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Der Naturteich

Eine kleine Oase im eigenen Garten


Viele Hobbygärtner träumen von einem eigenen Gartenteich. Ein Ort der Ruhe an dem man die Seele baumeln lassen kann. Die Vielzahl an Pflanzen und Teichbewohner machen den Naturteich zum Highlight im eigenen Garten.
Wie wird ein Teich überhaupt definiert? Es handelt sich dabei um ein künstlich angelegtes Gewässer mit einem Abfluss über den das Wasser abgelassen werden kann. Das Pendant zum Teich in der freien Natur ist der Weiher. Es handelt sich dabei um ein natürliches Gewässer mit geringer Wassertiefe. Das Licht, welches auf den Weiher trifft, erreicht noch die Pflanzen die am Boden wachsen. Ein Gewässer welches so tief ist, das das Licht nicht den Boden erreicht ist der See. Ein Tümpel hingegen ist ein Gewässer welches immer wieder trocken fallen kann.
In einem kleinen Naturteich ist nicht genug Platz für Fische. Sie stören die Amphibien bei der Fortpflanzung, trüben das Wasser wenn sie am Teichboden gründeln und reichern durch ihre Ausscheidungen das Wasser mit Nährstoffen an. Dies führt zu vermehrtem Algenwachstum.
Ab einer Teichgröße von mehr als 20 Quadratmeter und einer Mindesttiefe von 1,20 Meter können kleine heimische Fische im Teich Einzug halten. Dabei sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Fischpopulation keine überhandnimmt.
Wie möchten Ihnen heute zeigen wie Sie Ihren eigenen Naturteich im Garten anlegen können. Es gibt natürlich eine Vielzahl an unterschiedlichen Teich-Arten, wie den Schwimmteich oder den Koiteich. Wir möchten uns aber auf den Naturteich beschränken und wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem Vorhaben und natürlich auch beim Lesen.


 

Anlegen des Teichs


Einen eigenen Naturteich anzulegen ist nicht schwer. Es gibt eine Vielzahl an Materialien und Techniken die das Ganze vereinfachen. Aber sie haben alle eins gemeinsam: zuerst muss ein großes Loch gegraben werden. Durch die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten von Teichbepflanzung, Fischbesatz, Beleuchtung oder auch der Teichform kann jeder Gartenfreund seinen eigenen ganz individuellen Teich anlegen.
Der Standort sollte so gewählt werden, dass der Teich die meiste Zeit des Tages in der Sonne liegt. Dies ist ideal für das Wachstum der Wasserpflanzen. Etwa zwei bis drei Stunden Schatten pro Tag wirkt dem Algenwachstum entgegen. Das sollten Sie bei der Wahl bedenken. Auch sollte ein ausreichender Abstand zu Bäumen und Sträuchern gewählt werden. Sonst fällt im Herbst zu viel Laub in den Teich. Bei der Tiefe des Teichs kommt es auf Ihre persönliche Vorliebe an. Möchten Sie Fische in Ihrem Teich haben sollte er, wie bereits oben beschrieben, eine Mindesttiefe von 1,20 Metern haben. Möchten Sie, dass sich Molche und Frösche ansiedeln sollte die Tiefe nicht weniger als 80 cm betragen. Sonst kann der Teich auch flacher ausfallen. Wichtig ist auch ein sacht abfallender Boden. Pflanzen die am Teichrand wachsen verlieren dort abgestorbene Pflanzenreste sich in Erde verwandeln. Das Ufer sollte so angelegt werden, dass sich Amphibien außerhalb der Laichzeit verstecken können. Etwa durch Anlegen von Wildpflanzen, einer Mauer oder Holz- und Steinhaufen.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten den Teich abzudichten. Haben Sie beispielweise eine mindestens 30 cm dicke Lehmschicht unter der Humusschicht brauchen Sie keine weiteren Hilfsmittel damit der Teich dicht bleibt. Ist eine solche Lehmschicht nicht vorhanden kann auch über einen Einsatz von ungebrannten Tonziegeln nachgedacht werden. Das Auslegen der Ziegel ist jedoch Schwerstarbeit. Wir befassen uns deshalb mit der einfachen Art den Teich mit Teichfolie anzulegen.

Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, steht dem erfolgreichen Teichbau nichts im Wege:
- Der Boden: sollte in einem Verhältnis von 1:3 abflachen. Dies entspricht also 1 Meter Tiefe bei 3 Meter Länge. Um die Uferbepflanzung zu erleichtern, können Sie kleine Stufen einarbeiten. Entfernen Sie bei diesem Arbeitsschritt gleich alle spitzen Steine und Wurzeln. Diese können sonst die Teichfolie beschädigen.
- Die Folie: Teichfolie gibt es aus verschiedenen Materialien. EPDM stellt dabei die umweltfreundlichste Alternative dar. Allerdings auch zu einem höheren Preis. PVC ist um einiges günstiger, enthält aber auch Weichmacher und Schwermetalle die mit der Zeit an die Umwelt abgegeben werden. Nicht unbedingt wünschenswert.
- Das Teichvlies: Bevor die Teichfolie verlegt wird, sollte der Boden mit Teichvlies ausgelegt werden. Dies verringert die Chance das die Folie beschädigt werden kann. Die Bahnen sollten sich dabei um etwa 10 cm überlappen.
- Auslegen der Teichfolie: Die Teichfolie wird so über das Loch gezogen das möglichst wenig Falten entstehen. Entstandene Falten können einfach umgeknickt und mit Kies abgedeckt werden. Am Rand wird die Folie entweder bodeneben abgeschnitten oder umgeknickt.

 

Das richtige Wasser

Teiche verlieren durch Verdunstung und andere Umwelteinflüsse Wasser. Da die wenigsten Gartenbesitzer einen natürlichen Zufluss in Form einer Quelle oder eines Bachs haben, kann der Teich auch mit Dachablaufwasser oder Leitungswasser gespeist werden. Dies sollte aber vor dem Einlaufen in einer Schilfuferzone vorgeklärt werden. Es ist auch möglich eine Mini-Pflanzenkläranlage anzulegen. Dazu werden zwischen Wasserzufuhr und Teich zwei kleine Becken angelegt die ebenfalls mit Folie ausgelegt werden. In diese Becken werden Wasserpflanzen wie Binsen, Kalmus, Rohrkolben oder Wasserschwertlilien gesetzt. In diesen Becken sammelt sich das zugeführte Wasser, die Pflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe auf und Schwebstoffe setzen sich auf dem Boden ab. Das überlaufende Wasser gelangt so gereinigt in den Teich.
Auf Technik in Form von Umwälzpumpen und Springbrunnen sollte verzichtet werden. Dies bewirkt eine Vermischung der Wasserschichten und der unterschiedlichen Wassertemperaturen der Schichten. Diese Vermischung führt sonst unter anderem zu vermehrtem Algenwachstum.


 

Teichbewohner


Weist ihr Teich eine Tiefe von mehr als 80 cm auf besteht die Möglichkeit, dass sich Frösche und andere Amphibien ansiedeln. Sie brauchen den Teich nur ihrer Fortpflanzung indem sie dort ihre Eier, Laichschnüre usw. ablegen. Dennoch leben sie natürlich in der Nähe der Gewässer und finden auch ihr Futter dort.
Möchten Sie den Teichbewohnern etwas Gutes tun, können Sie in Ufernähe einen Unterschlupf anlegen. Dorthin können sich die Tiere zurückziehen. Als Schlupfwinkel eignen sich besonders Laub- und Reisighaufen, Wallhecken, Holzstapel, Steinhaufen oder Trockenmauern. Diese sollten auch nicht zu sehr gepflegt werden damit die Bewohner auch Nahrung finden.
Für Amphibien die den ganzen Sommer über im Teich verbringen ist eine abwechslungsreiche Gestaltung der Uferzone besonders wichtig. Dort bieten Pflanzen wie der Rohrkolben, Wasserschwertlilien oder auch Pfeilkraut genügend Rückzugsmöglichkeiten. Auch dauert es eine Weile bis sich diese Tiere ansiedeln. Sie müssen eventuell einiges an Geduld aufbringen.

 

Insektenparadies

Libellen gehören zu den schönsten Teichbewohnern. Aber sie kommen nur wenn der Teich bestimmte Voraussetzungen aufweist. So muss der Teich zum Beispiel so tief sein, dass er im Winter nicht komplett zufriert. Denn im tiefen Wasser überwintern die Libellenlarven und in zu seichtem Wasser überleben sie den Winter nicht. Auch sollten Pflanzen vorhanden sein, die aus dem Wasser herausragen. Die Libellen nutzen diese Stängel als Leitern und Startrampen. Am Ufer und im Wasser benötigen die Insekten Landeplätze an denen sie sich ausruhen und ihre Beute vertilgen können. Die Teichfläche sollte ausreichend groß sein damit die Libelle auf Beutezug gehen kann. Der Grund am Flachwasser muss schlammig sein, so dass Larven darin nach Futter suchen können.


 

Pflanztipps


Der beste Zeitpunkt um Pflanzen in Ihren Teich zu setzen liegt im Mai. Dann erwärmt sich das Wasser allmählich und die Pflanzen haben den ganzen Sommer Zeit anzuwachsen. Kleinere Wasserstauden können direkt in den Teichkies gepflanzt werden, die Wurzeln werden einfach mit ein paar Steinen beschwert. Größere Pflanzen werden in Pflanzkörbe gesetzt und mit Sackleinen eingeschlagen. So wird verhindert, dass die Erde weggeschwemmt wird. Dann wird die Oberfläche noch mit Kieselsteinen beschwert. Schwimmpflanzen werden einfach nur auf die Wasseroberfläche gelegt und sich selbst überlassen.
Bevor der Teich im Winter zufriert sollten weiche Pflanzenteile, wie z.B. die Blätter der Seerose, entfernt werden. Harte Pflanzenteile, wie Halme oder Blätter von Rohrkolben oder Wasserschwertlilien, sollten hingegen stehenbleiben. Durch sie friert der Teich nicht komplett zu und Faulgase, die am Teichboden entstehen, können abziehen.

 

Teichpflanzen

Pflanzen für Ihren Teich suchen Sie am besten anhand der Wassertiefe aus in der sie am besten gedeihen. Es wird dabei zwischen drei Tiefenzonen, sowie Unterwasserpflanzen und Schwimmpflanzen unterschieden.
- Flaches Wasser (0-25 cm): Für diese Tiefenzone eignen sich Pflanzen wie Froschlöffel, Kalmus, Schwanenblume, Sumpfdotterblume oder Zwergbinse.
- Seichtes Wasser (25-50 cm) : Für diese Tiefenzone eignen sich Pflanzen wie Pfeilkraut, Rohrkolben, Tannenwedel oder Wasserminze.
- Tiefes Wasser (50 cm und tiefer) : Für diese Tiefenzone eignen sich Pflanzen wie die Gelbe Teichrose, Seekanne oder die Seerose.
- Unterwasserpflanzen: Diese Pflanzen erhalten ihre Nahrung direkt aus dem Wasser und entziehen so den Algen die Nahrung und setzen Sauerstoff frei. Zu ihnen gehören unter anderem das Laichkraut, Hornblatt, Nadelsimse, Quirliges Tausendblatt, Wasserhahnfuß, Wasserfeder und der Wasserstern.
- Schwimmpflanzen: Diese Pflanzen ernähren sich ausschließlich aus dem Wasser. Zu ihnen gehören Froschbiss, Krebsschere oder auch Wasser-Lebermoos.