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01.02.2014

Hecken im Winter Teil 1

Heute möchte ich euch mit einigen Bildern und kurzen Beschreibungen einige Hecken im Winter zeigen. Es kommt leider immer wieder zu kleinen Missverständnissen bei den einzelnen Pflanzen und bei Begriffen wie zum Beispiel wintergrün.

Einige Bilder sind leider nicht ganz so schön geworden wie ich es mir erhofft habe, aber sie sind bei -12 Grad entstanden und wie man sieht, war es der Kamera auch etwas zu kalt.

Als erstes möchte ich euch den Begriff wintergrün am Beispiel vom Liguster Atrovirens und dem ovalblättrigen Liguster erklären. Beide sind wintergrün, wobei der ovalblättrige Liguster, das Laub im Winter auch nach strengem Frost länger halten kann als der Liguster Atrovirens. Wintergrün ist nicht mit immergrün gleich zu setzen. Es heißt nur, dass die Blätter ein Teil des Winters haften bleiden und spätenstens beim Austrieb der neuen Blätter im Frühling abfallen. Wie lange sie haften bleiben, ist bei den verschiedenen Pflanzenarten und Sorten oft sehr verschieden. Auch ist es sehr abhängig davon wie streng der Winter ist. In milden Wintern wird zum Beispiel der ovalblättrige Liguster bis zum Blattaustrieb kaum Blätter verlieren.


Auf dem ersten Bild ist eine Liguster Atrovirens Hecke zu sehen. Die schwarzen leicht Stefans-Blog
giftigen Früchte (gute Nahrungsquelle für die Vögel) hängen noch an der Pflanze, man kann aber schon sehen, dass die Hecke jetzt keinen wirklichen Sichtschutz mehr bieten kann.







Etwas besser sieht es da beim ovalblättrigen Liguster aus, dieser kann das Laub viel besser halten. Er trägt auch keine Früchte, sodass man keine Angst haben muss, dass sich die Kinder oder der Hund den Magen verderben. Stefans-Blog
Auf diesem Bild ist meine kleine Hecke im Vorgarten zu sehen, welche noch relativ blickdicht ist. Auch finde ich den ovalblättrigen Liguster im Sommer schöner als den Atrovirens, da er etwas größeres Laub hat und eine frischere Farbe hat. Aber das ist ja Geschmacksache. Eine weitere positive Eigenschaft ist, dass er nicht so anfällig für Blattkrankheiten ist wie der Atrovirens. Selbst als alte Hecke ist er noch schön dicht und weist ein vitales Wachstum auf. 





Ligusterhecken haben ein guten bis starken Wuchs. Das starke Wachstum ist ein Vor- und Nachteil zu gleich. Die Vorteile sind, dass durch das starke Wachstum auch schon größere Pflanzen recht günstig zu bekommen sind und das selbst wenn kleinere Größen gepflanzt werden, sehr schnell eine ansehliche Hecke entstehen kann. Der Nachteil ist, dass sie aus diesem Grund am besten zweimal im Jahr geschnitten werden sollten damit sie eine schöne Form behalten.

Im Gegensatz dazu ist es bei der Eibe (Taxus baccata) fast umgekehrt. Sie wächst langsamer, daher reicht es aus, wenn sie einmal im Jahr geschnitten wird. Durch das langsamere Wachstum sind die Pflanzen aber zum Teil erheblich teurer in der Anschaffung. Auch dauert es etwas länger bis eine neu gepflanzte Hecke zu einer grünen Wand wird. Wenn dies aber erstmal geschafft ist, dann kann man bei der richtigen Pflege den Rest seines Lebens von dieser Hecke gut haben. Eiben sind wohl die langlebigsten Heckenpflanzen die es gibt. Die Investition lohnt sich also.

                                                           Stefans-Blog

Auf dem Bild ist eine recht junge Heckanpflanzung zu sehen, bei der Pflanzen mit Ballen in der Größe 275-300cm verwendet wurden. Die Pflanzung ist 5 Jahre alt und die Hecke hat bereits eine sehr schöne Form angenommen. In den nächsten 3-4 Jahren wird sie so dicht werden, dass ein geworfener Tennisball einfach abprallen wird. Alle Eiben sind, wie auf dem Bild zu sehen ist, auch im Winter zuverlässig blickdicht und verfärben sich auch nicht, wie zum Beispiel viele Lebensbäume.
Eibenhecken wirken immer sehr edel und haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu den meisten anderen Heckenpflanzen auch im Schatten großer Bäume noch dichte Hecken bilden können. Angst vor vor der Giftigkeit der Eiben zu haben, braucht man nicht zu haben, da geschnittene Hecken (Taxus baccata) keine Früchte bilden, die Kinder zum naschen verführen könnten. 

In Elmshorn, habe ich im Herbst noch diese, wie ich finde, sehr schöne "lockere" Hecke gesehen.         
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Von vorn betrachtet ist zwischen den Pflanzen immer noch etwas Luft/Platz. So entsteht ein nicht ganz so abgrenzender Eindruck. Sehr schön finde ich solche Hecken für zum Beispiel eine Terrasse oder als Grundstücksbegrenzung zu einem lieben Nachbarn, da sie nicht die komplette Sicht nimmt. Gepflanzt wurde hier Taxus baccata Fastigiata. Diese bildet allerdings Früchte. Sie eignet sich aber wie man sieht sehr gut für sehr schmale Hecken. Diese müssen dann in der Breite gar nicht und in der Höhe nur sehr selten geschnitten werden.

An dieser Stelle möchte ich den ersten Teil beenden. Im zweiten Teil der kleinen Blog-Reihe "Hecken im Winter" zeige ich euch wie sich Rhododendron, Lebensbäume und Efeu im Winter als Heckepflanze so schlagen. 


Euer Meister Meyer ;-)


2 Kommentare von Kunden zu diesem Blog:

Wühlmaus am 08.02.2014:
Sehr interessant. Wäre es machbar, dass Sie auch noch eine kleine Info über Buchenhecken schreiben? Ich plane eine zu setzen und bin dankbar über Ihren fachlichen Rat. Vielen Dank.
Birte V. am 05.02.2014:
Sehr geehrter Meister Meyer, das ist ja eine tolle Idee hier den Blog einzurichten. Den werde ich mir nicht entgehen lassen. Ihre Tipps und Tricks sind sehr hilfreich. Liebste Grüße aus dem hohen Norden.



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