist. Da kaum eine Staude ein so schmales Wurzelwerk hat, dass sie direkt in die Fugen gesetzt werden kann, muss der Wurzelballen mit einem scharfen Messer in mehrere kleine Stückchen geteilt werden. Bei Pflanzen, die kein weitverzweigtes Wurzelsystem, sondern nur eine lange Hauptwurzel haben, ist das natürlich nicht möglich. Bei ihnen wird der Ballen ringsum so lange verkleinert wird, bis er in die Fuge hineinpasst. Nun werden die vorbereiteten Pflanzen möglichst tief in die Fugen hineingesetzt. Oberhalb des Wurzelballens wird der verbleibende Freiraum mit Erde und Kies aufgefüllt. Achtung: Die Ballen dürfen nicht in die Fugen hineingequetscht werden. Besser ist es, nötigenfalls noch ein bisschen abzuschneiden. Zum Schluss wird angegossen – natürlich vorsichtig, damit Pflanzen und Substrat nicht wieder herausgespült werden.

1. Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)

Sowohl auf Mauerkronen als auch in Mauerfugen fühlt sich die genügsame, bis zu zehn Zentimeter hoch wachsende Pflanze wohl. Sie benötigt kaum Nährstoffe und nur wenig Wasser, keinen Schnitt und keinen Winterschutz, ist also absolut pflegeleicht. Ein sonniger Standort und sandiger Boden reichen der wintergrünen Pflanze vollkommen aus. Im Juni und Juli erscheinen ihre überreichlichen, strahlend gelben Blüten, die von Bienen und anderen Insekten gerne besucht werden.

2. Steinkraut (Alyssum)

Das Steinkraut ist dem Scharfen Mauerpfeffer nicht unähnlich: Es wächst auf Mauerkronen und in Fugen, blüht ebenfalls gelb und üppig, ist eine gute Bienenweide, behält seine Blätter auch im Winter und mag durchlässige, nährstoffarme und trockene Böden sowie sonnige Standorte. Allerdings wird es mit 20 bis 30 Zentimetern deutlich höher als der Mauerpfeffer. Steinkraut blüht je nach Sorte von April bis Juni und verströmt dabei oft einen leichten Honigduft. Damit das Kraut kompakt bleibt, empfiehlt es sich, im Herbst einen Rückschnitt um ein Drittel der Wuchshöhe vorzunehmen.

3. Blaukissen (Aubrieta Hybride)

Auch Blaukissen überziehen Trockenmauern und Steingärten mit ihren dichten, bis zu 15 Zentimeter hohen Polstern. Die üppige Blüte ist, anders als der Name es erwarten lässt, nicht nur blau, sondern je nach Sorte auch rot, rosa, lila oder sogar weiß. Die Blütezeit liegt im April und Mai. Zwar mögen auch diese Stauden grundsätzlich trockene Standorte, müssen aber bei anhaltender Trockenheit trotzdem gewässert werden. Auch in Sachen Nährstoffversorgung ist die Pflanze anspruchsvoller als beispielsweise Steinkraut oder Mauerpfeffer und braucht daher gelegentlich ein wenig Dünger. Damit die Pflanze dicht bleibt, sollte sie nach der Blüte zurückgeschnitten werden.

4. Polster-Glockenblume (Campanula portenschlagiana)

Polster-Glockenblumen fühlen sich in durchlässiger, frischer Erde am wohlsten und blühen in Mauerfugen richtig auf. Während sie in den ersten Wochen nach der Pflanzung regelmäßig Wasser benötigen, kommen sie später, wenn sie gut eingewachsen sind, auch mit Trockenphasen gut klar. Von Juni bis August zeigt die Ausläufer bildende, immergrüne Staude massenhaft violette Blüten.

5. Felsenblümchen (Draba aizoides)

Das auch als Hungerblümchen bekannt Felsenblümchen, startet früh in die Saison und ist damit eine besonders wertvolle Bienenweide. Von März bis April zeigt die immergrüne, bis zu zehn Zentimeter hoch wachsende Polsterstaude auf Mauerkronen und in den Fugen ihre strahlend gelben Blüten. Sie mag nährstoffarme und trockene und vor allem sonnige Standorte und ist darüber hinaus völlig anspruchslos. Nur Staunässe ist unbedingt zu vermeiden! Neben diesen fünf Pflanzen gibt es noch viele weitere, die Trockenmauern erblühen lassen. Steinbrech zum Beispiel, Hauswurz oder Seifenkraut, die Teppich-Flammenblume, das Teppich-Fettblatt oder verschiedene Thymiane.

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