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Duftrosen

Aussehen ist nicht alles, der Duft macht die Rose erst besonders.


Einführung

Rosen sind außer durch ihre schönen Blüten besonders für ihren betörenden Duft bekannt. Der Duft ist die Seele der Rose und jeder, der an einer Rose vorbeiläuft, riecht instinktiv an ihrer Blüte. Dieser Reflex ist bei den Sorten, deren Aroma uns schon von weitem entgegenweht am stärksten. Leider hat der Rosenduft über die Jahre an seiner Intensität verloren, da die Züchter mehr Wert auf die Farbe der Blüten, die Wuchsform oder die Anzahl der Blüten gelegt haben. Erst zum Ende des vorangegangenen Jahrhunderts haben sie sich wieder daran erinnert was die Rose eigentlich ausmacht, nämlich ihr Duft.
Da verwundert es auch nicht, wenn die besonders intensiv duftenden Rosenarten unter den älteren aber auch den sehr jungen Sorten zu finden sind. Zu den alten Sorten gehören unter anderem die Damszener Rosen die schon im alten Rom Häuser und Gärten zierten oder die Apothekerrose, die im Frankreich des 13. Jahrhunderts angebaut wurde um Rosenöl zu gewinnen.
Im 19. Jahrhundert wuchs das Sortiment stark an, von denen sich viele auch heutzutage, besonders wegen ihres Duftes, nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Zu den Klassikern gehören unter anderem die Sorten Charles de Mills, Fantin Latour oder auch Jacques Cartier.
Durch das Einkreuzen von Rosen aus China entstanden die modernen Sorten, welche zwar resistenter gegen Krankheiten und winterresistenter waren, bei denen das Aroma jedoch verschwand. In den 1960er Jahren begann der Engländer David Austin alte Rosen mit neuen zu kreuzen um so öfter blühende Rosen mit intensiven Düften zu kreieren. Diese Englischen Rosen verbinden den Charme der alten historischen Rosen mit der Blühfreudigkeit moderner Sorten.

 

Duft und Witterung



Die Aromen der unterschiedlichen Sorten reichen vom vornehmen Duft der Teerosen über den balsamischen Duft der Moosrosen zu den fruchtigen Vertretern. Eine breite Palette an Düften steht dem Rosenliebhaber zur Verfügung. Bei größeren Gärten bietet es sich daher an unterschiedliche Rosenarten an verschiedenen Standorten anzupflanzen. So wird man bei einem Streifzug durch den eigenen Garten von den unterschiedlichsten Düften umhüllt.
Hat sich der Gartenfreund für eine Sorte entschieden, so mag einen die unterschiedliche Intensität des Duftes verwundern. So kann es vorkommen, dass die Rose in einem Sommer eher rosig, dann im folgenden Sommer eher fruchtig duftet oder sie ihren Duft mal mehr, mal weniger verschwenderisch verteilt.
Dies hängt mit vielen Faktoren zusammen, unter anderem der Beschaffenheit des Bodens, der Witterung oder der Temperatur. Das beste Dufterlebnis hat man, wenn die Rose an einen sonnigen und luftigen Standort im Garten pflanzt. Hier setzen die zahlreichen Blüten ihren betörenden Duft am besten frei. Es wird empfohlen Blüten für Vasen oder die Küche am besten im Laufe des Vormittags zu ernten, da die Blüten in der Mittagssonne schnell an Duftintensität einbüßen.

 

Küchenrosen



Auch in der Küche finden Duftrosen ihre Verwendung. Etwa zur Herstellung von Rosenwasser, womit Desserts aller Art oder Bowle verfeinert werden kann. Dazu werden etwa fünf Handvoll Rosenblätter benötigt, diese werden mit ½ Liter abgekochten, kalten Wassers übergossen. Das Ganze lässt man 2-3 Tage ziehen, die Blätter werden abgeseiht, ausgepresst und fertig ist das Rosenwasser.
Auch zur Herstellung einer Rosentorte, von Rosensirup oder Rosengelee oder als kandierte Blütenblätter mit denen sich Backwaren verzieren lassen, können die Blätter verwendet werden.

Hier einige Rezepte zum nachkochen und ausprobieren:

Rosengelee

- 15 Rosenblüten (unbedingt unbehandelte Rosen verwenden)
- 1 ½ Liter Wasser (kann auch 1 Liter trockener Weißwein sein)
- 1 Kg Gelierzucker
- 2 Zitronen

Blütenblätter abzupfen und kurz abspülen. Die Blätter im Wasser / Wein einlegen und einigen Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen. Das Rosenwasser abseihen und den Gelierzucker hinzugeben. Das Gemisch zusammen mit dem Zitronensaft aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss alles kochendheiß in die vorbereiteten Gläser abfüllen und verschließen.

Rosensirup

- 3 Duftrosen (auch hier nur unbehandelte Rosen verwenden)
- 1 Zitrone
- 1 Liter Wasser
- 1 Kg Zucker

Blütenblätter abzupfen und abspülen und den hellen Blattrand wegschneiden. Das Wasser mit dem Zitronensaft aufkochen, den Zucker darin lösen und alles 5 Minuten kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, die Blütenblätter in den heißen Sirup geben und unterrühren. Nun den Deckel auf den Topf und das Ganze 1-2 Tage ziehen lassen. Die Rosenblüten aussieben, das Gemisch erneut etwa 2 Minuten kochen lassen und heiß in die vorbereiteten Flaschen abfüllen und verschließen.

Kandierte Rosenblätter

- 20 Rosenblätter (unbehandelte verwenden)
- Eiweiß von 2 Eiern
- 100 g Zucker

Die abgewaschenen Blütenblätter vom bitteren hellen Ansatz befreien und mit einem Backpinsel von beiden Seiten mit aufgeschlagenem Eiklar bestreichen. Die bestrichenen Blütenblätter auf Backpapier legen und mit Zucker berieseln. Das Backpapier mit den Blättern entweder auf einem Rost bei 50° C eine Stunde im leicht geöffneten Backofen oder über Nacht an einem luftigen warmen Ort trocknen lassen.

 

Zu guter Letzt hier noch eine Auswahl guter Duftrosen aus unserem Sortiment: