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Gattung Thuja

Systematik

Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)

Gattung: Thuja

Arten

Generelles

Im Vergleich zu anderen Pflanzengattungen, ist die Gattung Thuja mit lediglich fünf Arten sehr übersichtlich. Thujen (plural), die im Deutschen auch als manchmal als Lebensbäume bezeichnet werden, sind anderen Gattungen der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) wie Wacholder (Juniperus), Scheinzypressen (Chamaecyparis, die ebenfalls als Lebensbäume bezeichnet werden) oder den Echten Zypressen (Cupressus) sehr ähnlich, weshalb der Laie sie leicht verwechseln, bzw. durcheinander bringen kann. Die einizigen natürlichen Vorkommen haben sich in Nordamerika und im östlichen Asien erhalten, obwohl es Nachweise (fossile Blätter und Bernsteinfunde) gibt, die belegen, dass Thuites (fossile Thujen) einst auch in Mitteleuropa heimisch waren. Die wichtigsten Arten und deren Sorten sind Thuja occidentalis (Abendländischer Lebensbaum) und der Japanische Lebensbaum (Thuja standishii). Sie zeichnen sich durch hohe Schnittverträglichkeit aus, weshalb sie weltweit in Gärten oder Parks, auf Friedhöfen oder im Kübel kultiviert, stark verbreitet sind. Jedoch werden auch die übrigen Arten (bis auf den Sichuan-Lebensbaum - Thuja sutchuenensis) stark wirtschaftlich genutzt, weshalb es auch passieren kann, dass einem die weiteren Arten wie der Koreanischer Lebensbaum (Thuja koraiensis) oder der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata auch Thuja gigantea genannt) in der Baumschule begegnen können. Ganz gleich, für welche Art und welchen Verwendungszweck man sich entscheidet, man bekommt ein interessantes und langlebiges Nadelgehölz (Konifere), dessen Holz sehr wertvoll ist und dessen Blätter beim Zerreiben in verschiedenen Aromen duften.

Wuchsform

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Blatt und Blüte

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Wie oben angesprochen, mag es schwer fallen, Thuja-Arten auf den ersten Blick von Wacholder, Scheinzypressen oder Zypressen zu unterscheiden, da sich der Habitus und die Belaubung stark ähneln können. So haben alle eben genannten Gattungen schuppenartige Blätter und sie können als Bäume oder Sträucher wachsen. Bei einem zweiten Blick stellt man fest, dass ihr Hauptunterscheidungsmerkmal eben jeen Blätter sind, denn die Blätter der Thuja-Arten sind stark abgeflacht, weich und fächerartig. Die Blätter der Scheinzypressen hingegen sind nicht ganz so flach, etwas luftiger und teilweise sogar pieksig, während die Blätter der Zypressen nicht flach sondern eher rundlich und die Blätter des Wacholder kaum schuppenartig sind.
Insgesmt wachsen die immergrünen Blätter der Thujen-Arten gegenständig (die Verzweigungen stehen sich an den Ästen nicht gegenüber) und es werden (wie bei anderen Zypressen-Gewächsen) unterschiedliche Blattformen (Flächen- und Kantenblätter) am Ast unterschieden. Da es sich bei dieser Unterscheidung aber eher um eine botanische Feinheit handelt, könnte man sagen, dass die Flächenblätter das Blatt "verlängern", während die Kantenblätter die Flächenblätter "schützen". Dei Blätter der Thuja-Arten besitzen zusätzlich noch Öldrüsen, aus denen aromatische Harze austreten, sobald das Gehölz durch Wind, Fressfeinde oder beim Heckenschnitt, bewegt wird.
Thuja-Arten sind einhäusig (monözisch), was bedeutet, dass auf einer Pflanze sowohl weibliche, als auch männliche Blüten ausgebildet werden. Während sich die hellbraunen, weiblichen Blüten endständig sind (zeigen sich an den Blattenden), wachsen die männlichen, rötlichen Zapfen zu mehreren in dichten Büscheln, eher "in der Mitte" der Blätter. Die Blütezeit liegt zwischen März und Mai.
Sind die weiblichen Blüten befruchtet, bilden sich bis zum nächsten Frühjahr kleine, bläuliche Früchte.

Früchte

Diese kleinen, bläulichen Früchte sind recht auffällig, denn an ihrer Oberseite bilden sie mehrere spitze Fortsätze, die ein wenig an eine Krone oder Tentakeln erinnern könnten.
Sie sind beim Zerreiben stark aromatisch und sie mögen attraktiv auf Menschen und Tiere wirken, jedoch sind sie stark giftig (so wie auch die Bläter und alle übrigen Pflanzenteile der Thuja-Arten), weshalb unbedingt darauf verzichtet weden sollte die Früchte oder die Blätter zu verzehren, bzw. diese an Tiere zu verfüttern. Ebenso wie die Blattspitzen und die Blütenzapfen enthalten sie Thujon, ein Nervengift, das bei Hautkontakt Reizungen und bei Verzehr zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod, führen kann. Abgeschnittene oder entfernte Früchte sollten unbedingt sicher entsorgt werden.
Obwohl giftig, werden in der Naturheilkunde Thuja-Tinkturen als Mittel gegen Warzen eingesetzt.

Lebensbereiche

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Nutzung

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Neben der Verwendung als Solitärpflanze (Einzelstellung) in Gärten und Parks oder als im Kübel kultivierte Terrassen- oder Dachgartenpflanze, gelten Thuja-Arten als beliebte Heckenpflanzen, die Formschnitte sehr gut vertragen. Dies dürfte nicht zuletzt an der Form ihrer Blätter liegen, die schuppenartig aufgebaut sind. Durch diese physiologische Eigenschaft der Einteilung in Flächen- und Kantenblätter und das stete Wachstum, sind die Gehölze wohl in der Lage, durch den Schnitt entstandene Lücken schnell zu "verschließen" und so nach außen hin ein einheitliches Antlitz zu präsentieren. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Rückschnitt nicht zu stark und nicht zu "tief" in die Pflanze erfolgt, denn im inneren der Pflanze sind die Äste häufig unbelaubt, bzw. mit abgestorbenen (braunen) Blättern besetzt, was das Erscheinungsbild dann unattraktiv macht.
Kleinere Thuja-Sorten wie z.B. Thuja occidentalis "Smaragd" oder Thuja plicata "Martin" werden häufig zur Abgrenzung in Gärten oder auf Friedhöfen genutzt. Ihre geringen Wuchshöhen von ca. 50cm machen sie im Unterhalt pflegeleicht und häufig können sie auch im Kübel kuliviert werden, was sie auch als Balkon- oder Terrassenpflanzen beliebt machen dürfte.

Empfehlungen

Thujen sind recht anspruchslose Pflanzen, die eine hervorragende Schnittverträglichkeit und immergrünes Laub aufweisen. Aufgrund dieser Eigenschaften gelten sie als eine der beliebtesten Heckenpflanzen, die gerne als Sichschutz oder zur Abgrenzung genutzt werden. Wird Thuja in dieser Form verwendet, sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht zu dicht aneinander gepflanzt werden, denn in der Regel sind die Bäumchen lediglich einige Zentimeter an den Spitzen begrünt, während die Blätter im "Inneren" der Pflanze braun und unansehnlich sind. Achten Sie bitte deshalb darauf, dass Sie beim Einpflanzen der kleinen Thujen ruhig einige Handbreit Platz zwischen den Pflanzen lassen, denn diese Lücken werden sich im Laufe der Zeit schließen.
Auch beim Rückschnitt sollten Sie nicht allzu rigoros vorgehen. Schneiden Sie bitte lediglich die Spitzen der Äste, dann wird das Laubkleid mit der Zeit dichter und schließt sich ebenfalls. Sollte die Pflanzen zu hoch werden, können Sie diese natürlich einkürzen. Beachten Sie bitte aber auch hier die Spezialitäten der Thuja-Arten: Anders als bei Laubgehölzen, werden abgeschnittene Haupttriebe von der Pflanze nicht ersetzt, weshalb die Höhe der Thuja gleich bleiben dürfte, sobald sie einmal abgeschnitten ist.
An dieser Stelle soll nochmal auf die Giftigkeit der Früchte und der Blätter der Thuja-Arten hingewiesen werden und es wird empfohlen, die Pflanzen nicht an Spielplätzen oder in Gärten zu pflanzen, in denen regelmäßig kleine Kinder spielen, denn ein Verzehr kann zu Vergiftungen führen.

Anfälligkeiten

Anders als andere Zypressengewächse, stammen Thujen ursprünglich aus mäßig warmen Küstenregionen, weshalb sie in der Regel gut in nordeuropäischem Klima gedeihen sollten. Durch die zunehmende Erwärmung und "Verschiebung" des Weltklimas jedoch, gerät dieses, wie andere Gehölze, zunehmend unter Druck, was eine höhere Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten zur Folge hat.
An erster Stelle sind verschiedene Pilzkrankheiten zu nennen, die häufig dort Pflanzen befallen, wo die Gewächse bereits durch z.B. ausgedehnte Trockenheit, übermäßiges Gießen oder Verletzungen geschwächt sind. Die Pilze geraten in den Organismus und befallen die Triebe oder die Wurzeln. Das Schadbild sind häufig braune Zweige oder vermodernde Wurzeln.
Auch einige Insekten sind in der Lage die Thujen zu schädigen. Zu nennen sind hier der Thuja-Borkenkäfer und die Thuja-Miniermotte. Auch hier zeigen sich braune oder abgestorbene Stellen und es sollten Larven oder ausgewachseen Tiere auf der Pflanze zu sehen sein.
Nicht zu vernachlässigen sind aber auch Standortbedingungen, die die Pflanze schwächen können. So kann z.B. ein zu salziger Standort (evtl. an einer Straße), ein Überdüngen (was letztlich einer Übersalzung entspricht), ein zu trockener oder ein zu feuchter Standort dazu führen, dass die Thujen icht so wachsen, wie Sie es erwartet haben. Abhilfe schafft in der Regel wenn man ein wenig herumprobiert: Ändern Sie die Standortbedingungen. Fragen Sie sich wann Sie die Pflanze das letzte Mal gedüngt haben. Überprüfen Sie ob die Pflanze nicht evtl. zu feucht steht. Überprüfen Sie, ob es nicht einen bisher unerkannten Salzeintrag gibt, etc. Hilft dies alles nicht, wenden Sie sich bitte an den Fachhandel.

Fun Fact

Das Holz vieler Thuj-Arten gilt als wertvoll. Zwar soll es nicht ausgesprochen stabil, dafür aber umso haltbarer sein. Im Norden der USA, wo das Hauptanbaugebiet für diese Thuja-Art ist, wird vor allen Dingen das Holz des Riesen-Lebensbaums (Thuja plicata, auch Thuja gigantea genannt) genutzt, das zu vielfältigen Produkten verarbeitet wird.
Im Handel häufig als "Western Red Cedar" zu erhalten, gilt das dauerhafte und leichte Holz z.B. als hervorragender Ersatz für Schindeln aus Schieferstein. Beliebt ist auch die Verarbeitung zu Booten, denn schon die "First Nations" Amerikas haben sich aus diesem Holz Einbäume und Totenpfähle gebaut.
Noch ein Wort zur Vermehrung, da es viel Spaß machen kann, die eigenen Pflanzen im Garten zu vermehren: Der Thuja occidentalis ist eine Pflanzenart, die sich relativ leicht vermehren lässt, denn es sollte ausreichen entweder die Samen oder Stecklinge in die Erde zu pflanzen.