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Den Garten winterfest machen:

10 Tipps + 1 Bonustipp

Bevor sich Väterchen Frost bei uns breit macht, ist im Garten noch eine Menge zu tun. Wie ihr Materialien, Pflanzen und Tiere vor seinem eisigen Zugriff schützen könnt, erfahrt ihr hier. Außerdem gibt‘s noch einen weiteren Tipp fürs Wellbeing im Winter.

Der Herbst hüstelt sich energisch in die Gegenwart: Bunte Blätter tanzen im Wind und fallen auf Rasen, Beete und Wege. Das meiste Obst und Gemüse ist lange abgeerntet, und Stauden ziehen sich zurück. Das Tageslicht wird knapp, die Temperaturen sinken. Bevor es richtig frostig wird, muss der Garten winterfest gemacht werden. Wir haben ein paar der wichtigsten Aufgaben für euch zusammengestellt.

Materialien schützen

Wasserleitungen und Behältnisse 

Viele Gärtner bewässern ihre Pflanzen mit Gartenschläuchen. Diese sollten im Herbst von den Außenwasserhähnen abgenommen und vollständig entleert werden. Zusammengerollt lassen sie sich an einem trockenen, möglichst frostfreien Ort überwintern. Auch die Außenwasserhähne selber müssen vor Frostschäden geschützt werden. Dazu stellt man die Leitung zum Wasserhahn von innen ab und öffnet anschließend den Hahn. So kann Restwasser abfließen und eventuell noch entstehendes Eis genug Platz finden, um sich auszudehnen. Eine weitere Möglichkeit, Leitungen und Hähne zu sichern, besteht darin, ein frostsicheres Außenwasserhahnsystem zu installieren.

Auch Regentonnen, Gießkannen und andere wasserhaltende Behältnisse sollten vor dem ersten Frost komplett geleert und so aufbewahrt werden, dass sie nicht wieder volllaufen können. Der Abfluss von Regentonnen bleibt geöffnet.

Dran denken: Regenrinnen benötigen eine regelmäßige Befreiung von Laub. Wer sie vergisst, riskiert, dass die Rinnen verstopfen und beim nächsten stärkeren Regen überlaufen. Ein einfacher Fallrohr-Schutz hält das Laub fest.

Gartenmöbel einlagern oder abdecken

Viele Gartenmöbel gelten zwar als winterfest, nehmen aber über die Jahre dennoch Schaden durch Stürme, Frost und ähnliches. Ihre Lebenszeit lässt sich erheblich erhöhen, wenn sie in den Wintermonaten eingelagert oder abgedeckt werden. Eine Aufbewahrung an einem trockenen und frostfreien Ort, wie ihn Garagen oder Keller bieten, ist ideal. Wer dafür keinen Platz hat, kann auf spezielle Schutzhüllen zurückgreifen. Sie werden so über die Möbel gestülpt, dass sie zwar einerseits nicht vom Wind weggeweht werden können, andererseits aber einen Luftaustausch ermöglichen.

Geräte pflegen und wegstellen

Spaten, Harken, Grabegabeln und andere Gartengeräte bekommen zum Saisonende eine jährliche Rundum-Pflege. Dabei gilt es zunächst, die Geräte gründlich von Erde und Pflanzenresten zu befreien. Danach werden die Metallteile mit einem biologisch abbaubaren Öl eingerieben. Holzstiele, die im Gartenjahr gelitten haben, können mit Schmirgelpapier wieder in Schuss gebracht werden. Die leicht angeraute Oberfläche wird danach mit einer Mischung aus Terpentinersatz und Leinöl gepflegt. Die Aufbewahrung der Geräte erfolgt am besten an einem trockenen Ort.

Pflanzen schützen

Laub auf dem Rasen, auf Beeten und Wegen

Laub auf dem Rasen sollte regelmäßig entfernt werden. Bleibt es liegen, kann der darunter liegende Rasen vergilben, absterben und von Moosen verdrängt werden. Beim letzten Mähen im Jahr ist es sinnvoll, die Halmlänge etwas großzügiger zu bemessen als üblich, denn längere Gräser können den im Winter herrschenden Lichtmangel besser ausgleichen. 

 Auch auf den Wegen hat Herbstlaub nichts zu suchen, weil bei Nässe erhebliche Rutschgefahr besteht. Auf abgeernteten Gemüsebeeten, auf Staudenbeeten, unter Sträuchern und Bäumen ist Laub hingegen gut aufgehoben. Zum einen schützt es vor Erosion, und zum anderen bildet es eine isolierende Luftschicht, die die Pflanzen vor zu viel Kälte schützt.

Winterharte Kübelpflanzen einpacken

Auch wenn sie als winterhart gelten, brauchen die meisten Kübelpflanzen einen Schutz, damit der Ballen nicht komplett durchfriert. Am besten werden die Kübel an einem schattigen, windgeschützten Platz dicht an der Hauswand aufgestellt. Besonders empfindliche Pflanzen bekommen ein Vlies als Kronenschutz und eventuell einen Stammschutz durch Kokos- oder Jutematten. Mit Folien oder Matten umwickelt werden die Kübel auf Füße aus Keramik oder Holzlatten gestellt, um sie vor zu viel Kälte von unten zu schützen. Die oftmals für diesen Zweck empfohlenen Styroporplatten sind weniger geeignet, denn sie könnten eingedrückt werden und den Kübel so zu Fall bringen.

Junge Bäume vor Frostrissen bewahren

Besonders junge Bäume sind durch Frost gefährdet. So genannte Frostrisse können entstehen, wenn die Sonne die Stämme nur an der sonnenzugewandten Seite erwärmt, während die andere Seite kalt bleibt. Um diese Gefahr gering zu halten, bietet sich ein Kalkanstrich des Stammes an. Die weiße Farbe hat dabei die Funktion, das Sonnenlicht und damit auch die Wärme zu reflektieren. Alternativ kann man die Stämme mit Kokos- oder Jutematten umwickeln.

Kranke Stauden zurückschneiden

Kranke Stauden, die beispielsweise mit Mehltau befallen sind, werden im Herbst zurückgeschnitten. Das Schnittgut gehört nicht auf den Kompost, damit die Krankheitserreger in der nächsten Runde nicht wieder auf den Beeten landen. Wenn sie gesund sind, können die meisten Stauden den Winter über ungeschnitten bleiben. Das hat den Vorteil, dass die pflanzlichen Überbleibsel den Wurzelbereich der Pflanzen schützen. Nicht zu vergessen: Manche Stauden sind auch im Winter ein toller Hingucker. Die Hohe Fetthenne etwa, deren Samenstände Struktur in den winterlichen Garten bringen und die von Raureif überzogen oder mit einem Schneehäubchen geschmückt super attraktiv aussehen.

Fruchtmumien entfernen

Verschimmelte oder vertrocknete Äpfel und andere Früchte, die noch an den Bäumen hängen, sollten entfernt werden. Damit wird verhindert, dass Krankheitserreger im Garten überwintern und im Folgejahr weiteren Schaden anrichten. Diese Fruchtmumien sind vorzugsweise im Hausmüll zu entsorgen.

Ziergräser zusammenbinden

Ziergräser werden im Winter in der Regel nicht geschnitten. Das wäre auch viel zu schade, denn die Blütenrispen sind im ansonsten eher trüben Garten ein toller Augentrost. Um die Basis der Pflanzen dennoch ein wenig abzuschirmen, kann man die Gräser in den Wintermonaten mit einer Schnur nach oben zusammenbinden.

Tiere schützen: Wildnis wagen

Vom Rasen abgeharktes Laub ist nicht nur eine gute Bodenbedeckung für Beete, sondern eignet sich auch als Unterkunft für Igel, Insekten, Kleinsäuger und andere tierische Gartenbewohner. Besonders dann, wenn man das Laub anhäuft, Reisig und Ästen untermischt und an windgeschützten Stellen platziert. Auch nicht geschnittene Stauden helfen vielen Tieren beim Überwintern. In hohlen Stängeln oder in Blattachsen finden Insekten Versteckmöglichkeiten, während die Samen vor allem Vögeln als zusätzliche Futterquelle dienen.

Vorfreude wecken: Frühblüher pflanzen

Auch wenn es in diesem Beitrag in erster Linie darum geht, den Garten winterfest zu machen: Die nächste Saison kommt bestimmt! Um die ein bisschen vorzuziehen und schon früh im neuen Jahr bunte Blüten zu Gesicht zu bekommen, kann man vorsorgen. Denn jetzt ist immer noch Zeit, Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Winterlinge, Blausternchen, Krokusse und Traubenhyazinthen zu setzen. Wer sie jetzt in den Boden bringt, erlebt ab Februar, und vielleicht auch schon ein bisschen früher, sein weißes, gelbes und buntes Wunder.

Seht euch mal unsere Zwiebel- und Knollenpflanzen an, die Farben und gute Laune in euren Garten bringen.


Krokusse Mix

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Winterling

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Blausternchen

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Traubenhyazinthe

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Garten- Hyazinthe

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Narzissen

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Gärtnerspaten

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Weißanstrich

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Gartenschere

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