Dieser Artikel wird für Sie innerhalb 24h in den Versand gegeben

  • Bambus (30)


Wuchshöhe cm


Zuwachs cm


Immergrün

Preis €

bis 10 €
bis 25 €
bis 50 €
bis 100 €
bis 200 €
bis 500 €
-
nur reduzierte Preise

Standort

schattig
halbschattig
sonnig

213 Bewertungen

4.49 / 5

Bambus



Bambus gehört zu den meist genutzten Pflanzen weltweit, weil es keine Pflanze gibt, die so schnell wächst und trotzdem so robust und frosthart ist. Ein Bambus ist eine außerordentlich pflegeleichte Pflanze, die jedoch richtig gepflanzt werden sollte und nur einmal im Jahr geschnitten werden muss, um die Höhe zu halten. Der Bambus lässt sich sehr gut als Sichtschutz pflanzen, aber auch als Hecke ist der Bambus etwas ganz Besonderes. Er passt zu einer schlichten, zeitgemäßen Architektur und lässt sich mit vielem kombinieren.

JETZT NEU: Probieren Sie doch einmal unseren Heckenkonfigurator aus!


30 Produkte in Bambus mit Ihrer Filterauswahl [Filter zurücksetzen]:

Sortieren nach Beliebtheit keyboard_arrow_right

  • Standard
  • Beliebtheit
  • Preis aufsteigend
  • Preis absteigend
  • Name (deutsch)
  • Name (botanisch)


30 Produkte in Bambus mit Ihrer Filterauswahl [Filter zurücksetzen]:

Hintergrundinformationen zum Bambus

Bambus ist eine Unterfamilie der Süßgräser und ist etwa 110-120 Gattungen übergeordnet. Die Bambuspflanze ist in der Klasse der Bedecktsamer und ist bekannt für seinen hohlen Stamm. Bambus ist in Europa seltener, was daran liegt, dass die Pflanze auf jedem Kontinent bis auf Europa und der Antarktis vorkommt. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Tropen und Subtropen, also Südasien, Ostasien, Mittelamerika und Südamerika, sowie dem tropischen Gebiet Afrikas und Madagaskar. Die Unterfamilie Bambus wird in drei Übergattungen oder auch Tribus unterteilt, Olyreae ist die nicht verholzende Übergattung. Bambus ist bekannt dafür, äußerst schnell zu wachsen. Die Maximale Wuchshöhe der am höchsten werdenden Arten liegt bei etwa 20m, die Wurzeln werden mindestens ebenso lang. Die hoch wachsenden Arten erreichen meistens nach wenigen Wochen schon ihre maximale Höhe. Das Durchschnittsalter der bekannteren Arten liegt bei 8-15 Jahren. Der Name Bambus findet seinen Ursprung wohl aus einem eigenartigen Grund. Die Luft in den Hohlräumen, die zwischen den Knoten im Stamm vorhanden sind, weitet sich bei Hitze aus. Verbrennt man also einen Bambusstamm, platzt er nach einiger Zeit mit einem lauten Geräusch. Möglich ist, dass der englische Name Bamboo (Bam-Boo) davon abgeleitet ist. Bambus ist sehr vielseitig einsetzbar. Als Schmuck, als Baumaterial oder als Dekoration wird die Pflanze in weiten Gebieten der Erde heutzutage verwendet. Die Wurzeln des Bambus sind ähnlich wie die Halme aufgebaut. In diesen Wurzeln befinden sich Hohlräume, die durch Knoten von den anderen Hohlräumen abgetrennt sind. Bambus ist nicht nur für den Menschen ein interessantes Gewächs, auch bei dem Großen Panda ist die Pflanze sehr beliebt. Der Bambus ist zwar entgegen der landläufigen Vermutung nicht das Hauptnahrungsmittel des Bären, er stellt allerdings einen großen Teil dar. Jede Bambuspflanze trägt an den Halmen mehrere länglich ovale Blätter. Sie sind grün und sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite glatt. Die Blätter bilden eine Krone am höchsten Punkt des Baumes, um so viel Sonnenlicht wie möglich zu fangen und in Sauerstoff umzuwandeln. Der Bambus war den Menschen in Europa selbst nach der Zeit von Linne noch unbekannt, obwohl Linne bei seinen Reisen für die Katalogisierung aller Pflanzen oft über den Bambus gestolpert sein musste. Der erste Bambus gelangte so erst Mitte des 19. Jahrhunderts in den Westen Europas.
 

Der Bambus als Symbol und als Kulturgut

Keine Pflanze hatte so eine Wichtigkeit im alten China wie der Bambus. Die dort lebenden Menschen verglichen und vergleichen heute noch das Gras mit der Lebensart der Chinesen. Es steht für Ausdauer, Beständigkeit, Widerstandsfähigkeit, Willenskraft und Stärke. In Asien gibt es heute noch die so genannte Bambus-Mentalität, wie sie übersetzt heißt. Die Bambus-Mentalität beschreibt die Fähigkeit, sich zu einigen, Ruhe zu bewahren, sich anzupassen und sich von Stress nicht ablenken zu lassen. Da der Bambus ein immergrünes Gras ist steht er oft auch für Standhaftigkeit und Langlebigkeit. In einigen Ländern Südostasiens werden an Getreidefelder Bambuskreuze als Glück bringendes Symbol aufgestellt. Sowohl Glück als auch Widerstandsfähigkeit spiegeln sich wieder, wenn man bedenkt unter was für extremen Bedingungen Bambus wachsen kann. In den Gebirgen der Breiten, wo Bambus wächst, fällt im Winter Schnee. So viel Schnee, dass sich die Halme der immergrünen Pflanze teilweise bis auf den Boden biegen können und vollständig unter der Schneedecke begraben werden. Wenn im Frühjahr der Schnee schmilzt erholen sich die starken Halme des Bambus wieder und die Pflanze richtet sich wieder auf. Sogar nach den beiden Atombombenangriffen auf Nagasaki und Hiroshima in Japan sprießten nur eine Saison später schon die ersten Bambustriebe aus der Erde im Umland. In einigen Teilen Südostasiens existieren Mythen, dass das Bambusrohr Ursprung des menschlichen Lebens ist. Der Sage nach erscheint einem eine Taketori Monogatari (Sehr kleine Frau), wenn man ein Bambusrohr aufschneidet.
 

Der Bambus in der Geschichte und der Wirtschaft

Schon früh entdeckten die Menschen das Süßgras nicht nur als irgendeine Pflanze, sondern als wertvoll für die Wirtschaft. Heutzutage nimmt die Bambuswirtschaft noch ganz andere Ausmaße. Als nachwachsender Baustoff, als Material für Fahrräder oder andere Fortbewegungsmittel, als Futter und einfach, weil er so schnell wächst ist der Bambus gut als ständige Alternative geeignet. Mit moderner oder traditioneller Technik werden aus Bambusrohren dekorative Gegenstände, Möbel, Musikinstrumente und vieles mehr gebaut. Im Gartenbau oder in der Inneneinrichtung werden Bambusrohre als Sichtschutz oder Einzäunung verwendet. In einigen ärmeren Gebieten der Erde werden sogar Häuser aus dem Süßgras gebaut. Dach, Wände, Abzug und Türen werden mit versetzt angeordneten Bambusrohren errichtet und müssen danach mit einem natürlich vorkommenden Metall bearbeitet werden, um wirklich Schutz vor Regen, Wind und Kälte zu bieten. In vielen Restaurants – besonders diese, die orientalisches Ambiente erzeugen wollen – wird Bambus in der Innen- und Wanddekoration verwendet. Die äußerst hohe Elastizität und Robustheit ermöglichen ein sehr vielfältiges Einsatzgebiet. Entlang der Ostküste Asiens und auf Indonesien werden oft Bambuselemente in Haushalte eingebaut, um sie eben aufgrund dieser Eigenschaften vor Erdbeben zu schützen. Als Baustoff für Häuser, Brücken und als Dekoration begleitet der Bambus die Menschen besonders in Asien schon über einen langen Zeitraum. In früheren Zeiten entstanden sogar einige Märchen rund um das Riesengras. Ein Vietnamesisches Sprichwort heißt übersetzt etwas wie „Der Bambus (ist) mein Bruder“, „Unser Bruder ist der Bambus“ und erklärt den Nutzen der Pflanze für den Menschen. Bambus ist das moderne Holz. Durch die hohe Wuchsgeschwindigkeit und die Kurzlebigkeit des Grases ist es deutlich effizienter als Holz aus Wäldern, welches weniger schnell nachwächst. Darüber hinaus erzeugt Bambus im Gegensatz zu den meisten Waldbäumen auch im Halm Sauerstoff und trägt somit mehr zur Aufnahme von Kohlenstoffdioxid bei.
 

Pflege, Pflanzung und Verwendung von Bambus

Verwendet wird Bambus in Europa nicht so viel wie in Asien. Dort werden heute noch Waffen, Häuser und einige Alltagsgegenstände aus der Pflanze gebaut. Für den Normalverbraucher gilt der Bambus allerdings oft nicht als solches Mittel. Eher sind Dekorationen, Möbel oder Gartenpflanzen die gängigen Verwendungen. Bambusteppiche, sowie Wanddekorationen und vieles mehr findet man normalerweise in jedem Baumarkt. Sollte das Vorhaben bestehen, Bambus wirklich anzupflanzen ist auf einiges zu achten. Einige Bambusarten, unter anderem der in Deutschland sehr verbreitete Flachrohrbambus (Phyllostachys), breitet sich sehr schnell aus. Das Gras wächst nicht nur überirdisch sehr schnell, sondern auch unterirdisch. Die Rhizome breiten sich unter der Erde aus und rasch verteilt sich die Pflanze ungewollt im ganzen Garten oder sogar bei den Nachbarn. Bei Pflanzung so einer Art sollte auf jeden Fall eine Rhizomsperre eingerichtet werden. Auch die Rhizomsperren gibt es in Baumärkten zu kaufen. Auch wenn eine Rhizomsperre keine hundertprozentige Garantie dafür bietet, dass sich der Bambus nicht ausbreitet, es ist besser als nichts. Mit der Rhizomsperre können Sie den Bambus nicht nur im Zaum, sondern auch im eigenen Zaun halten!
Ist der Bambus erst einmal gepflanzt muss nicht nur darauf geachtet werden, dass sich das Rhizom nicht zu sehr ausbreitet, sondern auch dass die Pflanze richtig wächst. Innerhalb Deutschlands sollte im sommerwarmen Gebiet der Republik (Südlich von Niedersachsen) mit 10 Quadratmetern für einen Phyllostachys gerechnet werden, denn diese Art Bambus wächst innerhalb kurzer Zeit 7 oder mehr Meter hoch. Weiter im Norden, wo die Sommer normalerweise milder sind reichen 7 oder 8 Quadratmeter aus. Dadurch, dass Bambus so schnell wächst, ist regelmäßiges und häufiges Auslichten und Beschneiden sehr wichtig. Den Bambus stört der Schnitt eher wenig. In alpinen Regionen Europas ist es abzuraten, Phyllostachys anzupflanzen, denn diese Pflanze ist nur bis -18°C winterhart. Nach dem letzten Frost bis hin zum Sommer ist die beste Pflanzzeit für Bambus, In dieser Zeit erholen sich die Arten auch in den natürlichen Verbreitungsgebieten vom Schnee und fangen auch dort dann an, zu wachsen. Die austreibenden, Rhizom bildenden Arten Bambus sollten nicht zu nah an Häuser, Zäune oder Straßen gepflanzt werden. Die Rhizome sind sehr stark und bohren sich sogar durch Gehwegplatten, Holz und dünnen Beton. In den ersten Pflanzjahren sollte Bambus regelmäßig gewässert werden, damit sich die Pflanze an das Umfeld gewöhnen kann. Bambus braucht Aufmerksamkeit, Mühe und Leidenschaft aber dann ist er definitiv eines der besten Pflanzen, die man haben kann.