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25.08.2016

Sommerschnitt an Obstbäumen

Hallo liebe Gartenfreunde,

der August neigt sich dem Ende zu und jetzt ist der ideale Zeitpunkt für einen Sommerschnitt. Bei dem Sommerschnitt an Obstbäumen geht es in erster Linie darum das Triebwachstum zu hemmen und die Fruchtbarkeit sowie den Blütenansatz zu fördern. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Im Hochsommer sind die Bäume kräftig und der Saftfluss ist hoch. Der Saftfluss sorgt dafür, dass die Bäume Wunden rasch verschließen und eindringende Pilzerreger oder Bakterien- und Virusinfektionen abwehren können. Beim Sommerschnitt werden zu steil wachsende und zu dicht stehende Äste komplett entfernt. Durch diese Maßnahme gelangt mehr Sonnenlicht an die Früchte. Dies begünstigt den Reifeprozess und sorgt für eine schöne Färbung. Ein weiterer Vorteil ist die lichte Krone. Sie trocknet nach einem Regenschauer schneller ab und verhindert so, dass sich Pilzkrankheiten ausbreiten.

Der Zeitpunkt für den Sommerschnitt sollte gewählt werden wenn das Triebwachstum abgeschlossen ist. Bei einem zu frühen Schnitt kann es vorkommen, dass die Bäume erneut austreiben. Da diese Triebe bis zum Winter nicht mehr voll ausreifen sind sie anfällig für Schäden und Krankheiten die von dort auf den gesamten Baum übergreifen können. Idealerweise schneiden Sie Ihre Obstbäume bei leicht bewölktem Himmel. Bei zu starker Sonneneinstrahlung können sich die freigelegten Früchte einen Sonnenbrand holen und später faulen.


Pfirsiche:
Bei Pfirsichbäumen werden während des Sommerschnitts die stärksten Triebe oberhalb des Leit- bzw. Fruchtastes entfernt. Auf der Unterseite werden hingegen die schwächeren Triebe entfernt. Dadurch werden ein harmonischer Baumaufbau und gleichmäßige Qualitäten gewährleistet.

Apfel:
Bei Apfelbäumen steht neben dem Junischnitt und Juniriss auch der Sommerschnitt an. Dabei werden alle zu dicht stehenden oder nach innen und oben wachsenden Langtriebe ausgelichtet. Der Schnitt sollte jedoch erst erfolgen, wenn die Endknospen an den Triebspitzen voll entwickelt sind.

Achten Sie bei spät reifenden Apfelsorten darauf die Fruchttriebe nicht einzukürzen. Geht zu viel Blattmasse verloren, werden die Früchte nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt und reifen langsamer.

Himbeeren:
Der Sommerschnitt der Himbeeren wird so vorgenommen, dass etwa 10 Ruten pro laufenden Meter an der Pflanze verbleiben. Überschüssige Triebe können entfernt werden. Dies führt zu einer besseren Versorgung der verbliebenen Triebe und sie trocknen nach einem Regenschauer schneller ab.

Brombeeren:
Die Seitentriebe der diesjährigen Ranken werden beim Sommerschnitt auf 2 bis 3 Augen eingekürzt. Durch diese Maßnahme wird die Entwicklung der verbliebenen Ranken gefördert. Auch können überzählige Ranken entfernt werden die sich sonst beim Wachstum behindern würden.

Johannis- und Stachelbeeren:
Der Sommerschnitt sollte nach der Ernte vorgenommen werden, dabei können abgetragene Triebe, die älter als 4-5 Jahre sind, entfernt werden. Dadurch können sich jüngere Triebe und deren Knospen besser entfalten. Wenn Sie vor der Ernte schon Hand anlegen wollen, können Sie überschüssige Triebe entfernen. Dies erleichtert die Ernte, senkt den Mehltaudruck und reduziert den Winterschnittaufwand.

Süßkirschen:
Grundsätzlich werden Süßkirschen nach Abschluss der Erziehungsphase ausschließlich im Sommer geschnitten. Die Bäume können am besten direkt nach der Ernte geschnitten werden. Beim Erhaltungsschnitt werden sowohl steile Triebe als auch Konkurrenztriebe am Mitteltrieb, und ins Kroneninnere wachsende Zweige an der Basis entfernt. Überhängende Astpartien zeigen an, das es auch Zeit für einen Verjüngungsschnitt ist. Dabei sollte der Durchmesser der Triebe jedoch nicht mehr als 5 cm betragen.

Kiwi:
Bei dem Sommerschnitt werden die Seitentriebe der Kiwibäume auf 5 bis 7 Blätter zurückgeschnitten. Durch diesen Schnitt wird die Fruchtbarkeit der Pflanzen erhöht.

Walnuss:
Die Walnuss gehört zu den Gehölzen die einen starken Saftdruck haben. Diese Pflanzen sollten ebenfalls im August oder September, wenn sie noch belaubt sind, geschnitten werden. Erfolgt der Schnitt im Spätwinter kommt es oft zu einem starken „Bluten“ der Pflanzen.


Das war es auch schon wieder mit dem Blogeintrag für diese Woche. Ich hoffe, Sie hatten wieder einmal viel Spaß beim Lesen und dass Sie eventuell etwas gelernt haben. Wir sehen uns in der nächsten Woche.


Ihr Meister Meyer



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