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Kompost

Gartenabfälle vermindern und wertvollen Gartendünger erhalten

Für einen eigenen Kompost gibt es viele Gründe. Zum einen können Küchen- und Gartenabfälle zu wertvollem und fruchtbarem Humus umwandeln, zum anderen kann bares Geld gespart werden indem auf Mineraldünger, Blumenerde und Biotonne verzichtet wird.
Auch wird die gesamte Abfallmenge reduziert. Einige Landkreise und kreisfreie Städte fördern daher die Eigenkompostierung und gewähren Nachlässe bei den Müllgebühren oder bezuschussen Kompostergestelle.


Welche Kompost-Arten gibt es?

Bei der Kompostierung werden Abfälle aus Küche und Garten schichtweise aufgesetzt. Das bringt aber auch eins der Probleme des Kompostierens mit sich, der fertige Kompost befindet sich immer ganz unten und lässt sich schwer entnehmen. Eine Lösung ist die Nutzung von zwei Kompostern, so kann der Kompost im ersten Behälter ausreifen während der zweite befüllt wird.
Auch gibt es einige grundsätzliche Dinge zu beachten, wie zum Beispiel der Standort des Kompost. Dieser sollte im Halbschatten stehen, etwa unter einem Baum oder ein paar Büschen. So wird verhindert, dass der Kompost austrocknet oder bei Regen zu sehr durchnässt wird. Desweiteren sollte für eine ausreichende Belüftung am Kompostboden gesorgt werden. Dazu wird einfach eine etwa zehn Zentimeter dicke Schicht aus Strauchschnitt angelegt. Eine Abdeckung auf dem Kompost verhindert das Nährstoffe durch übermäßige Nässe ausgewaschen werden. Auch wird dadurch die Wärmeentwicklung im Kompost gefördert was wiederum den Verrottungsprozess beschleunigt. Um Fäulnis entgegenzuwirken muss für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden. Zusätzlich zur Belüftungsschicht am Boden sollten Lüftungsschlitze in den Seitenwänden nicht fehlen.

Kompostmiete
Ist genug Platz im Garten vorhanden, ist die Miete die einfachste und kostengünstigste Art zu kompostieren. Die Größe richtet sich dabei nach der Menge des anfallenden Materials. Im Hausgarten reicht eine Breite von eineinhalb Metern und eine Höhe von einem Meter. Die Länge der Miete variiert, an der einen Seite wird neues Material aufgeschichtet, auf der anderen Seite der fertige Kompost entnommen.

Lattenkomposter
Der Lattenkomposter eignet sich für kleinere Gärten, da die Grundfläche einen Quadratmeter meist nicht übersteigt. Durch die Verwendung eines Modells bei dem die Seitenwände entfernt werden können, wird das Umsetzen des Komposts erheblich erleichtert. Die Latten selber sollten dabei aus Holz bestehen, welches nur schwer verrottet, z.B. Lärchenholz. Natürlich kann auch anderes Holz verwendet werden das mit Mitteln gegen Fäulnis behandelt wird. Dabei sollte nur darauf geachtet werden, dass die Mittel die Bodenorganismen nicht schädigen.

Schnellkomposter
Schnellkomposter sind gut geeignet für kleinste Gärten. Sie sind kompakte gebaut und haben meist einen Deckel, so dass Gerüche nicht nach außen dringen können. In Bodennähe befindet sich eine Klappe über die der fertige Kompost entnommen werden kann.
Auch wenn es der Name vermuten lässt, so bewirken die Schnellkomposter keine schnellere Verrottung der Materialien. Dies liegt vor allem an den kleinen Abfallmengen mit dem die Komposter gefüllt werden.


 

Kompostmaterialien


Grundsätzlich können alle pflanzlichen Garten- und Küchenabfälle kompostiert werden. Wichtig ist nur, dass diese nicht mit Schadstoffen belastet sind oder es sich um Pflanzenteile handelt die mit Krankheiten infiziert sind. Von Tieren stammendes Material sollte nicht kompostiert werden!

Was darf kompostiert werden?
Haushaltsabfälle:
- Gemüseabfälle und Obstreste
- Tee, Kaffeesatz und –filter
- Küchenpapier und Papiertaschentücher
- Holzwolle, Holzhäcksel und Sägemehl, sofern das Holz unbehandelt ist
- Schalen von Zitrusfrüchten, auch wenn diese nur langsam verrotten

Gartenabfälle:
- Strauch- und Heckenschnitt, sollte möglichst klein geschnitten werden
- Baumschnitt, rottet langsam und sollte kleingehäckselt werden
- Herbstlaub, sollte mit dem Rasenmäher gehäckselt werden
- Fallobst, nur in kleinen Mengen und gut vermischen, da der Kompost sonst faulen kann
- Koniferennadel und –zweige, nur in kleinen Mengen, da sie nur langsam verrotten
- Rasenschnitt, sollte vor dem Kompostieren anwelken und mit grobem Material vermischt werden

Was darf nicht kompostiert werden?
- gekochte Essensreste, Fleisch, Fisch, Fette und Knochen können Ratten und Mäuse anlocken, außerdem können sich in diesen Abfällen Krankheitskeime vermehren
- Eierschalen, Geflügelreste und rohes Schweinefleisch, da diese mit Salmonellen behaftet sein können
- Haustierstreu, Mist, Kleintierkadaver, da sie eine Hauptquelle für Parasiteneier sind
- mit Schaderregern befallene Pflanzenteile, die sie mit dem Kompost weiter verbreitet werden können
- Glas, Metalle, Kunststoffe, Leder, Gummi, Textilien
- Lacke, Farbreste, Öle, Chemikalien, Putzmittelreste, Verbundmaterialien
- Zigarettenkippen und der Inhalt von Staubsaugerbeuteln
- Holz- und Kohlenasche sowie Grillkohle
- Wegwerfwindeln und andere
- Gips und Mörtelreste
- Tapetenreste
- Zeitschriften, Papier, Pappe

 

Welche Arbeiten fallen an?


Zerkleinern
Zweige und Äste sollten bevor sie auf den Kompost kommen zerkleinert werden. Der Verrottungsprozess dauert die diesen Materialien recht lange und zerkleinertes, am besten gehäckseltes, Holz bietet den Bodenorganismen eine größere Oberfläche an der sie sich ansiedeln können.

Durchmischen
Es sollte vermieden werden große Mengen eines einzelnen Materials auf einmal auf den Kompost zu geben. Wird zum Beispiel eine große Menge Rasenschnitt auf den Kompost gegeben kann es zu Fäulnisbildung kommen, da wegen der Dichte des Rasenschnitts keine Belüftung stattfinden kann. Feuchtes Material sollte mit trockenem, grobes mit feinem, stickstoffarmes mit stickstoffreichem Material vermischt werden. Frische Küchenabfälle sollten bedeckt werden, sonst entstehen unangenehme Gerüche und es werden Fliegen und andere Insekten angelockt. Auch dient die Vermischung unterschiedlicher Materialien dazu Hohlräume zu schaffen. So strömt Luft nach und der Kompost wird gut belüftet.

Aufsetzen
Wie schon vorher erwähnt, sollte die unterste Lage des Kompost aus einer etwa zehn Zentimeter dicken Schicht aus Rindenmulch oder gehäckselten Ästen bestehen. So wird der Kompost besser belüftet, Sickerwasser kann besser abfließen und Gerüche entstehen kaum. Auf dieser Schicht werden dann die gut vermischten Abfälle aufgebracht.

Umsetzen
Durch den Verrottungsprozess verändert sich die Struktur des Komposts. Durch den Abbau von organischen Stoffen sackt der Kompost unter seinem Gewicht zusammen. Dadurch verschlechtert sich der Luftaustausch. Deswegen sollte der Kompost alle zwei bis drei Monate, in kühleren Monaten auch später, umgesetzt werden. Der Kompost wird dazu aufgemischt und neu aufgesetzt. Nur so kann eine vollständige Rotte erreicht werden.

Absieben
Da Gehölzschnitt länger zum verrotten brauchen und gröbere Bestandteile bei der Verwendung des Komposts stören, z.B. wenn er als Blumenerde genutzt werden soll, ist es vorteilhaft, den Kompost vor der weiteren Verarbeitung zu sieben. Soll der Kompost hingegen zur Bodenaufbereitung genutzt werden, können auch die gröberen Bestandteile verwendet werden. Diese lockern den Boden auf und versorgen ihn auch über einen längeren Zeitraum mit Nährstoffen.

 

Wann ist der Kompost fertig?


Nach einem Zeitraum von etwa drei Monaten wird aus dem verrottendem Material sogenannter Frischkompost. Dieser ist noch nicht vollständig verrottet, enthält aber sehr viele Nährstoffe für die Bodenorganismen und kann deshalb gut als Mulch oder zur Bodenverbesserung verwendet werden. Nach etwa sechs bis zwölf Monaten ist der Kompost reif. Die biogenen Abfälle sind weitestgehend ab- oder umgebaut. Der Kompost hat eine feine, krümelige Struktur und riecht nach Walderde. Dieser Kompost ganz gut als Blumenerde verwendet werden.

 

Wie wird der fertige Kompost verwendet?

Kompost kann am besten zu Beginn des Gartenjahres, also im Frühjahr und Sommer, verwendet werden. Dabei wird er über die gesamte Gartenfläche verteilt und flach eingearbeitet. Bei einer jährlichen Düngung mit Kompost reichen zweieinhalb Liter Kompost pro Quadratmeter aus.


 

Welche Probleme können auftreten?

Die Rotte setzt nicht richtig ein
Wenn das Material zu trocken ist oder zu viel Strukturmaterial eingesetzt wurde, kann es vorkommen, dass der Verrottungsprozess nicht in Gang kommt. In diesem Fall hilft es, den Kompost umzusetzen und das Material mit der Gießkanne leicht anzufeuchten. Auch können frische Küchenabfälle oder Rasenschnitt untergemischt werden.

Der Kompost riecht unangenehm
Ist der Kompost hingegen zu nass, kann er einen fauligen Geruch verströmen. In diesem Fall sollte er auch umgesetzt und ggf. abgedeckt werden. Dies verhindert, dass der Kompost bei Regen zu viel Feuchtigkeit aufnimmt. Riecht der Kompost nach Ammoniak, enthält er zu viel nährstoffreiches Material. In dem Fall sollte mehr nährstoffarmes Material untergemischt werden. Dies kann z.B. Laub, Stroh oder Gehölzschnitt sein.

Der Kompost ist voller Fliegen
Werden Küchenabfälle immer direkt oben auf den Kompost gegeben, kann dies Fliegen und andere Insekten anlocken. Um dies zu verhindern, sollten Küchenabfälle immer mit trockenen Gartenabfällen oder Kompost bedeckt werden.