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Kirschlorbeer



Kirschlorbeer, die Lorbeerkirsche, stammt aus der Familie der Rosengewächse, die u.a. in Asien sehr verbreitet ist. Kirschlorbeer blüht je nach Witterungsbedingungen zwischen April und Juni, die Blüten sehen wie Traubenstände aus. Der Kirschlorbeer ist weitgehend frosthart (bis ca. -15/-20 Grad C) und wird in unseren Regionen in Gärten und Parks als Hecken verwendet, weil er sich gut schneiden lässt. Auch nach kalten Wintern treibt der Kirschlorbeer in der Regel im Frühjahr wieder neu aus. Für kleine Gärten empfehlen wird die kleinwüchsigen Sorten, da der Kirschlorbeer sonst in kurzer Zeit, bedingt durch seine Wachsfreudigkeit, zu viel Platz im Garten einnimmt.


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Prunus laurocerasus – Kirschlorbeer oder Lorbeerkirsch?


Die Bezeichnung Kirschlorbeer, welche sich in Deutschland für Prunus laurocerasus eingebürgert hat, ist so eigentlich nicht ganz korrekt. Es handelt sich bei dieser Pflanzenart nämlich nicht um eine Lorbeer-Art, sondern um eine immergrüne Verwandte der Kirschen und Pflaumen. Von daher wäre die Bezeichnung Lorbeerkirsche sinnvoller.

Die Lorbeerkirsche ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse und stammt ursprünglich aus Kleinasien und dem Südbalkan. Ihren Namen erhielt die Pflanze aufgrund ihrer kirschartigen Steinfrüchte und wegen der lorbeerähnlichen Blätter. Bei uns ist sie oft als Zierstrauch in Parks und Gärten anzutreffen. 2013 wurde sie vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Die Lorbeerkirsche ist ein immergrüner Strauch oder Baum, bei dem sich die durch Selektion und Kreuzung entstandenen Züchtungen deutlich in Wuchshöhe und Habitus, sowie in der Belaubung und Winterhärte unterscheiden. In seiner Heimat erreicht der wilde Kirschlorbeer Wuchshöhe von bis zu sieben Metern. Bei uns in Deutschland werden jedoch selbst die wüchsigsten Sorten nicht höher als vier Meter.

Grundsätzlich ist der Kirschlorbeer anspruchslos was Boden und Standort angeht, er gedeiht auf mäßig trockenen, sandigen Böden, bevorzugt jedoch humus- und nährstoffreiche Lehmböden. Auch was den ph-Wert angeht zeigen sich die Pflanzen tolerant. Was dem Kirschlorbeer hingegen nicht gefällt sind verdichtete Böden und Staunässe.
Was den Standort angeht gedeihen die Pflanzen an allen Orten. Wenn die Region kalt ist und Ostwinde herrschen sollte der Kirschlorbeer jedoch halbschattig bis schattig und windgeschützt gepflanzt werden. 


Im Zeitraum von April bis Juni trägt die Lorbeerkirsche ihre angenehm duftenden Blüten aus denen sich die kugeligen Früchte entwickeln. Die Früchte sind zu Beginn grün, bekommen im Laufe der Zeit aber eine schwarze Farbe. Sind die Früchte reif und frisch schmecken sie süß und haben einen bitteren Nachgeschmack. In der Türkei werden die Früchte als Trockenfrüchte verzehrt. Das Fruchtfleisch kann auch zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden.

Wie schon zu Beginn erwähnt wurde die Lorbeerkirsche zur Giftpflanze 2013 gewählt. Das liegt vor allem an den Samen die giftige Blausäure enthalten sowie an den Blättern. Unzerkaut geschluckte Samen sind ungefährlich, aber die Aufnahme von zerkauten Samen und Blättern kann schwere Folgen haben. Bei bis zu 10 Samen kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Tachykardie und Krämpfen kommen. Bei mehr als 10 Samen können Herz- und Atemstillstand eintreten. Beim Kochen werden jedoch die Blausäureverbindungen zerstört. Es sei noch zu erwähnen, dass die Blätter auch für Tiere giftig sind, es ist also besondere Vorsicht geboten wenn Haustiere oder Nutztiere sich an den Pflanzen gütlich tun könnten.

Bei uns werden Lorbeerkirsch-Sorten meist als frostharte Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Da die Pflanzen sehr Wuchsfreudig sind ist von der Verwendung in kleineren Gärten abzuraten. Auch eine Verwendung als Windschutz ist nicht ratsam, da die Pflanzen durch ihren dichten Wuchs den Wind nicht bremsen sondern zum Hochsteigen zwingt. SO bilden sich hinter der Hecke leicht Verwirbelungen. Es gibt jedoch auch einige kleinwüchsige Sorten die für kleinere Gärten geeignet sind und dort als Solitär-, Heckenpflanze oder Kübelpflanze verwendet werden können. Auch eine Verwendung als Formgehölz ist durchaus denkbar.

Grundsätzlich braucht der Kirschlorbeer keine besondere Pflege. Im Frühjahr kann ein großzügiger Rückschnitt erfolgen. Heckenpflanzen können außerdem Ende Juni einen Formschnitt vertragen. Beim Schnitt sollte auf eine Handheckenschere zurückgegriffen werden, da elektrische Geräte die großen Blätter der Pflanzen nicht sauber durchtrennen. Das Schnittgut verrottet auf dem Kompost nicht sehr gut und sollte daher bunt gemischt und richtig geschichtet werden. Ansonsten können die Pflanzen Ende März mit Hornmehl und Kompost sowie im August mit Patentkali gedüngt werden. Spätere Düngerzugaben sind nicht empfehlenswert, da die Pflanzen sonst kurz vor dem Winter noch einmal kräftig austreiben.

Obwohl die Lorbeerkirsche sehr pflegeleicht ist, wird sie durchaus von Krankheiten heimgesucht. Vor allem der Echte Mehltau, der Falsche Mehltau und die Schrotschusskrankheit können den Pflanzen zu schaffen machen. Bei einem Befall ist die Behandlung mit einem Fungizid unumgänglich. Auch ein Befall des Dickmaulrüsslers kann vorkommen. Die Larven leben im Boden und fressen die Wurzeln an, die erwachsenen Käfer fallen über die Blätter her. Die Larven können mit HM-Nematoden bekämpft werden. Die erwachsenen Käfer lassen sich nur schwer beseitigen.

Prunus lusitanica – Portugisischer Kirschlorbeer


Auch der Portugisische Kirschlorbeer ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Ihre Heimat liegt auf der Iberischen Halbinsel, in Marokko und auf den Kanarischen Inseln. Bei der Pflanze handelt es sich um einen immergrünen Baum oder Strauch, der eine Wuchshöhe von 3 bis 8 Metern erreicht und selten auch noch höher wird.Bei uns wird die Pflanze jedoch nur etwa 1,5 bis 4 Meter hoch. Die Blütezeit von Prunus lusitanica liegt im Juni. Der Wuchs ist buschig, dicht, kompakt und locker aufrecht. Sie eignet sich daher sehr gut als Sichtschutzhecke. Der Standort sollte ihrer Natur entsprechend sonnig und vor Ostwinden geschützt sein.