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Gattung Photinia

Systematik

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Gattung: Photinia

Arten

Generelles

Pflanzen der Gattung Photinia, gehören erstaunlicherweise zur selben Familie (Rosengewächse; Rosaceae) wie Pflanzen der Gattungen Malus (Äpfel), Rosa (Rosen), Birnen (Pyrus), Brombeeren (Rubus), Erdbeeren (Fragaria) oder Steinobst wie Kirschen (Prunus), zu denen die bekannten Obstsorten Vogelkirsche (Prunus avium, die Zuchtgrundlage für viele Kirschensorten ist), Pflaumen (Prunus domestica) oder Mandeln (Prunus dulcis) gehören. Verbindende Merkmale sind z.B. wechselständige Blätter, das Vorhandensein von Nebenblättern und manche Gattungen tragen Stacheln.
Die Gattung der Glanzmispeln (Photinia), deren Name soviel wie "leuchtend, hell" bedeutet und auf die deutliche Färbung der Blätter verweist, besteht aus über 60 Arten, von denen ca. 30 ausschließlich in den warmen Regionen Chinas heimisch sind. Sie wachsen zumeist als immergrüne, seltener laubabwerfende Bäume oder Sträucher, die Höhen von bis zu 15 Metern erreichen können. Sie wachsen sowohl im Flachland als auch im Gebirge, überschreiten dort wohl aber selten Höhen von 1000 Metern.
So wie andere Arten der Gattung, bilden Glanzmispeln Früchte aus, die tlw. zum Verzehr durch den Menschen und uneingeschränkt zum Verzehr durch Vögel oder andere Kleintiere geeignet sind.
Einige wenige Arten werden auch unter der Bezeichnung "Stranvaesia" gehandelt.

Wuchsform

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Blatt und Blüte

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Die Blätter sind länglich-elliptisch bis lanzettlich und wachsen wechselständig (stehen sich also nicht direkt gegenüber). Die Blattränder sind glatt oder leicht gezähnt, die Nebenblätter, die sich häufig am Grund, bzw. an der Basis der "echten" Laubblätter befinden, lassen sich kaum von den Hauptblättern unterscheiden. Die meisten Arten der Photinia sind sommergrün (sie werfen ihr Laub im Winter ab), jedoch kommen auch immergrüne Arten vor, die zumeist in wintermilden Gebieten wachsen. Der botanische Gattungsname "Photinia" stammt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie "leuchtend" oder "hell". Ebenso wie der deutsche Name "Glanzmispeln" beziehen sich die Namen auf das glänzende, helle Aussehen der Blätter, die mit einer Wachsschicht überzogen sind. Beim Austrieb sind die Blätter zumeist leuchtend rot.
Die zwittrigen Blüten wachsen zahlreich in endständigen (am Ende des Zweigs), dolden- oder rispenförmigen Blütenständen und bestehen aus vielen, kelchförmigen Einzelblüten, deren weiße Kronblätter geöffnet sind und somit den Blick auf die langen Staubfäden freigeben. Sie sollen einen dezenten Weißdornduft verströmen und wenn sie befruchtet sind, bilden sich aus ihnen im Laufe des Spätsommers und des Herbstes, die zahlreichen Früchte, die bis weit in den Winter hinein am Baum haften bleiben.

Früchte

Die Früchte der Photinia-Arten sind zumeist von bläulicher oder rötlicher Farbe und entstehen zahlreich aus den Blüten. Sie erinnern entfernt an die Früchte des Holunder-Buschs, sind aber in der Regel für den Menschen giftig. Auf dem Speiseplan von Vögeln und anderen Kleintieren haben sie jedoch einen festen Platz und die in den Früchten enthaltenen Samen, werden auch durch sie in der Umgebung verteilt.

Lebensbereiche

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Nutzung

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Häufig werden immergrüne Photinia-Arten als pflegeleichte Gruppen- oder Heckenpflanzen verwendet, da sie relativ widerstandsfähig, pflegeleicht und gut in Form zu halten sind. Sie bilden ein ausreichend dichtes Laub und während der Blütephase im Sommer, treten noch die schön duftenden, weißen Blüten hinzu. Doch auch im Winter hat man viel Freude an den Pflanzen, denn nähert sich die Wachstumsperiode im Herbst ihrem Ende, reifen die vielen, meist roten Früchte, die ein beliebtes und kostenloses Vogelfutter darstellen.
Dieselben Eigenschaften weist die Pflanze natürlich auf, wenn sie als Solitär (Einzelgewächs) in Gärten oder Parks gepflanzt wird. Steht sie dort ausreichend nach allen Seiten frei, kann sie eine schöne, unregelmäßige Krone entwickeln und Höhen von bis zu 10m erreichen.
Wird sie im Kübel gepflanzt und zur Begrünung von Dachterrassen oder Balkonen verwendet, bleibt sie wesentlich kleiner, ohne dabei ihre anderen prägenden Eigenschaften zu verlieren. Für diesen Fall sollte aber, gerade bei immergrünen Sorten, darauf geachtet werden, dass die Erde immer ausreichend feucht ist, da die Pflanze andernfalls (gerade im Winter) schnell austrocknen kann.

Empfehlungen

Zwar sind Photinia-Arten recht anspruchslos, was die Bodenbeschaffenheit angeht, jedoch könnten sie es übelnehmen, wenn die Temperaturen im Winter zu stark abfallen sollten. Dies dürfte zwar bei älteren, gut angewachsenen Exemplaren unproblematisch sein, dafür sollten junge Pflanzen aber mit einem Frostschutz versehen werden, der den Wurzelansatz und die jungen Triebe mit berücksichtigt. Des weiteren sollte die Frostempfindlichkeit bereits bei der Pflanzung bedacht und der Standort so gewählt werden, dass die Sonne einerseits gut die Pflanze erreichen kann und sie andererseits vor zu kalten Winden geschützt steht.
Als ideales Pflanzsubstrat ist normale Gartenerde vollkommen ausreichend,wobei darauf geachtet werden sollte (insbesondere bei immergrünen Sorten), dass die Erde feucht gehalten wird, ohne dass sich Staunässe bildet.
Ein Rückschnitt (gerade wenn Photinia-Arten als Hecke gepflant werden), bietet sich nach der Blüte an. Zwar bilden sich dann im selben Jahr keine Früchte mehr aus, allerdings könnte es sein, dass sich bis zum Herbst nochmal frische Triebe zeigen, die der Hecke ein frisches Aussehen verleihen.

Anfälligkeiten

Auch wenn Photonia-Arten in der Regel recht unempfindlich gegen den Befall mit Schädlingen sind, weisen einige Arten eine gewisse Empfindlichkeit gegen den Befall mit Feuerbrand aus. Diese sehr gefährliche Krankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora hervorgerufen wird, befällt hauptsächlich Kernobstgewächse (wozu die Gattung Photinia ebenfalls gehört) und kann bei einem Ausbruch große Schäden im kommerziellen Obstbau verursachen. Aus diesem Grund ist die Zucht und der Verkauf der Photinia-Arten davidiana (Lorbeermispel/Stranvaesia) und nussia (Glanzmispel) beispielsweise in der Schweiz seit 2002 verboten.
Ein weiterer bekannter Schädling, der die Blätter und die Wurzeln schädigen kann, ist der Dickmaulrüssler. Diese kleinen, recht putzig wirkenden Tiere, gelten als ernst zu nehmende (landwirtschaftliche) Schädlinge, da sie bereits im Larvenstadium die Wurzeln der Pflanzen anfressen und somit wichtige Leitungsbahnen zerstören können. Sind sie ausgewachsen, befallen sie die Blätter, denen sie nicht minder zusetzen. Glücklicherweise gibt es recht wirkungsvolle (biologische) Mittel gegen ihren Befall und der bedauernswerte Pflnzenfreund, der sich durch diese Ausführungen angesprochen fühlt, sollte im Fachhandel nach HM-Nematoden Ausschau halten, denn diese kleinen Fadenwürmer haben sich als wirkungsvolle (und umweltschonende) Waffe gegen verschiedene Arten des Rüsselkäfers erwiesen.

Fun Fact

Eine der beliebtesten Sorten der Glanzmispel ist "Red Robin". Mit ihren, im oberen Bereich feuerroten und darunter liegenden, dunkelgrünen Blättern, ist sie ein echter "Hingucker" im Garten und die Wahrsheinlichkeit dürfte sehr hoch sein, dass Sie auf "Ihren" Strauch angesprochen werden. Haben Sie sich vorgenommen Photinia als Hecke zu pflanzen, sollten Sie beachten, dass die Pflanzen einige Jahre benötigen um ein blick- und winddichtes Laubkleid zu entwickeln, denn mit ca. 30-50cm Jahrezuwachs, gehört Photinia eher zu den mittelschnell wachsenden Pflanzen. Diese Eigenschaft ist für Heckenpfanzen allerdings auch ein echter Gewinn, denn je langsamer die Hecke wächst, desto seltener müssen Sie sie schneiden. >br> Da Photonia-Arten so außergewöhnlich gute Eigenschaften besitzen, wurde die Gattung von der englischen "The Royal Horticultural Society (RHS)" mit dem Preis für besonders wervolle Zierpflanzen ausgezeichnet (The RHS Award of Garden Merit).