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Rosenschnitt

Alle Informationen rund um den Rückschnitt von Rosen


Warum müssen Rosen geschnitten werden?

Durch den Rosenschnitt wird der Selbst- und Arterhaltungstrieb der Rosen angesprochen. Die Rosen bringen nach dem Schnitt frische Triebe und Blüten hervor um ihren Fortbestand zu sichern. Überlegtes Auslichten und Einkürzen verbessert die Lichtverhältnisse im Rosenstrauch und regt den Neuaustrieb an.
Im Grunde ist der Schnitt eine einfache Pflegemaßnahme die dazu dient, dass die Rosen kräftig und gesund bleiben. Es regt das Wachstum an und fördert die Gesundheit der Rosen. Außerdem können durch den richtigen Schnitt die Blühpausen verringert werden. Bleibt der Schnitt aus, werden die Zweige der Rosen immer länger und dünner und lichten im unteren Teil aus. Sie wirkt dadurch zwar größer, ist aber schwächer, bringt weniger Blüten hervor und ist anfälliger für Krankheiten. Auch lässt diese Schönheitskur die Rosen viel attraktiver erscheinen wenn das vertrocknete Laub, die Blüten und Zweige entfernt werden.


 

Das richtige Werkzeug für den Rosenschnitt.

Besonders wichtig beim Rosenschnitt ist eine hochwertige und scharfe Rosen- oder Gartenschere. Die Schnitte müssen glatt sein, es darf nicht zu Quetschungen kommen. Jede Verletzung der Rose ist eine Möglichkeit für Krankheitserreger und Schädlinge in die Pflanze zu gelangen.
Desweiteren ist es wichtig, spezielle Handschuhe zu tragen die für die Arbeit an dornenbewehrten Pflanzen entwickelt wurden. Die Gefahr durch Rosendornen sollte nicht unterschätzt werden.
Es besteht meist die Wahl zwischen Bypass- und Amboss-Scheren. Die Bypass-Schere ist ähnlich wie eine Haushaltsschere aufgebaut, es gleiten zwei Klingen aneinander vorbei. Diese Scheren sind ideal für weiche Triebe. Bei einer Amboss-Schere trifft die Klinge auf eine gerade Fläche. Das ist besser für dickere Triebe, kann aber zu Quetschungen führen.


 

Wann ist der beste Zeitpunkt um Rosen zu schneiden?

Der richtige Zeitpunkt hängt von den Witterungsbedingungen ab. Gartenbesitzer können sich aber einfach an der Forsythienblüte orientieren. Wann diese stattfindet ist von Region zu Region unterschiedlich, sie kann bereits Anfang März oder auch erst Anfang April sein. Nach der Blüte der Forsythien drohen meist keine starken Fröste mehr. Die Rosen sollten auf keinen Fall zu früh geschnitten werden. Durch den Rückschnitt zur richtigen Zeit werden die Rosen besonders motiviert kräftig auszutreiben.
Einmal blühende Rosen werden in der Regel erst nach der Blüte geschnitten. So können sie bereits die Blütenansätze für das kommende Jahr anlegen. Bei diesem Schnitt ist es nur wichtig krankes und abgestorbenes Holz herauszuschneiden.


 

Frühjahrsschnitt


Der Hauptschnitt im Frühjahr erfolgt wenn kein längerfristiger Frost mehr zu erwarten ist. Außerdem ist es wichtig, dass die Rosen noch nicht im starken Austrieb stehen. Der Rückschnitt ist nicht kompliziert und hilft den Rosen indem er das Wachstum und die Blütenbildung fördert.
Alte Triebe und sogenannte Querschläger können tief abgeschnitten werden, an den jungen Trieben werden hingegen nur die Spitzen abgeschnitten die durch den Frost im Winter abgestorben sind. Alle anderen Triebe werden bis auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Je radikaler der Rückschnitt ausfällt, desto kräftiger wachsen und blühen die Rosen im Sommer.
Hierbei ist zu beachten das für alle Rosen gilt mit Ausnahme von Kletterrosen, Ramblerrosen und einmalig blühenden Rosen. Diese Rosen blühen nicht am neuen Trieb sondern am letztjährigen. Wird bei diesen Rosen zu viel zurückgeschnitten, kann es sich negativ auf die Anzahl der Blüten auswirken.

 

Wie wird beim Frühjahrschnitt vorgegangen?

Beim Einkürzen von Trieben werden diese bis auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Der Schnitt erfolgt einen halben Zentimeter über einem nach außen stehenden Auge. Dadurch, dass ein nach außen stehendes Auge ausgesucht wird, soll der Wuchs der neuen Triebe nach außen gelenkt werden. So wachsen die Triebe nicht in die Mitte wo sie sich die Luft nehmen und die Durchlüftung verschlechtert werden würde. Dieser Schnitt sollte schräg angesetzt werden, nicht zu schräg, nur gerade so schräg, dass Wasser problemlos ablaufen kann.
Triebe die zur Mitte hin wachsen, oder solche die sich mit anderen Trieben überkreuzen, werden herausgeschnitten. Diese Triebe werden direkt an der Ansatzstelle abgeschnitten, so bleibt kein Strunk stehen.
Dünne, schwache Triebe welche die Rose noch im Herbst gebildet hat, sowie abgestorbenes Holz werden ebenfalls herausgeschnitten. Genauso wie alle verwelkten Blätter, Blüten und Hagebutten. Dann werden noch die restlichen Triebe auf das außenstehende Auge gekürzt.


 

Sommerschnitt

Der Sommerschnitt erfolgt in der Regel nur um die Rosen von verwelkten Blüten zu befreien und so den Austrieb von neuen Blüten zu fördern. Dabei wird jedoch nicht einfach nur die Blüte abgeschnitten, sondern den kompletten Trieb. Dieser Schnitt wird schräg angesetzt und erfolgt etwa einen halben Zentimeter oberhalb des nächsten 5-fiedrigen Blattes. Der schräge Schnitt ist eine vorbeugende Maßnahme gegen Schimmel- und Pilzbefall. Sind die Triebe dünn und schwach, können sie auch direkt am Triebansatz entfernt werden.


 

Schnitte, welche unabhängig vom Rosentyp durchgeführt werden

Ein regelmäßiger Schnitt um einem zu dichten Wuchs entgegenzuwirken ist empfehlenswert. So kann die Luftzirkulation in der Pflanzenmitte erhöht werden, welches wiederum Krankheiten und Pilzbefall vorbeugt. Abgestorbene und kranke Triebe werden bis ins gesunde, weiße Holz zurückgeschnitten. Hierbei sollte beachtet werden, dass abgeschnittene, kranke Zweige nicht auf dem Kompost landen sondern im Hausmüll. Auf dem Kompost besteht die Gefahr, dass sich die Krankheiten von dort aus weiterverbreiten. Dünne und schwache Zweige werden ebenfalls entfernt. Schwache Triebe ohne Augen werden direkt am Ansatz abgeschnitten, so dass kein Strunk stehen bleibt. Genauso werden auch sich kreuzende und aneinander scheuernde Zweige abgeschnitten. Beim Kürzen von Trieben wird die Schere immer mindestens einen halben Zentimeter über einem Auge angesetzt und schräg geschnitten. Am besten über einem nach außen stehenden Auge. Verblühtes wird über dem ersten oder zweiten voll entwickelten Laubblatt entfernt. Möglichst bald nach dem Abblühen.


 

Wildtriebe

Entwickelt sich an der Rose ein Trieb, der sich in Form, Blattgröße und Blattfarbe vom Rest der Rose unterscheidet, handelt es sich meist um einen Wildtrieb, der aus dem Wurzelstock ausgetrieben ist. Dieser Trieb stammt nicht von der veredelten Sorte und ist unerwünscht und muss entfernt werden. Dies sollte nicht per Schnitt erfolgen sondern indem der Trieb so tief wie möglich herausgerissen wird. Sonst kann es vorkommen, dass der Trieb die Edelsorte überwuchert.


 

Pinzieren

Durch das Pinzieren wird eine künstliche Zwischenblüte erzeugt, womit eine kontinuierliche Blüte erreicht wird, die über mehrere Wochen anhalten kann. Das Pinzieren erfolgt etwa Mitte Mai, wenn die Austriebe kurz vor der Knospenbildung sind. Es wird ungefähr die Hälfte der Neutriebe entfernt um so eine verzögerte Blüte zu erreichen. Außerdem führt es zu einer besseren Verzweigung des Rosenstrauches und verleiht der Pflanze einen stabileren Aufbau.


 

Der richtige Schnitt für bestimmte Rosengruppen


Jede Rosengruppe muss unterschiedlich stark geschnitten werden. Es ist also wichtig zu wissen welche Rosen im Garten stehen. Ist die Rosengruppe nicht bekannt ist es aber auch nicht schlimm. In dem Fall werden die Rosen einfach ihrer Wuchsform entsprechend um ein Drittel gekürzt.

 

Beetrosen und Edelrosen

Diese Rosengruppe wird jährlich auf drei bis vier Augen herunter gekürzt. Dies entspricht einer Trieblänge von 15 bis 20 cm. Grundsätzlich ist zu sagen, dass bei Beet- und Edelrosen höchstens ein Viertel der gesamten Triebe zwei Jahre oder älter sein sollten. Beim Rückschnitt werden einige alte Triebe direkt am Boden weggeschnitten. Ältere und stärkere Triebe werden auf vier bis sechs Augen gekürzt, schwächere Triebe auf drei bis vier Augen. Einzeln stehende Blüten werden über dem zweiten Auge unterhalb der Blüte gekürzt.


 

Zwergrosen und Kleinstrauchrosen

Zwerg- und Kleinstrauchrosen gehören zu den flächen- und bodendeckenden Rosen. Sie verfügen über eine gut Blattgesundheit, Blühwilligkeit und vielfältige Wuchsformen. Der Schnitt erfolgt ähnlich wie bei den Beet- und Edelrosen, allerdings steht hier die Form im Vordergrund. Diese Gruppen werden halbkugelig geschnitten. Zwergrosen werden halbrund auf eine Trieblänge von 10 bis 15 cm zurückgeschnitten, Kleinstrauchrosen um die Hälfte.


 

Strauchrosen

Einmal blühende Strauchrosen
Etliche alte Rosen gehören zu den einmal blühenden Strauchrosen. Sie blühen sehr üppig, aber nur wenige Wochen im Jahr. Diese Rosengruppe wird direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. So haben die Rosen genug Zeit Blütentriebe für das kommende Jahr auszubilden.
Im Frühling werden nur die kranken und abgestorbenen Triebe entfernt. Ist die Pflanze schon ausgewachsen können gelegentlich ein bis zwei alte Triebe entfernt werden. Im Sommer werden überlange und störende Triebe gekürzt.

Öfterblühende Strauchrosen
Zu den öfterblühenden Strauchrosen gehören sowohl die modernen als auch die historischen Rosen. Diese Sorten wachsen meist überhängend und werden 120 bis 300 cm hoch. Bei Strauchrosen ist es wichtig, dass sie zuerst ein starkes Gerüst aus Trieben erster und zweiter Ordnung bilden. Dieses Gerüst trägt dann die Jahrestriebe mit den Blüten. Aus diesem Grund werden die Langtriebe erster Ordnung nur um ein Drittel der Wuchshöhe reduziert. Die restlichen Triebe zweiter und dritter Ordnung werden bis auf drei bis fünf Triebe zurückgeschnitten. An diesen bilden sich die meisten blütentragenden Triebe. Schwache und überalterte Triebe werden am Ansatz entfernt. Bei historischen Strauchrosen werden mehr Triebe stehen gelassen um die in der Regel dünnen Triebe zu stützen.


 

Kletterrosen

Diese Rosengruppe sollte in den ersten drei Jahren nicht geschnitten werden. Die Kletterrosen bilden im ersten Jahr nämlich nur lange, unverzweigte Triebe ohne Blütenansätze aus, erst im zweiten Jahr folgen diese. Im dritten Jahr erreichen die Kletterrosen ihren Blütenhöhepunkt. Erst in den darauffolgenden Jahren werden Gerüsttriebe, welche an der Spitze bereits stark geblüht haben zurückgeschnitten.

Einmal blühende Kletterrosen
Bei einmal blühenden Kletterrosen werden vergreiste Äste im Frühjahr entfernt. Kurze Seitentriebe werden auf drei bis fünf Augen gekürzt, bei den langen Seitentrieben werden nur einige ausgelichtet. Im Sommer erfolgt dann der Hauptschnitt. Hierbei werden nur vierjährige Triebe oder ältere, bei denen die Blütenfülle allmählich nachlässt bodennah entfernt. Jungtriebe werden belassen, Haupttriebe die bereits geblüht haben werden herausgenommen oder bis auf einen kräftigen Seitentrieb gekürzt.

Öfterblühende Kletterrosen
Bei öfterblühenden Kletterrosen sollten zwei Drittel des älteren Holzes erhalten bleiben. Es werden jährlich nur ein bis zwei ältere Triebe entfernt um die Rosen zu verjüngen. Einfach darauf achten ob sich ein neuer Langtrieb entwickelt hat, ist dies der Fall wird ein alter entfernt. Alte Triebe die sich nicht leiten lassen oder in eine falsche Richtung wachsen werden entfernt. Seitentriebe an verbleibenden Leitästen werden auf zwei bis drei Augen gekürzt.


 

Ramblerrosen

Bei den Ramblerrosen handelt es sich um eine relativ neue Genration von Kletterrosen. Diese Rosengruppe braucht so gut wie keinen Rückschnitt. Es werden nur einzelne Triebe entfernt. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einmal- oder um öfterblühende Rambler handelt. Nach der Blüte Ende Juni können mächtige, abgeblühte Triebe etwas geschnitten werden. Stark wachsende Rambler die an Bäumen oder Mauern wuchern benötigen keinen Schnitt. Störende Triebe können im Sommer herausgeschnitten werden. Grundsätzlich sollten Rückschnitte an Ramblerrosen stets im Sommer erfolgen, da bei einem Schnitt im Frühjahr die Blüte an diesen Trieben ausfallen kann.


 

Stammrosen

Für einen passenden Rückschnitt ist es wichtig zu wissen welche Rosenklasse auf dem Stamm veredelt wurde. Edelrosen, Beetrosen und Strauchrosen bilden eine kompakte Krone. Bei einem Rückschnitt sollte die runde Kronenform erhalten bleiben. Hierzu werden alle Triebe auf 20 bis 30 cm gekürzt. Strauchartige Kleinstrauchrosen können ebenfalls stark geschnitten werden.
Bei überhängend wachsenden Stammrosen werden nur die zu lang gewordenen Triebe eingekürzt. Damit die Rose blühfreudig und gesund bleibt sollten auch hin und wieder vergreiste Triebe entfernt werden.


 

Wildrosen

Wildrosen bilden nur an älteren, vorjährigen Trieben Blüten aus. Deshalb sollte auf einen zu starken Schnitt verzichtet werden. Erst alle fünf bis sieben Jahre sollte ein stärkerer Rückschnitt erfolgen damit sie nicht zu üppig wird und unten verkahlt. Dabei werden die ältesten und zu groß geratenen Triebe am Ansatz herausgeschnitten. Der beste Schnittzeitpunkt liegt im Sommer nach der Blüte.