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Linde

Altehrwürdig und legendenumwoben

Die Linden (Tilia) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Lindengewächse innerhalb der Familie der Malvengewächse. Zu ihr gehören ungefähr 40 verschiedene Arten, von denen drei in Europa heimisch sind. Linden sind laubabwerfende Bäume. Sie erreichen je nach Art eine Wuchshöhe von 15 bis zu 40 Metern. Die Bäume sind sehr langlebig und können ein sehr hohes Alter erreichen. Lebenszeiten von 1000 Jahren sind nicht ungewöhnlich. Linden können sich sowohl generativ als auch vegetativ vermehren. Bei der generativen Vermehrung erfolgt die Bestäubung durch unterschiedliche Insekten, die durch den intensiven Duft der Lindenblüten angelockt werden. Teilweise geschieht die Bestäubung auch über den Wind. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Stockausschlag und Wurzelbrut.


Die Linde im Volksleben


In ganz Mitteleuropa haben Linden eine lange Kulturgeschichte und sind feste Bestandteile vieler Mythen und Sagen. Besonders bei den Germanen galten sie aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung als heilige Bäume. Gute Indizien dafür, wie tief die Linde im Volksleben verwurzelt ist, sind die Vielzahl von Flur- und Familiennamen die direkt von der Linde abgeleitet wurden. Auch in der Nibelungensage war es ein Lindenblatt welches sich an Siegfrieds Schulter heftete als dieser im Blut des Lindwurms badete und so den vollkommenen Schutz verhinderte. In vielen Dörfern und Städten waren große Lindenbäume Mittelpunkte des Rechts- und Gemeinschaftslebens. So wurden unter ihren dichten Laubdächern Gerichtsverhandlungen oder Tanzfeste durchgeführt.


 

Die Winter-Linde - Baum des Jahres 2016


Die Winter-Linde (Tilia cordata) ist zum Baum des Jahres 2016 gewählt worden. Die Stiftung würdigte damit die Linde als den Baum mit den vielfältigsten Verwendungsmöglichkeiten, der höchsten Wertschätzung und der größten Bedeutung in der Mythologie.
Bei der Winter-Linde handelt es sich um einen ansehnlichen, sommergrünen Laubbaum mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Meter. Seine Krone ist hochgewölbt, ausladend und oft etwas unregelmäßig ausgeprägt. Die Rinde ist bei jungen Bäumen glatt und grau. Sie wird mit dem Alter zunehmend braungrau bis schwarzbraun und weist verschiedene flache Furchen auf. Die Äste wachsen steil aufrecht, nur bei sehr alten Bäumen sind sie abwärts gebogen.

 

Die Sommer-Linde – Baum des Jahres 1991


Auch die Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) wurde schon einmal zum Baum des Jahres gewählt. Dies geschah im Jahr 1991.
Die Sommer-Linde kann eine Wuchshöhe von 30 bis 40 Meter erreichen. Sie hat eine ziemlich dichtgeschlossene Krone, die nicht breit auslädt sondern eher schmal hochgezogen wirkt. Die Rinde der Sommer-Linde ist dunkelgrau bis bräunlich-grau mit feinen Furchen. Gerade bei älteren Bäumen ist der Stamm der Sommer-Linde sehr dick. Die Äste im Kronenbereich wachsen steil aufwärts, im unteren Bereich können sie auch zur Erde gerichtet sein.


 

Unterschied Winter-Linde und Sommer-Linde


Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Bäumen liegt in der Wuchshöhe. Die Winter-Linde ist ein relativ kleiner Baum der zwischen 15 und 25 Meter hoch wird. Die Sommer-Linde hingegen kann eine Wuchshöhe von bis zu 40 Meter erreichen. Ein weiterer Unterschied sind die Blätter der beiden Linden-Arten. Die Blätter der Sommer-Linde sind etwa 8-12 cm lang, gleichmäßig grün, krautig und beidseitig samtig behaart. Die Blätter der Winter-Linde sind hingegen nur 4-7 cm lang und ledrig. Außerdem weisen sie eine hellere blau- bis graugrüne Unterseite auf.


 

Standort und Pflege


Bei der Wahl des richtigen Standortes sollte zuerst daran gedacht werden das die Linden, vor allem die Sommer-Linde, gewaltige Ausmaße annehmen können. Zwar ist der Wuchs in den ersten Lebensjahren noch langsam, zieht aber nach etwa 15 Jahren an. Eine Ausgewachsene Sommer-Linde kann bis zu 40 Meter hoch, der Stamm bis zu drei Meter im Durchmesser sein. Es sollte deshalb ausreichend Platz zu benachbarten Pflanzen gegeben sein.
Aber auch unterschiedliche Ansprüche beider Sorten gilt es zu bedenken. So werden Sommer-Linden im Alter lichtbedürftig. Beide Arten gedeihen je nach Bodenzusammensetzung jedoch auch im Schatten. Winter-Linden kommen mit einem nährstoffarmen und sauren Boden besser zurecht als Sommer-Linden. Diese benötigen ein humusreiches Substrat.
Sommer-Linden eignen sich mehr für warme, vollsonnige Standorte. Winter-Linden eher für kühlere Standorte und Regionen. Zusätzlich sollte bei der Standortwahl darauf geachtet werden, dass unterirdisch verlaufende Rohre und Leitungen durch das Wurzelsystem Schaden erleiden können. Standorte in unmittelbarer Nähe zu Gartenzäunen, Straßenrändern und Hausmauern sollten also vermieden werden. Das Erdreich kann auf die Bedürfnisse der Linden angepasst werden. So sollte der Boden vor der Pflanzung mit Humus, Lehm und Sand angereichert werden. Neigt der Boden zu übermäßiger Verdichtung, können auch kleine Kieselsteine eingearbeitet werden.

 

Pflege, Schnitt, Pflanzung und Düngung


Gerade junge Bäume sollten in den ersten Wochen nach der Pflanzung und an heißen Sommertagen ausreichend mit Wasser versorgt werden. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen. Vorbeugend kann auch eine Schicht Rindenmulch um die Baumstämme verteilt werden um die Verdunstungsmenge zu reduzieren.
Im Frühjahr und Herbst kann mit Kompost oder Hornspäne gedüngt werden. Vor Beginn der kalten Jahreszeit kann, bei jungen Pflanzen, eine Schicht Reisig oder welke Blätter um die Stämme ausgebracht werden. So werden die Pflanzen vor Frost geschützt und gleichzeitig, durch den Verrottungsprozess, mit Nährstoffen versorgt.
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen liegt im Herbst, noch vor dem ersten Frost. Durch das fehlende Laub können die Lindenbäume all ihre Kraft in die Ausbildung neuer Wurzeln stecken und im Frühjahr kraftvoll austreiben. Das Pflanzloch muss dreimal so groß wie der Wurzelballen der Linde sein. Außerdem sollte auch das umliegende Erdreich gelockert werden. Der Erdaushub sollte mit Kompost vermischt werden. Zusätzlich kann eine dickere Schicht aus Humus in dem Pflanzloch ausgebracht werden. Die Linde wird bis zum oberen Wurzelhals in das Loch gesetzt und der Erdaushub zurück in das Pflanzloch gegeben. Zum Schluss wird das Erdreich vorsichtig angedrückt und ausreichend gewässert.
Linden sind sehr robuste Pflanzen und können auch einen radikalen Rückschnitt gut vertragen. Ein jährlicher Schnitt erhöht außerdem die Widerstandsfähigkeit der Bäume. Form- und Erziehungsschnitte erfolgen im September, Auslichtungs- und Rückschnitte zwischen Oktober und März.

 

Krankheiten und Schädlinge


Sowohl Sommer- als auch Winter-Linden sind äußerst robuste und widerstandsfähige Pflanzen. Trotzdem können sie durch Blattläuse, Pilze oder Salz Schaden erleiden. Wird ein Befall mit Blattläusen festgestellt, ist der effektivste Weg zur Bekämpfung der Einsatz von Nützlingen. Besonders Marienkäfer, welche sich im Fachhandel erwerben lassen, haben sich dabei bewährt. Zur Vorbeugung können auch Insektenhotels aufgestellt werden. Das gilt jedoch nur, wenn im Garten keine chemischen Mittel verwendet werden.
Befällt ein Pilz den Baum, macht sich die Erkrankung durch eine Verfärbung des Laubes bemerkbar. Ursache für eine Pilzerkrankung kann schmutziges Schneidwerkzeug oder zu viel Nässe sein. In jedem Fall sollte befallene Pflanzenteile großzügig entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden. Auch kann ein Fungizid zur Bekämpfung verwendet werden.
Steht der Baum in der Nähe einer Straße, kann es im Winter zu einer Versalzung des Bodens durch Streusalz oder streusalzhaltiges Spritzwasser kommen. Dies vertragen Linden überhaupt nicht. Auch ein übermäßiger Gebrauch von mineralischem Dünger kann die Ursache sein. Anzeichen einer Versalzung des Bodens machen sich bemerkbar wenn sich die Blätter der Linden verfrüht brau färben und vom Baum abfallen. Genau kann dies nur durch eine Untersuchung des Bodens festgestellt werden. Als Gegenmaßnahme sollte der Boden schwemmend gewässert werden, so dass das Salz in tiefere Erdschichten gespült wird.